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US launches strikes in Iran after attack on M/T Kiku

Das US-Militär hat am Samstag, den 27. Juni 2026, mehrere Ziele im Iran angegriffen, nachdem ein kommerzieller Tanker in der Straße von Hormuz beschossen wurde. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf den Drohnenangriff auf die M/T Kiku und markieren eine massive Eskalation trotz eines laufenden 60-tägigen Waffenstillstands zwischen Washington und Teheran.

Die Vergeltung für den Angriff auf die M/T Kiku

Die US-Streitkräfte haben laut einer offiziellen Erklärung des U.S. Central Command gezielte Schläge gegen iranische Infrastruktur geführt. Die Liste der Ziele ist spezifisch und zielt auf die operative Fähigkeit Teherans ab: angegriffen wurden militärische Überwachungsinfrastruktur, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstandorte, Drohnenauslieferungslager und Minenlegekapazitäten.

Auslöser für diese militärische Reaktion war die Attacke auf die M/T Kiku, einen unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker. Das Schiff transportierte mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl, als es am Samstagmorgen gegen 4:30 Uhr ET von einer iranischen Einweg-Angriffsdrohne getroffen wurde.

Dem Iran wurde die Chance gegeben, die Waffenstillstandsvereinbarung einzuhalten, doch er entschied sich dagegen, als seine Streitkräfte eine Einweg-Angriffsdrohne starteten, die heute Morgen um 4:30 Uhr ET die M/T Kiku traf.

U.S. Central Command, via CNBC

Während die US-Führung den Angriff als klaren Bruch des Waffenstillstands wertet, bleibt die Lage in der strategisch kritischen Wasserstraße volatil. Dennoch betonte das Central Command, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Meerenge trotz der aktuellen Kampfhandlungen fortgesetzt wird.

Ein Zyklus aus Drohnenattacken und Präzisionsschlägen

Ein Zyklus aus Drohnenattacken und Präzisionsschlägen
Photo: Al Jazeera

Die Ereignisse vom Samstag waren kein isolierter Vorfall, sondern der Höhepunkt einer Eskalationsspirale innerhalb einer einzigen Woche. Bereits am Donnerstag wurde die Ever Lovely, ein unter singapurischer Flagge fahrendes Frachtschiff, vor der Küste des Omans von einer iranischen Drohne angegriffen.

Am Freitag folgte die erste US-Reaktion. Präsident Donald Trump warf der Islamischen Republik eine törichte Verletzung des Waffenstillstands vor. In der Folge griff das US-Militär iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradarstationen an. Die Dynamik dieser Woche zeigt, dass beide Seiten die Schwelle für militärische Interventionen massiv gesenkt haben.

Die regionale Instabilität betrifft zudem weitere Akteure. Bahrain verurteilte am Samstag einen iranischen Drohnenangriff auf sein Territorium als eine offensichtliche Verletzung seiner Souveränität. Die geografische Ausweitung der Angriffe deutet darauf hin, dass Teheran versucht, Druck auf mehrere Fronten gleichzeitig auszuüben.

Das Scheitern des 60-Tage-Waffenstillstands

Die aktuellen Kampfhandlungen stehen in scharfem Kontrast zu den diplomatischen Bemühungen der letzten Wochen. Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatten erst vor knapp zehn Tagen ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Dieses Dokument sollte den Weg für einen dauerhaften Friedensvertrag ebnen und den Krieg beenden.

Das Ziel war ein 60-tägiges Zeitfenster für Verhandlungen, in dem die Feindseligkeiten ruhen sollten. Doch wie Al Jazeera berichtet, haben sich beide Parteien gegenseitig beschuldigt, die Vereinbarungen zuerst gebrochen zu haben.

Die strategische Bedeutung der Straße von Hormuz macht jede Verletzung des Waffenstillstands zu einem globalen Risiko. Ein einziger Tanker wie die M/T Kiku transportiert eine Menge an Rohöl, die bei einer Blockade oder massiven Angriffen die weltweiten Energiemärkte unmittelbar destabilisieren könnte.

Vorwürfe der IRGC und Teherans diplomatische Reaktion

Die Revolutionsgarden (IRGC) weisen die Verantwortung für die Eskalation zurück. In einer offiziellen Erklärung behauptete die IRGC Navy, dass die USA ihre Verpflichtungen unter verschiedenen Vorwänden verletzt hätten. Der Grund für die US-Luftangriffe sei laut Teheran lediglich die Passage eines Schiffes auf einer nicht autorisierten Route in der Straße von Hormuz gewesen.

Nach der Verletzung des Waffenstillstands durch das zionistische Regime im Süden des Libanons vor einigen Stunden hat das vertragsbrüchige US-Regime, wie immer, seine Verpflichtungen verletzt und unter verschiedenen Vorwänden die Küsten der Islamischen Republik Iran mit einem Luftangriff angegriffen, da ein verletzendes Schiff eine nicht autorisierte Route in der Straße von Hormuz passierte.

US Launches Strikes on Iran After Cargo Ship Attack in Strait of Hormuz
Vorwürfe der IRGC und Teherans diplomatische Reaktion
Photo: CNBC

This follows our earlier report, Iran and Israel Halt Exchanges of Fire.

For more on this story, see US launches new strikes on Iran after Trump vows to ‚hit them hard.

Read also: U.S. bombs Iranian military sites and Kuwait is hit by drone and missile fire.

Revolutionary Guard (IRGC), via CNBC

Die politische Führung im Iran sieht in den US-Schlägen einen Beweis für die Unzuverlässigkeit Washingtons. Ebrahim Azizi, Leiter der nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments, kritisierte die US-Führung scharf über soziale Medien.

Die USA haben den Iran mitten in den Verhandlungen erneut angegriffen. Der gescheiterte US-Präsident hat gezeigt, dass er keine Verpflichtung gegenüber den Prinzipien von Verhandlungen oder einem Waffenstillstand hat. Diese rücksichtslose Verletzung des Waffenstillstands wird, wie immer, zu einem Rückzug und Bedauern ihrerseits führen. Das gegenseitige Beschuldigen funktioniert nicht mehr.

Ebrahim Azizi, Leiter der nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments, via CNBC

Die IRGC gab zudem bekannt, dass ihre Marine auf die US-Angriffe reagiert habe, indem sie Positionen der US-Terrorarmee in der Region angriff. Damit ist der Kreis der Vergeltung geschlossen, was die Aussichten auf eine Rückkehr zu den Verhandlungen über den permanenten Friedensvertrag massiv verschlechtert.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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