Unterstützung kam dabei von den Überseebörsen und Signalen der US-Notenbank Fed. Der Leitindex ATX stieg um 0,67 Prozent auf 6.800,72 Punkte, während Mayr-Melnhof die Rückkehr in den Leitindex ankündigte.
Erholung an der Wiener Börse und Impulse aus Übersee
Nach einer schwachen Phase mit drei Verlusttagen in Folge zeigt der österreichische Aktienmarkt wieder aufwärts. Wie aus Marktberichten hervorgeht, sorgten vor allem positive Vorgaben von den Überseebörsen für den nötigen Rückenwind an der Wiener Börse nach drei Verlusttagen in Folge. Auslöser für die internationale Marktberuhigung waren Äußerungen aus der US-Notenbank Fed, die Anleger dazu veranlassten, ihre Zinserwartungen für Mitte September etwas nach unten zu korrigieren.
Zum Sitzungsende kletterte der österreichische Leitindex ATX 0,67 Prozent im Plus auf 6.800,72 Punkte. Damit glich das Börsenbarometer die Kursverluste der Vortage vollständig aus. Zu Wochenbeginn hatte der Index noch ein Rekordhoch von gut 6.845 Zählern markiert, bevor steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen die Kauflaune spürbar dämpften.
Auch der breiter gefasste ATX Prime schloss freundlich und gewann am Donnerstag 0,60 Prozent auf 3.340,20 Zähler. In diesem Umfeld zogen auch die übrigen europäischen Leitbörsen nach.
Mayr-Melnhof kehrt in den ATX zurück und löst SBO ab
Per 21. September kehrt Mayr-Melnhof nach einem Jahr in den österreichischen Leitindex zurück. Der Konzern ersetzt damit die SBO im ATX.
Die Ankündigung dieser Neuzusammensetzung hatte im Handel keine nennenswerten Kursreaktionen ausgelöst, da die Änderungen bereits im Vorfeld am Markt erwartet worden waren. Titel von Mayr-Melnhof verzeichneten ein Minus von 0,5 Prozent, während die Papiere der SBO unverändert aus dem Handel gingen.
Kursgewinne bei Versicherern und Industriewerten
Innerhalb des ATX zeigten sich vor allem Finanzwerte und Industrieaktien in robuster Verfassung. Unter den Schwergewichten legten Voestalpine-Aktien 1,9 Prozent zu und profitierten dabei von einem freundlichen europäischen Branchenumfeld. Auch die Erste Group und die Bawag verbuchten Kursgewinne von bis zu 1,6 Prozent. Gegen den positiven Trend liefen hingegen die OMV-Papiere, die Verluste von 1,9 Prozent hinnehmen mussten.

Besonders starke Zuwächse verbuchten am Donnerstag die Versicherungstitel im Handel. Die Aktien der Vienna Insurance Group verteuerten sich um 3,1 Prozent, während die UNIQA-Papiere sogar um 4,2 Prozent zulegten.
Gemischte Resultate bei Zumtobel und technische Details zum Handel
Bei den Unternehmenszahlen stand unter anderem Zumtobel im Fokus. Die Aktien des Leuchtenherstellers reagierten zwischenzeitlich mit einem kräftigen Plus auf ein verbessertes Ergebnis bei stagnierendem Umsatz, brachten am Ende jedoch nur einen moderaten Gewinn von 0,2 Prozent ins Ziel. Analysten der Erste Group bewerteten die Lage als gemischt: Zwar zeige sich eine ermutigende Margenentwicklung in den Segmenten Lighting und Components, doch ein enttäuschendes EBIT und die anhaltende Umsatzstagnation würden die positiven Aspekte dämpfen.
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