Urzeitliches Material am Vulkan Fani Maoré
Der Unterwasservulkan Fani Maoré, der sich in der Nähe der französischen Inselgruppe Mayotte zwischen Madagaskar und der Küste Mosambiks befindet, liefert Geowissenschaftlern Daten aus einer Zeit, die normalerweise unerreichbar ist. In den ausgestoßenen Gesteinsproben wurden chemische Signaturen identifiziert, die auf Material aus der Frühphase der Erde hindeuten.
Da die Erde etwa 4,5 Milliarden Jahre alt ist, stellen diese Proben einen direkten Einblick in die Zusammensetzung des Planeten kurz nach seiner Formierung dar. Die Entdeckung wird als Glücksfall für die Forschung gewertet, da der Vulkan an einer Stelle aktiv ist, an der ursprünglich kein Vulkan erwartet wurde.
Chemische Analysen des tiefen Erdmantels
Das geförderte Material stammt aus dem tiefen Erdmantel. In der Geologie ist dies von besonderem Wert, da die meisten Gesteine an der Erdoberfläche durch tektonische Prozesse, Erosion und vulkanische Überformung verändert wurden.
Die chemische Analyse der Proben vom Fani Maoré erlaubt es den Forschenden, Rückschlüsse auf die Bedingungen während der frühen Differenzierung der Erde zu ziehen. Dies betrifft insbesondere die Phase, in der sich der Kern und der Mantel trennten und die erste Kruste bildete.
Die Kampagne MAYOBS2 im Indischen Ozean
Die Funde wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen im Indischen Ozean gemacht. Mayotte, ein französisches Überseegebiet, dient dabei als strategischer Ausgangspunkt für die Erforschung des umliegenden Meeresbodens. Die Kampagne MAYOBS2 lieferte dabei wesentliche Daten zum Untersee-Relief der Region.
Die Analyse der Gesteine konzentriert sich darauf, wie urzeitliches Material aus der Tiefe an die Oberfläche gelangen konnte, ohne dabei seine ursprünglichen chemischen Eigenschaften vollständig zu verlieren.
Geologische Daten zum Fani Maoré
| Detail | Verifizierter Wert |
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| Name des Vulkans | Fani Maoré |
| Standort | Nahe Mayotte, Indischer Ozean |
| Geschätztes Alter des Materials | bis zu 4,5 Milliarden Jahre |
| Herkunft | Erdmantel Die gewonnenen Erkenntnisse könnten neue Einblicke in die geologischen Prozesse bieten, die über Millionen von Jahre hinweg die Verbindung zwischen Erdmantel und Ozeanboden prägen.
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