ECB Announces 36 Firms for Digital Euro Pilot
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 14. Juli 2026 36 Zahlungsdienstleister für das Pilotprojekt zum digitalen Euro ausgewählt, darunter die österreichischen Banken Raiffeisen Bank International (RBI) und BAWAG. Das Projekt, das in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten und zwölf Monate dauern soll, umfasst auch internationale Teilnehmer wie die Deutsche Bank und die Bank-Austria-Mutter UniCredit. Laut der EZB decken die 36 ausgewählten Unternehmen ein breites Spektrum an Geschäftsmodellen und Unternehmensgrößen ab. Das Pilotprojekt wird bei der EZB und insgesamt 19 nationalen Zentralbanken des Eurosystems durchgeführt, um Funktionen des digitalen Euros zu erproben. Die offizielle Einführung des digitalen Euros ist frühestens 2029 geplant.

RBI’s Cautious Stance Amid Digital Euro Push
Die RBI zeigte sich in einem Statement an die APA zurückhaltend zu dem Projekt. „Unsere grundsätzlich skeptische Haltung zur Frage, ob ein digitaler Euro aus Sicht der europäischen Souveränität tatsächlich erforderlich ist, hat sich nicht verändert. Gleichzeitig erkennen wir an, dass der digitale Euro entwickelt und eingeführt wird“, hieß es in der Erklärung. Die Bank betonte zudem ihr Vertrauen in die private Zahlungsinitiative Wero der European Payments Initiative (EPI), von dessen Potenzial sie überzeugt sei. Im Juni ist die Bank bei der EPI als Gesellschafter eingestiegen. Der digitale Euro und Wero verfolgen unterschiedliche Ziele: Während der digitale Euro eine von der EZB ausgegebene digitale Form des Euro sein und somit staatliches Geld darstellen würde, zielt Wero darauf ab, Überweisungen und Kartenzahlungen innerhalb Europas zu vereinfachen und europäische Alternativen zu Anbietern wie PayPal oder Visa zu schaffen.
Market Enthusiasm Drives Digital Euro Pilot Participation
Die EZB betonte das starke Marktinteresse an dem Pilotprojekt, das durch mehr als 50 Bewerbungen der Zahlungsdienstleister belegt sei. „Das starke Marktinteresse an dem Pilotprojekt zeigt die Bereitschaft des Privatsektors, sich aktiv zu beteiligen und das Projekt ‚digitaler Euro‘ zügig voranzutreiben, um die europäische Zahlungsverkehrslandschaft zu stärken“, sagte EZB-Direktor Piero Cipollone in einer Aussendung. Neben Beschäftigten der EZB und nationalen Zentralbanken sowie E-Commerce-Händlern sind auch Händler beteiligt, die Dienstleistungen des täglichen Bedarfs anbieten, wie in Cafeterien oder Restaurants. Die RBI wird im Projekt die Annahme des digitalen Euros unter Kundinnen und Kunden testen und deren Integration in bestehende Zahlungsangebote zum Ziel haben, anstatt parallele Systeme zu schaffen.
Public Awareness Lags as Digital Euro Nears Launch
Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom haben 52 Prozent der Deutschen bereits vom digitalen Euro gehört, aber nur 8 Prozent können erklären, was er sei. „Politik, Notenbanken und Wirtschaft müssen frühzeitig verständlich erklären, wie der digitale Euro funktioniert, welche Rolle er neben Bargeld und bestehenden digitalen Zahlungsmitteln spielt und vor allem, welchen Nutzen er hat“, betonte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die EZB peilt die Einführung des digitalen Euros für 2029 an. Der digitale Euro soll künftig als digitales Zentralbankgeld das Bargeld im Euroraum ergänzen und die Abhängigkeit des Online-Zahlungsverkehrs vor allem von US-Anbietern wie Visa, Mastercard oder PayPal verringern. Die Umfrage, die 1.004 Personen repräsentativ befragte, zeigte auch, dass 41 Prozent noch nie vom digitalen Euro gehört oder gelesen haben.
Blockchain Infrastructure Underpins Digital Euro Pilot
Die technischen Grundlagen des digitalen Euros beruhen auf der Blockchain-Technologie, die auf einer zentralen Abwicklungsplattform läuft, welche von der EZB betrieben wird. Händler können ihre Produkte mit dem Versprechen bewerben, dass Kunden überall in Europa sofort und ohne Hürden bezahlen können. Die meisten Händler – sowohl im virtuellen Shop als auch am stationären Point of Sale – müssen den digitalen Euro akzeptieren. Die EZB betonte, dass der digitale Euro nicht als Ersatz für Bargeld dienen soll, sondern als Ergänzung. Zudem wird die Beta-Version des digitalen Euros in der Pilotphase nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt, sondern lediglich zur Erprobung dienen.

ECB Stresses Private Sector Collaboration in Digital Euro Initiative
Die RBI betonte in ihrer Stellungnahme, dass sie ihre Erfahrungen und Kompetenzen für eine mögliche Umsetzung der Digitalwährung einbringen wolle. Zudem verwies die Bank auf ihre Beteiligung an der EPI, wo sie im Juni als Gesellschafter eingestiegen sei. Die EZB verwies auf die Bedeutung der Kooperation mit dem Privatsektor, um die europäische Zahlungsverkehrslandschaft zu stärken. Die Teilnahme der 36 Unternehmen, darunter auch internationale Akteure wie die Deutsche Bank, unterstreicht das breite Interesse an der Entwicklung des digitalen Euros. Die EZB betonte, dass das Projekt dazu diene, die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, bevor der digitale Euro in der gesamten Euro-Zone eingeführt werde.
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