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Apple aktualisiert Pixelmator Pro und weitere Creator-Studio-Apps

Apple aktualisiert seine Werkzeuge für Kreative, doch die Freude über neue Funktionen wird von einer wachsenden Verwirrung überschattet. Wer heute Pixelmator Pro oder die anderen Apps des neuen „Creator Studio“ aktualisiert, landet mitten in einem Versionschaos. Apple zieht eine klare Trennlinie zwischen denen, die ihre Software einmalig kaufen, und den Abonnenten des Mietmodells. Das Ergebnis ist eine fragmentierte Nutzererfahrung, bei der plötzlich zwei Versionen derselben App mit unterschiedlichen Icons auf der Festplatte liegen können.

Zwei Welten: Die Kaufversion gegen das Abo

Besonders deutlich wird dieser Spalt bei Pixelmator Pro. Die Software, die Apple 2024 eingekauft hat, existiert nun in zwei parallelen Zeitlinien. Die klassische Kaufversion (Preis: 60 Euro) wurde auf Stand 3.8 gehoben. Parallel dazu erhalten Nutzer des Creator Studio die Version 4.2 für eine monatliche Gebühr von 12,99 Euro. Apple lässt die Käufer nicht völlig im Regen stehen, aber die Unterschiede sind spürbar.

Beide Versionen beherrschen die neuesten RAW-Formate. Fotografen können nun komprimierte RAW-Dateien der Sony Alpha ILCE-7M5 sowie der Fujifilm GFX 100S II und GFX 100RF bearbeiten. Auch die High-Efficiency-Formate der Nikon Z5II und Z50II – inklusive der speziellen Variante für Astrofotografie (HE*) – werden unterstützt. Wer die Panasonic Lumix DC-S1RM2 im Hochauflösungsmodus nutzt, findet ebenfalls die nötigen Profile vor.

Creator Studio Exklusiv Nur Abonnenten profitieren von verbesserter SVG-Kompatibilität mit Adobe Illustrator, der anpassbaren Werkzeug-Seitenleiste und einer dedizierten iPad-App.

Produktivitäts-Boost und iPhone-Mock-ups

Neben den technischen RAW-Profilen bringt das Update neue Vorlagen für das Layout-Design. Apple führt Kategorien wie „Bento Grid“ und „App Screenshot“ ein. Besonders für Entwickler und Marketer ist die Ergänzung um aktuelle iPhone-17-Mock-ups relevant. Diese Vorlagen erlauben es, Designs direkt in einem realistischen Geräterahmen zu präsentieren.

Die Bedienung wird für Power-User effizienter. Neue Tastaturkürzel beschleunigen den Workflow, etwa beim schnellen Wechsel zwischen Ebenen oder der Steuerung der Ebenendeckkraft über die Zahlentasten. Auf dem iPad gibt es zudem eine praktische Vorher-Nachher-Ansicht: Ein langer Druck auf die Leinwand zeigt sofort, wie Farbkorrekturen oder Retuschen das Bild verändert haben. Doch auch hier gilt: Viele dieser Komfort-Features bleiben den Creator-Studio-Nutzern vorbehalten.

Logic Pro und der Druck zur Migration

Nicht nur Pixelmator Pro steht im Fokus. Logic Pro (Version 12.2) erhält eine neue Vorschau für Dolby-Atmos-Abmischungen. Nutzer am Mac können so prüfen, wie ihr räumlicher Audiomix auf Apple Music klingen wird, bevor sie ihn final exportieren. Zusätzlich liefert Apple das „Step Reflex Pack“ aus, eine Sammlung für Modern-Garage-Tanzmusik mit typischen 90er-Jahre-Vibes und tiefen Basslines.

Kritischer wird es bei den iWork-Produkten wie Pages, Numbers und Keynote. Apple hat hier eine Strategie der sanften Verdrängung gewählt. Alte, weiterhin funktionierende Versionen (Stand 14.5) werden nicht mehr aktualisiert. Wer diese startet, erhält einen Hinweis, dass die Apps „gelöscht“ werden könnten. Apple möchte die Nutzer offensichtlich in die neuen Varianten drängen, die als Teil des Creator Studio zusätzliche Premium-Inhalte gegen eine Abo-Gebühr anbieten.

Welche Kameras werden im neuen Update unterstützt?

Das Update bringt Support für RAW-Dateien der Sony Alpha ILCE-7M5, Fujifilm GFX 100S II und GFX 100RF. Ebenfalls unterstützt werden die Nikon-Modelle Z5II und Z50II (inklusive HE*) sowie die Panasonic Lumix DC-S1RM2 im Hochauflösungsmodus.

Was ist der Hauptunterschied zwischen der Kaufversion und dem Abo von Pixelmator Pro?

Während beide Versionen die RAW-Unterstützung und Vorlagen erhalten, bietet das Creator Studio Abo exklusive Funktionen. Dazu gehören die iPad-App, eine anpassbare Werkzeugleiste, verbesserte SVG-Exporte für Adobe Illustrator und spezifische Tastaturkürzel.

Welche langfristigen Folgen hat Apples Strategie bei den iWork-Apps?

Apple scheint den Weg vom klassischen Software-Kauf hin zum Abo-Modell konsequent zu verfolgen. Durch das Auslassen von Updates für alte Versionen und die explizite Aufforderung zur Löschung wird ein psychologischer und technischer Druck aufgebaut, der Nutzer in das kostenpflichtige Creator Studio überführen soll.

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Johann Falk

Über den Autor

Johann Falk ist Chief Editor von Germanic Nachrichten und verantwortet die redaktionelle Linie, Themenauswahl und finale Qualitaetssicherung der Veroeffentlichung. Sein Schwerpunkt liegt auf klarer, verifizierter und schnell einordenbarer Berichterstattung fuer ein deutschsprachiges Publikum.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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