Ein 20-jähriger Mann aus Texas ist quer durch die Vereinigten Staaten gereist, um den Kopf der KI-Revolution, Sam Altman, zu töten. Daniel Moreno-Gama hinterließ in San Francisco eine Spur aus Feuer und Gewalt, die weit über einen simplen Akt von Vandalismus hinausgeht. Es ist ein beklemmender Fall, in dem ideologische Ablehnung von künstlicher Intelligenz in einen gezielten Attentatsversuch umschlug. Der Täter griff nicht nur das Privatleben des OpenAI-Chefs an, sondern stürmte auch das Hauptquartier des Unternehmens, getrieben von der Überzeugung, dass die Menschheit vor einer existenziellen Bedrohung steht.
Von Texas nach San Francisco: Ein geplanter Terrorakt
Die Ereignisse begannen an einem frühen Freitagmorgen. Moreno-Gama warf einen Molotowcocktail gegen das Haus von Sam Altman, wobei das Vorgartentor in Brand geriet. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und das Feuer löschte sich laut Polizeiangaben prompt von selbst, bevor die Einsatzkräfte eintrafen. Doch der Angreifer war nicht zufrieden. Weniger als eine Stunde später tauchte er am Hauptquartier von OpenAI auf.
Dort eskalierte die Situation erneut. Überwachungskameras hielten fest, wie Moreno-Gama Stühle gegen die Glastüren des Gebäudes schleuderte. Er drohte damit, das Gebäude niederzubrennen und jeden darin befindlichen Menschen zu töten. Die Polizei von San Francisco erkannte ihn als den selben Verdächtigen aus dem Angriff auf Altmans Privatresidenz und nahm ihn unmittelbar fest.
Das Manifest: Eine Anleitung zur Gewalt
Die Ermittler fanden bei der Verhaftung ein Dokument, das die beängstigende Tiefe der Planung offenbart. Moreno-Gama hatte dieses Manifest bereits am 10. April 2026 per E-Mail an Personen an seinem ehemaligen College in Texas gesendet. Die Schriften sind in drei Teile gegliedert und lesen sich wie eine radikale Absage an die moderne Technologie.
Der erste Teil trägt den Titel „Your Last Warning“ (Eure letzte Warnung). Darin behauptet Moreno-Gama, er habe bereits versucht, Sam Altman zu töten. Er schreibt explizit, dass er mit gutem Beispiel vorangehen müsse, wenn er andere dazu aufrufen wolle, Verbrechen zu begehen, um seine Aufrichtigkeit zu beweisen. Besonders alarmierend: Das Dokument enthält eine Liste mit Namen und Adressen von Vorstandsmitgliedern, CEOs von KI-Unternehmen und Investoren.
Im zweiten Teil widmet sich der 20-Jährige dem Risiko, das KI seiner Meinung nach für die gesamte Menschheit darstellt. Er spricht von einer „bevorstehenden Auslöschung“. Der dritte Teil ist ein direkter Brief an Altman. In diesem Schreiben schreibt er, dass er es als göttliches Zeichen werten würde, sollte Altman das Attentat überlebt haben, und fordert ihn auf, sich zu „erlösen“.
FBI-Razzien und die Jagd nach weiteren Beweisen
Die US-Behörden reagierten schnell. Am Montag, dem 13. April 2026, führten FBI-Agenten Durchsuchungen an zwei Standorten in Texas durch. Die Razzien betrafen ein Haus in Spring sowie eine Adresse in The Woodlands. Die Beamten suchten nach weiteren Beweisen für die Planung des Angriffs und möglichen Verbindungen zu anderen Personen.
San Francisco District Attorney Brooke Jenkins nutzte den Vorfall für eine dringende Warnung. Sie mahnte an, dass die Rhetorik rund um die künstliche Intelligenz immer hitziger werde. Jenkins forderte die Öffentlichkeit auf, die „Temperatur“ in den öffentlichen Diskursen zu senken. Sprache, die zu Gewalt anstachelt, könne fatale Folgen haben, wie dieser Fall deutlich zeigt.
Acting Attorney General Todd Blanche betonte ebenfalls, dass Gewalt niemals die Norm für den Ausdruck von Meinungsverschiedenheiten sein dürfe – egal, ob es um Politik, Technologie oder andere Themen geht. Der Fall Moreno-Gama zeigt eine gefährliche Entwicklung: Die Angst vor einer technologischen Zukunft führt bei einzelnen Individuen zu einer Radikalisierung, die in physische Angriffe auf Einzelpersonen umschlägt.
Wer ist Daniel Moreno-Gama genau?
Er ist ein 20-jähriger Mann aus Texas, der laut Ermittlungen aus einer tiefen ideologischen Ablehnung von künstlicher Intelligenz heraus handelte. Er reiste gezielt von Texas nach San Francisco, um Sam Altman und die Infrastruktur von OpenAI anzugreifen.
Welche konkreten Vorwürfe stehen im Raum?
Moreno-Gama wurde bereits wegen versuchten Mords angeklagt. Neben dem Brandanschlag mit einem Molotowcocktail auf das Haus von Sam Altman wird ihm der Angriff auf das OpenAI-Hauptquartier sowie die Erstellung einer Zieliste mit Adressen von KI-Führungskräften vorgeworfen.
Was bedeutet dieser Angriff für die KI-Branche?
Der Vorfall könnte dazu führen, dass Sicherheitsvorkehrungen für Führungskräfte in der Tech-Branche massiv verschärft werden. Er verdeutlicht zudem, dass die gesellschaftliche Polarisierung über die Zukunft der KI ein reales Sicherheitsrisiko darstellt und nicht mehr nur eine theoretische Debatte in Foren ist.