US-Sondergesandter Steve Witkoff reist am Mittwoch nach Sankt Petersburg zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dies folgt auf konstruktive Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo am 20. Oktober 2026, bei denen auch Fortschritte bei der Raketenfrühwarnung erzielt wurden.
US-Sondergesandter Steve Witkoff bricht am Mittwoch zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Sankt Petersburg auf, wie unter anderem Reuters berichtet.
Die Mission schließt unmittelbar an ein hochrangiges Treffen in der norwegischen Hauptstadt Oslo an.
Today, we had important talks with our American partners and with our other partners from Europe. Steve Witkoff was also here with us in Oslo, and Jared Kushner joined us online.Ukraine immediately supported American proposal for an energy ceasefire. But Russia responded by… pic.twitter.com/WEGon2JjHA
Gespräche in Oslo und der Weg nach Sankt Petersburg
In Oslo kam der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag mit Steve Witkoff zusammen.
Dabei waren auch der per Video zugeschaltete Berater Jared Kushner sowie die Staats- und Regierungschefs Norwegens und Finnlands anwesend.
Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und der finnische Präsident Alexander Stubb bewerteten die Zusammenkunft als konstruktiv. Ein US-Offizieller erklärte gegenüber Axios, dass die Teilnehmer an einer umfassenden Rahmenvereinbarung gearbeitet hätten. Dabei seien neue Ideen und Vorschläge aus der Ukraine detailliert besprochen worden, um einen Weg für direkte trilateralen Verhandlungen zu ebnen.
Erleichterung bei der Frühwarnung und offene Fragen zur Luftverteidigung
Zelenskyj äußerte sich nach den Gesprächen erleichtert über die wiederhergestellte geheimdienstliche Zusammenarbeit. Nachdem Kiew zuvor eine zeitweilige Unterbrechung beklagt hatte, funktioniere die Frühwarnung vor anfliegenden Raketen wieder. Radio Free Europe/Radio Liberty zitierte den ukrainischen Staatschef entsprechend, wonach diese Warnsysteme für die Zivilbevölkerung unverzichtbar seien.
Ich spreche über die Frühwarnung, was sehr wichtig ist für unsere Leute, für Kinder, Erwachsene, Zivilisten, weil wir hören können, wenn ballistische [Raketen] kommen.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
US-Außenminister Marco Rubio wies Vorwürfe einer absichtlichen Unterstützungskürzung zurück. Dennoch bleiben Fragen zur Lieferung von Patriot-Abfangraketen offen, da europäische Bestände auf eine Freigabe aus Washington warten.
Der Kreml erwartet Einblicke in europäische und ukrainische Positionen
In Moskau blickt man dem Besuch des US-Gesandten mit Erwartungen entgegen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass Russland hoffe, Witkoff werde über die Kontakte in Oslo berichten, wie The Moscow Times meldete.

Unklar bleibt indes, ob das Treffen in Sankt Petersburg unmittelbar zu einer Annäherung in der Frage direkter Gespräche zwischen Moskau und Kiew führt.
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