Am Montag, dem 13. Juli 2026, reduzierte Präsident Donald Trump die Größe der nationalen Monumente Bears Ears und Grand Staircase-Escalante in Utah um fast drei Millionen Hektar, was eine umstrittene Rückkehr zu einer Politik der öffentlichen Landverwaltung darstellt. Die Entscheidung, die von Umweltgruppen und indigenen Gemeinschaften kritisiert wird, wurde in der Oval Office des Weißen Hauses verkündet, wo Trump die Maßnahme als „Rückgabe des Landes an das Volk“ bezeichnete. Die Monumente, die ursprünglich unter Vorgängern geschaffen wurden, um kulturelle und historische Stätten zu schützen, werden nun erheblich kleiner.
Reduzierung der Schutzgebiete
Die zwei Monumente, die insgesamt mehr als 3,2 Millionen Hektar umfassten, wurden auf weniger als 123.000 Hektar reduziert, wie die AP News berichtete. Die Entscheidung, die von Utahs Gouverneur Spencer Cox, ein Republikaner, begrüßt wurde, wurde als Schritt zur Stärkung der staatlichen Kontrolle über die Landschaften dargestellt. „Die Frage war nie, ob sie geschützt werden sollen, sondern wie sie am besten geschützt werden können“, sagte Cox, der sicherstellte, dass die ausgeschlossenen Gebiete weiterhin unter bestehenden Bundes- und Staatsgesetzen geschützt seien.

Kritik aus Umwelt- und indigenen Kreisen
Die Reduzierung stieß auf heftige Kritik, insbesondere von Umweltgruppen und indigenen Vertretern, die die Aktion als rechtswidrig bezeichneten. „Die Antiquities Act erlaubt Präsidenten, Nationalmonumente zu schaffen, nicht zu widerrufen“, sagte Heidi McIntosh von Earthjustice, einer Umweltrechtsorganisation, in einer Stellungnahme. „Trump’s Angriff auf Bears Ears und Grand Staircase-Escalante ist genauso illegal wie im Jahr 2017.

Davina Smith-Idjesa, Mitglied der Navajo Nation und Co-Vorsitzende des Bears Ears Inter-Tribal Coalition, betonte die kulturelle Bedeutung der Region: „Unsere Verbindung zu diesem Ort kann nicht durch einen Schriftzug gelöscht werden.“ Die Monumente, die ursprünglich von Präsident Barack Obama 2016 als Schutz für archäologische Stätten und kulturelle Erbe geschaffen wurden, enthielten auch Uranium- und Kohleabbaugebiete, die für state officials von wirtschaftlicher Bedeutung sind.
Rechtliche Kontroversen
Die Antiquities Act, ein 1906 verabschiedetes Gesetz, gibt Präsidenten die Befugnis, Schutzgebiete zu schaffen, jedoch nicht zu reduzieren. Dennoch gibt es historische Beispiele, in denen Präsidenten ähnliche Maßnahmen ergingen. Laut der The Guardian haben seit 1912 mehr als ein Dutzend Präsidenten Proklamationen erlassen, die Monumente verkleinerten. Beispiele sind die Reduzierung des Mount Olympus National Parks durch Woodrow Wilson oder die Verkleinerung des Santa Rosa Island National Monument durch Harry Truman.
Politische und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Entscheidung unterstreicht die politische Kontroverse um die Verwaltung öffentlicher Landflächen in den westlichen Bundesstaaten. Trump und andere Republikaner setzen auf eine Erweiterung von Bohrungen, Bergbau und Forstwirtschaft, während sie Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten und Umweltregeln abschaffen. Die Utah-Regierung hatte sich seit langem gegen die Monumente ausgesprochen und argumentiert, dass der Staat die Kontrolle über seine eigenen Landschaften übernehmen sollte.

Die Reduzierung der Schutzgebiete könnte auch den Weg für weitere Entwicklungsmöglichkeiten öffnen, insbesondere in Regionen mit wertvollen Ressourcen wie Uranium und Kohle. Gleichzeitig warnen Umweltaktivisten vor langfristigen Schäden an der Natur und der Kultur.
Reaktionen und rechtliche Schritte
Die Umweltorganisation Earthjustice kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten, um die Schutzgebiete zu bewahren. „Heute’s Proklamationen sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich für die Schutzgebiete eingesetzt haben“, sagte McIntosh. Auch die Navajo-Nation betonte, dass die Region nicht nur als Land, sondern als lebendiges kulturelles Erbe betrachtet werde.
Die Entscheidung folgt auf eine Reihe von Maßnahmen, die Trump in seiner ersten Amtszeit ergriffen hatte, die jedoch von der Biden-Regierung rückgängig gemacht wurden. Die aktuelle Aktion unterstreicht die kontinuierliche Debatte um die Verwaltung von Nationalmonumenten und die Balance zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen.
Was kommt als nächstes?
Die künftigen Schritte hängen von rechtlichen Verfahren und politischen Entscheidungen ab. Umweltgruppen und indigene Gemeinschaften werden wahrscheinlich weiterhin gegen die Reduzierung vorgehen, während die Utah-Regierung und ihre Verbündeten die Entscheidung unterstützen könnten. Die Zukunft der Schutzgebiete bleibt ungewiss, und die Auseinandersetzung wird weiterhin auf politischer und rechtlicher Ebene stattfinden.
„Wir glauben, dass unter dem Antiquities Act die Monumente so klein wie möglich sein müssen, um die Antiquitäten zu schützen, und diese mehr Millionen Hektar großen Monumente passen nicht in diese Definition“, sagte Spencer Cox, der die Entscheidung als Schritt zur effektiveren Landverwaltung bezeichnete.
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