Argentinien besiegte Jordanien am Sonntag, den 28. Juni 2026, mit 3:1 und feierte damit den 50. Sieg in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Laut 20 Minuten steigerte Lionel Messi seine Rekordmarke auf 19 WM-Tore, nachdem er als Einwechselspieler einen Freistoß verwandelte. Die Albiceleste zieht als Gruppensieger in das Sechzehntelfinale ein.
Messis 19. WM-Tor und der historische Rekord
Lionel Messi hat seine Position als erfolgreichster Torschütze der Weltmeisterschaftsgeschichte weiter gefestigt. Der 39-Jährige traf im Gruppenspiel gegen Jordanien per Freistoß und erhöhte seinen Zähler auf insgesamt 19 Treffer. Damit baut er seinen Vorsprung gegenüber Frankreichs Kylian Mbappé aus, der aktuell bei 16 Toren steht.

Besonders bemerkenswert ist die Konstanz des Superstars: Messi ist der erste Spieler in der Geschichte des Turniers, der in sieben aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens ein Tor erzielt hat. Zuvor hatte er bereits fünf Tore in den Partien gegen Algerien und Österreich erzielt, wobei Argentinien diese Spiele mit 3:0 beziehungsweise 2:0 gewann. Diese Serie unterstreicht seine Rolle als primäre Offensivwaffe, selbst wenn die Spielzeit aufgrund seines Alters angepasst wird.

Die Dynamik des Spiels änderte sich in der 60. Minute, als Messi eingewechselt wurde. Es war das erste Mal seit 20 Jahren, dass er ein WM-Spiel von der Bank aus begann. Trotz dieser ungewohnten Rolle blieb er der Mittelpunkt des Geschehens, was sich kurz nach seinem Einsatz in dem entscheidenden Freistoß-Treffer widerspiegelte. In der Turnierphase der Weltmeisterschaft ist ein solcher Einsatz als strategische Schonung zu werten, um den Kapitän für die physisch fordernden K.-o.-Runden frisch zu halten.
Lionel Scalonis Rotation und die Chance für Neulinge
Nationaltrainer Lionel Scaloni nutzte das letzte Gruppenspiel für eine weitreichende Kaderrotation. Wie BILD berichtet, stellte der 48-jährige Coach seine Startelf an neun Positionen um. Ziel war es, möglichst vielen Spielern eine Chance im Turnier zu geben, da der Einzug in die K.-o.-Runde als Gruppensieger bereits vor dem Anpfiff feststand.
In der Startformation übernahm der 21-jährige Shooting-Star Nico Paz die Rolle von Messi. Paz knüpft damit an eine familiäre Tradition an; sein Vater Pablo war bereits 1998 Teil des argentinischen WM-Kaders. Die Integration junger Talente wie Paz in die erste Mannschaft dient dazu, die Tiefe des Kaders zu testen und Alternativen für die kommenden Spiele zu schaffen, in denen Verletzungen oder Sperren die Aufstellung beeinflussen könnten. Auch Lautaro Martínez erhielt eine Pause und wurde durch Julian Álvarez ersetzt.
Die Strategie ging auf, da Argentinien das Spiel bereits ohne Messi kontrollierte. Giovani Lo Celso eröffnete in der 19. Minute per Freistoß die Partie. Lautaro Martínez erhöhte in der 31. Minute per Foulelfmeter auf 2:0, nachdem Nizar Al-Rashdan den Kopf von Marcos Senesi getroffen hatte. Jordanien konnte zwar in der 55. Minute durch Musa Al-Taamari auf 1:2 reduzieren, doch die Überlegenheit der Argentinier blieb bestehen.
Statistische Meilensteine und der Vergleich der WM-Mächte
Mit dem Sieg über Jordanien erreichte Argentinien eine historische Marke. Der 50. Sieg bei Weltmeisterschaften unterstreicht die Dominanz der Albiceleste in der Turniergeschichte. In der Weltmeisterschafts-Hierarchie ist die Anzahl der Siege ein zentraler Indikator für die langfristige Leistungsfähigkeit einer Nation über mehrere Jahrzehnte hinweg. Im Vergleich zu anderen Top-Nationen bleibt Argentinien jedoch hinter den Rekordhaltern zurück.
- Brasilien: 78 Siege
- Deutschland: 70 Siege
- Argentinien: 50 Siege
Während Jordanien seine erste WM-Endrunde als Gruppenletzter ohne einen einzigen Punkt beendete, demonstrierte Argentinien eine Tiefe im Kader, die für die kommenden K.-o.-Runden entscheidend sein wird. Dass das erste Tor des Turniers, das nicht durch Messi fiel, durch Lo Celso erzielt wurde, zeigt eine leichte Diversifizierung der Offensivgefährlichkeit, auch wenn die Abhängigkeit vom Superstar bei seinem Einwechslungs-Tor erneut sichtbar wurde.
Das Sechzehntelfinale im Stadion von Inter Miami
Die kommenden Tage bringen für Messi eine emotionale Komponente. Das Sechzehntelfinale wird im Stadion von Inter Miami ausgetragen, dem Verein, für den Messi seit 2023 spielt und den er im vergangenen Jahr zum MLS-Titel führte. Da die Weltmeisterschaft 2026 gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, sind die Spielorte über den nordamerikanischen Kontinent verteilt. Dieses Szenario gleicht einem Heimspiel für den Kapitän, da er in Miami eine enorme lokale Unterstützung genießt.

Laut FOCUS online haben neben Argentinien auch Österreich und Algerien ihren Platz in der nächsten Runde gesichert. Für die Albiceleste wartet nun ein Aufeinandertreffen mit dem WM-Debütant Kap Verde. Der Übergang in das Sechzehntelfinale markiert den Beginn der K.-o.-Phase, in der es keine zweiten Chancen mehr gibt und jedes Spiel über Verbleib oder Ausscheiden entscheidet.
Die Erwartungen an dieses Spiel sind enorm. Für Kap Verde wird die Begegnung gegen eine Mannschaft, die sowohl einen Rekordstürmer als auch eine funktionierende Rotation besitzt, zu einer historischen Herausforderung. Argentinien hingegen geht mit dem Momentum aus der Gruppenphase und einem physisch geschonten Messi in die Entscheidung.
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