Drei Jahre nach den Angriffen vom 7. Oktober fordert der US-Senator Chris Coons eine gründliche Überprüfung der Beziehungen zu Israel. Coons, der bald den Vorsitz des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen übernehmen könnte, zeigt sich angesichts des Gaza-Kriegs zudem offen für mögliche Sanktionen gegen Premierminister Benjamin Netanyahu.
Senator Chris Coons gilt seit langem als Unterstützer Israels. Doch in den vergangenen drei Jahren hat sich seine Haltung spürbar gewandelt. Laut einem Bericht von Politico spiegelt diese Entwicklung den Wandel anderer moderater Demokraten wider, seit der Hamas-Angriff am 7. Oktober eine militärische Reaktion auslöste, die von Kritikern als Völkermord an den Palästinensern in Gaza bezeichnet wurde.
Der Kurswechsel im Senat unter Coons
Coons stand einst Gesprächen über solche Maßnahmen ablehnend gegenüber. Seine jetzige Offenheit markiert eine deutliche Abkehr von früheren Positionen, während ihm als möglichem künftigen Vorsitzenden des einflussreichen Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen eine Schlüsselrolle in der künftigen Nahostpolitik der Vereinigten Staaten zukommen könnte.

Offenheit für Sanktionen und Siedlungsfragen
Dabei zeigte sich der Politiker aus Delaware sogar offen für Sanktionen gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu sowie für Diskussionen über den künftigen Umgang mit israelischen Siedlungen.
Druck vom linken Flügel nach den November-Wahlen
Nach den Wahlen im November steht die Partei vor schwierigen Entscheidungen. Insbesondere ein möglicher linker Flügel im neuen Kongress drängt laut den Berichten auf einen vollständigen Stopp von US-Waffenlieferungen an Israel.
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