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Sport

Wiener Derby: SK Rapid trifft auf Austria Wien

Am 1. November 2026 treffen der SK Rapid und die Wiener Austria in der Generali Arena aufeinander. Es ist das 351. Wiener Derby in der Geschichte. Rapid geht als Tabellenführer in die Partie, während Austria Wien nach einem schwierigen Saisonverlauf am Tabellenende steht.

Das 351. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria

Am Sonntag, den 1. November 2026, um 17:00 Uhr empfängt der FK Austria Wien den SK Rapid in der Generali Arena. Die Begegnung markiert das 351. Wiener Derby in der wettbewerbsübergreifenden Geschichte. Nach der Premierengartie am 8. September 1911, die Rapid mit 4:1 gewann, ist dieses Duell das am zweithäufigsten ausgetragene Fußballderby in Europa. Nur die Old Firm zwischen Celtic Glasgow und den Glasgow Rangers übertrifft diese Anzahl an Begegnungen.

Die Vorzeichen für diesen Klassiker könnten kaum unterschiedlicher sein. Nach 349 Pflichtspielen in Liga, Cup und Supercup führt Rapid die ewige Derbystatistik mit 140 Siegen an, während Austria bei 125 Erfolgen steht. Durch Austrias 2:0-Sieg im 350. Derby im Mai veränderte sich der Spielstand auf 140 zu 126 Siege für die Hütteldorfer bei 84 Unentschieden.

FK Austria Wien – SK Rapid Wien 0-2 Highlights | Österreichische Bundesliga – 2026/2027

Sportliche Ausgangslage in der Bundesliga

In der aktuellen Bundesliga-Saison führen die Rollen zu einer klaren sportlichen Differenz. Rapid steht nach neun Runden mit 24 Punkten an der Tabellenspitze, während die Wiener Austria mit mageren sieben Punkten und lediglich zwei Siegen am Tabellenende zu finden ist. Die Tordifferenz von Rapid in der Liga steht bei 31:9. Aus insgesamt 19 Pflichtspielen holten die Grün-Weißen bereits 61 Treffer.

Trotz der Favoritenrolle warnt Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup vor übertriebener Euphorie. Wir haben Ende Oktober, da sind wir noch weit weg davon, einen Titel zu gewinnen, erklärte der Däne, der in der Bundesliga als einziger Trainer noch kein Derby bestritten hat. Bei Austria Wien steht der 33-jährige Maximilian Uhlig vorläufig bis Jahresende als Cheftrainer an der Seitenlinie. Nach der unglücklichen Pokalniederlage im Elfmeterschießen gegen den TSV Egger Glas Hartberg sieht Uhlig das Derby als Chance für einen Turnaround.

Der neue Austria-Trainer zeigte sich im Vorfeld kämpferisch und betonte, dass man vorhabe, auf Sieg zu spielen. Um die Auswirkungen des Trainerwechsels bei den Violetten besser beurteilen zu können, hat der Betreuerstab des Gegners neben der Cup-Partie auch einige Partien der Young Violets analysiert. Valentio Müller erklärte im Vorfeld, dass man sich auf das Wesentliche und das Machbare konzentriere und es keine Angst vor einer Niederlage gebe.

Den vermeintlichen Gap so wenig wie möglich sichtbar zu machen, wird unser Ziel sein.

Maximilian Uhlig, Austria-Trainer, via ORF

Historische Rekorde und die offene Ausgangslage

Das traditionsreiche Stadtduell blickt auf den einen oder anderen historischen Höhepunkt zurück. Rapids höchster Sieg datiert aus dem August 1942, als die Mannschaft im Praterstadion einen 10:1-Erfolg feierte. Die Austria setzte ihre höchste Derbymarke im Oktober 1969 mit einem 6:0. In der vergangenen Saison blieb die Austria in den direkten Duellen ungeschlagen: Auf drei Siege folgte ein Unentschieden.

Historisch betrachtet waren die beiden Vereine in ihren Gründungsjahren stark unterschiedlichen sozialen Schichten zugeordnet. Rapid entstand 1899 als Erster Wiener Arbeiter-Fußball-Club, während die Austria 1911 als Wiener Amateur-Sportverein ins Leben gerufen wurde und ab 1926 ihren heutigen Namen trug. In den 1930er-Jahren prägte unter anderem Matthias Sindelar das Bild des eleganten Viennese style of play. Diese alten Klassentrennungen sind längst verblasst, doch die Rivalität im November bleibt ungebrochen.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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