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Unterhaltung

WWE Hält sich trotz US-Außenministeriums Warnung an Saudi-Arabien-Veranstaltung

TKO Group Holdings hält am 7. November 2026 an der Durchführung von WWE Crown Jewel im saudi-arabischen Riad fest, obwohl das US-Außenministerium das Verlassen des Landes angeordnet hat und Houthi-Angriffe die Region belasten. Kritiker und unzufriedene Wrestler warnen vor Sicherheitsrisiken, während finanzielle Verträge und Millioneneinbußen die Entscheidung stützen.

Das von der TKO Group Holdings veranstaltete Premium Live Event WWE Crown Jewel soll am 7. November 2026 planmäßig im saudi-arabischen Riad stattfinden. Trotz anhaltender bewaffneter Auseinandersetzungen im Jemen und wiederholter Angriffe der vom Iran unterstützten Houthi-Milizen auf kritische Infrastruktur in Saudi-Arabien treibt der US-Wrestling-Marktführer die Vorbereitungen voran, wie Yahoo Sports berichtete.

Die Partnerschaft mit Saudi-Arabien wurde im Jahr 2018 ins Leben gerufen.

Sie ist Bestandteil einer auf zehn Jahre angelegten strategischen Vereinbarung, die im Zuge der Initiative Vision 2030 begründet wurde. Im Jahr 2019 wurde die Zusammenarbeit ausgeweitet, um fortan jährlich zwei bedeutende WWE-Großveranstaltungen in dem Land auszurichten. Diese langjährige Verbindung führte bereits zu Shows wie dem jährlichen Royal Rumble PLE, Elimination Chamber, Night of Champions sowie King & Queen of the Ring.

TKO-Chef Ari Emanuel setzt auf tägliche Überprüfung

In einem Interview mit Fox News erklärte TKO-CEO Ari Emanuel, dass die Veranstaltung trotz der angespannten Sicherheitslage nicht abgesagt wurde. Das Unternehmen stehe in engem Kontakt mit saudi-arabischen Offiziellen und werte die Lage kontinuierlich aus. Ein spezialisiertes Team befasst sich aktiv mit der Überwachung der Situation und prüft mögliche Ausweichorte für den Fall, dass eine Verlegung notwendig werden sollte.

WWE Hält sich trotz US-Außenministeriums Warnung an Saudi-Arabien-Veranstaltung
Foto: Sports Illustrated

Ari Emanuel sagte gegenüber Fox News: „Im Moment ist für [WWE Crown Jewel] alles vorbereitet. Kommendes Wochenende haben wir einen UFC-Kampf in Abu Dhabi. Mitte November haben wir eine Frieze-Kunstshow. Bisher läuft also alles bestens – nichts wurde abgesagt.

Emanuel fügte hinzu, dass ein Team eine tägliche Überwachung betreibe, um auf eventuelle Entwicklungen reagieren zu können. Während andere Sportveranstaltungen in der Region wie das Tennisturnier Six Kings Slam oder das Golfturnier Saudi International verschoben wurden, halten die Organisatoren an den Kampfsportterminen fest.

Sicherheitswarnungen der US-Regierung und Gegenwind im Kader

Die Entscheidung steht im Kontrast zu den offiziellen Reisehinweisen aus Washington. Das US-Außenministerium wies nicht-notwendige Regierungsmitarbeiter und deren Familien an, das Land zu verlassen. Eine Reisewarnung der Stufe 3 fordert US-Bürger auf, Reisen nach Saudi-Arabien zu überdenken. Zuvor hatten Angriffe auf den Flughafen Riad den Flugbetrieb zeitweise stark beeinträchtigt.

Innerhalb der WWE regt sich nach Berichten von Dave Meltzer und Plattformen wie Cagesideseats Widerstand.

Mehrere Wrestler und Angestellte äußerten demnach Unmut über die geplante Reise in das Krisengebiet. Die Unternehmensführung reagierte darauf jedoch distanziert und unzufrieden über die öffentlich geäußerten Sorgen des Personals.

Finanzielle Risiken und Millionenverluste bei einer Absage

Hinter der Entschlossenheit von TKO stehen erhebliche wirtschaftliche Faktoren. Laut Informationen des Wrestling Observer würde eine Absage des Events das Unternehmen zwischen 70 Millionen und 90 Millionen US-Dollar kosten. Diese Summe entspricht nahezu einem Viertel des Quartalseums.

WWE Hält sich trotz US-Außenministeriums Warnung an Saudi-Arabien-Veranstaltung
Foto: The Times of India

Die Partnerschaft mit Saudi-Arabien, die im Rahmen der Initiative Vision 2030 im Jahr 2018 begann, umfasst langfristige Verträge.

Zudem berichtete TheSportster unter Berufung auf eine Analyse von Morgan Stanley, dass allein für das für 2027 geplante WrestleMania 43 in Saudi-Arabien Site-Gebühren von mindestens 150 Millionen US-Dollar fließen sollen.

Finanzfaktor Betrag in US-Dollar Quelle
Geschätzter Verlust bei Crown-Jewel-Absage 70 bis 90 Millionen Sports Illustrated
Erwartete Site-Gebühren für WrestleMania 43 150 Millionen TheSportster / Morgan Stanley

Geplante Kämpfe im saudi-arabischen Riad

Im sportlichen Mittelpunkt der Veranstaltung im Stadion Riyadh Season steht unter anderem das Aufeinandertreffen von Roman Reigns und Sami Zayn im Champion-gegen-Champion-Duell am 7. November 2026. Auch ein Titelkampf zwischen Liv Morgan und Chelsea Green ist für den Abend angesetzt.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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