Sebastian Viehmann warnt in einer aktuellen Analyse davor, das Streichen extremer Klimaszenarien als Erfolg der Klimapolitik zu interpretieren. Obwohl ein Modell, das eine völlige Untätigkeit bis zum Jahr 2100 simulierte, als unwahrscheinlich gilt, bleibt das neue Worst-Case-Szenario mit einem Temperaturanstieg von bis zu 3,5 Grad hochgradig besorgniserregend.
Das Ende des „Weiter-so“-Szenarios
Die jüngsten Diskussionen über die Klimabilanz lassen eine gefährliche Tendenz erkennen: Die Entwarnung durch statistische Verschiebungen. Wenn ein extremes Szenario aus den Modellen verschwindet, wird dies oft fälschlicherweise als Beweis für die Wirksamkeit politischer Maßnahmen gewertet. Doch die bloße Tatsache, dass ein Pfad ohne jegliche Klimapolitik bis zum Jahr 2100 heute als unwahrscheinlich gilt, ist kein Beleg für eine gelungene Wende.Sebastian Viehmann, via LinkedInWie Sebastian Viehmann in seiner Kolumne argumentiert, ist das Verschwinden eines Extrempfads lediglich das Ergebnis der Tatsache, dass es bereits Klimapolitik gibt – es ist jedoch kein Grund zur Sorglosigkeit. Das Modellieren eines „Weiter-so“-Szenarios ohne Regulierungen war ein theoretischer Extremwert, dessen Wegfall die physikalische Realität der Erwärmung nicht korrigiert.Die physikalische Grenze: Ein Worst-Case von 3,5 Grad

Präzision im Kleinen, Unsicherheit im Großen
- Digitale Geodaten: Basieren auf unmittelbarer, verifizierbarer Positionierung (Breitengrad/Längengrad).
- Klimamodelle: Basieren auf probabilistischen Pfaden, die trotz politischer Eingriffe weiterhin in Richtung kritischer Schwellenwerte driften.
- Navigationsziel: Während wir im digitalen Raum ein exaktes Ziel ansteuern können, bleibt das globale Klimaziel ein bewegliches und hochgradig gefährdetes Ziel.
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