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Welt

US-Benzinpreise steigen durch Konflikt mit dem Iran auf Rekordniveau

Kraftstoffpreise steigen im August 2026 im US-Bundesstaat Oregon sowie im gesamten Landesdurchschnitt weiter an. Grund dafür sind der anhaltende Konflikt mit dem Iran und die damit verbundene Schließung der Straße von Hormus, die den globalen Ölmarkt massiv belastet.

Die Kraftstoffpreise in Oregon und im gesamten Bundesgebiet klettern im August weiter nach oben. Wie die Automobilvereinigung AAA mitteilte, kletterte der nationale Durchschnittspreis für Normalbenzin in der vergangenen Woche um fünf Cent auf 4,07 Dollar pro Gallone. Das markiert den höchsten je gemessenen Wert für eine Mitte-August-Periode.

Kraftstoffpreise in Oregon und an der US-Westküste auf Höchststand

In Oregon erhöhte sich der Durchschnittspreis ebenfalls um fünf Cent auf 4,72 Dollar pro Gallone. Damit verzeichnet der Bundesstaat den zweithöchsten je registrierten Wert für Mitte August nach dem Rekord aus dem Jahr 2022. Die Westküste bleibt laut AAA die teuerste Region der Vereinigten Staaten. Kalifornien führt die Liste mit landesweit 5,57 Dollar pro Gallone an, gefolgt von Hawaii mit 5,42 Dollar und Washington mit 5,20 Dollar. Oregon belegt den sechsten Rang.

Verantwortlich für die stark erhöhten Zapfsäulenpreise ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Rohölpreise verharren seit dem 10. August beständig über der Marke von 80 Dollar. West Texas Intermediate, der US-amerikanische Benchmark für Rohöl, notierte um 85 Dollar, verglichen mit 83 Dollar in der Vorwoche und 63 Dollar im Vorjahr. Zum Vergleich: Am 28. Februar 2026, dem Tag der Luftangriffe von den USA und Israel auf den Iran, lag der nationale Durchschnittspreis für Normalbenzin noch bei 2,98 Dollar, während Oregon einen Durchschnitt von 3,92 Dollar verzeichnete.

Auswirkungen der Schließung der Straße von Hormus auf die globale Schifffahrt

Die Schifffahrtsaktivitäten durch die Straße von Hormus bewegen sich nach Angaben von AAA weiterhin weit unter dem Vorkriegsniveau von 100 bis 130 Schiffen pro Tag. Der Seeweg gilt als hochgradig gefährdet und streng reglementiert. Über diesen schmalen Durchgang des Persischen Golfs fließen im Normalfall rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls sowie raffinierter Produkte. Tanker transportieren dort Rohöl aus Förderländern wie Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, dem Irak und dem Iran.

US-Benzinpreise steigen durch Konflikt mit dem Iran auf Rekordniveau
Photo: katu.com

Marie Dodds, Öffentlichkeitsarbeit-Leiterin für AAA Oregon/Idaho, erklärte, dass erhöhte Rohölpreise die Zapfsäulenpreise für diese Jahreszeit höher als normal halten, und fügte hinzu, dass sich die Kraftstoffpreise im August oft beruhigen, wenn die sommerliche Fahrsaison ausklingt und die herbstlichen Alltagsroutinen zurückkehren.

Neben Benzin verzeichnen auch Dieselpreise spürbare Steigerungen. Der nationale Durchschnitt für Diesel legte im Wochenvergleich um 15 Cent auf 5,47 Dollar pro Gallone zu. In Oregon stieg der Dieselpreis um sechs Cent auf 5,56 Dollar. Rohöl bleibt mit einem Anteil von durchschnittlich rund 52 Prozent der größte Kostenfaktor bei der Herstellung von Benzin und Diesel.

Iranische Erklärungen zur Öffnung der Meeresstraße und Marktreaktionen an der Wall Street

Ungeachtet der regionalen Preisbelastungen an den US-Zapfsäulen reagierten die internationalen Ölmärkte und Börsen kurzzeitig auf Signale aus Teheran. Wie britische Medien berichteten, erklärten iranische Stellen, dass die Straße von Hormus für kommerzielle Tanker wieder vollständig passierbar sei, solange der Waffenstillstand in Libanon hält. Der Preis für US-Öl gab daraufhin um 9,4 Prozent nach und schloss bei 82,59 Dollar per Barrel, während die Nordseesorte Brent um 9,1 Prozent auf 90,38 Dollar fiel.

Strait of Hormuz: Iran leverages control of a critical chokepoint in the global oil trade

An der Wall Street sorgte der Rückgang der Ölnotierungen für deutliche Kursgewinne. Der S&P 500 stieg um 1,2 Prozent auf ein Rekordhoch, und der Dow Jones Industrial Average kletterte um 1,8 Prozent. US-Präsident Donald Trump betonte jedoch, dass die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine so lange in voller Stärke aufrechtchterhalten werde, bis eine umfassende Einigung über den Krieg erzielt sei. Marktbeobachter und Verbraucher müssen sich daher weiterhin auf volatile Preise einstellen, solange die Lage im Nahen Osten ungelöst bleibt.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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