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Unternehmen

US-Arbeitsmarktdaten stützen Aktien nach starkem Oktober-Bericht

Die US-Arbeitsmarktdaten für Oktober haben die Erwartungen übertroffen und die Aktienmärkte nach dem Kurseinbruch vom Vortag gestützt. Während der Dow Jones und der S&P 500 zulegten, reagierte der Bitcoin-Kurs volatil auf die neuen Konjunkturdaten und die Aussicht auf anziehende Zinsen.

Amerikanische Arbeitgeber haben im Oktober überraschend 165,000 Arbeitsplätze geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten im Mittel lediglich mit 59,000 neuen Stellen gerechnet. Zudem wurden die Daten der Vormonate deutlich nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 4,2 Prozent auf 4,1 Prozent, während die durchschnittlichen Stundenlöhne im Monatsvergleich um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 3,1 Prozent stiegen.

October Jobs Report Vastly Beats: Signals it Sends to AI Trade & Employers

Börsen erholen sich nach Technologie-Rücksetzer

Der robuste Arbeitsmarktbericht fing die Stimmung an den Finanzmärkten auf, nachdem Technologieaktien am Vortag den schwersten Einbruch seit April 2005 verzeichnet hatten. Allein Nvidia verzeichnete einen Kursverlust von mehr als 9 Prozent, was einem Rückgang der Marktkapitalisierung um rund 440 Milliarden US-Dollar entspricht (Bitcoin Magazine). Der technologielastige Nasdaq verlor zuvor rund 5,5 Prozent, und die sogenannten „Magnificent Seven verloren mehr als eine Billion US-Dollar an Marktwert.

Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten erholten sich die Indizes. Am frühen Nachmittag notierte der Dow Jones mit 51,462.34 Punkten um 0,12 Prozent niedriger, während der S&P 500 um 0,57 Prozent auf 7,395.45 Punkte stieg. Der Nasdaq legte um 1,21 Prozent auf 24,608.418 Punkte zu, berichtet USA Today.

Strong October jobs report crushes expectations

Bitcoin-Kurs schwankt zwischen Zinserwartungen

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnete am Donnerstag Nettoabflüsse in Höhe von 430,2 Millionen US-Dollar, angeführt von Fidelitys FBTC mit rund 200 Millionen US-Dollar und BlackRocks IBIT mit etwa 105 Millionen US-Dollar (Bitcoin Magazine). Der Bitcoin-Kurs zeigte nach den Daten eine kurze Aufwärtsbewegung über 76,100 US-Dollar, bevor er sich im Bereich um 75,500 US-Dollar einpendelte (Bitcoin Magazine Pro). Am Vortag hatte die Kryptowährung im Zuge des allgemeinen Risikoabbaus an den Aktienmärkten unter Druck gestanden und sich um 75,200 US-Dollar bewegt.

Die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes veranlasst Marktbeobachter zu neuen Einschätzungen über die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Olu Sonola, Chef-Wirtschaftsexperte für die USA bei Fitch, erklärte in einer Notiz: Die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes sorgt dafür, dass sich die Fed weiterhin auf die Inflation konzentriert, und treibt die politische Debatte noch stärker in Richtung einer Zinserhöhung im Dezember. Nach Veröffentlichung der Daten bezifferte das CME-FedWatch-Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung am 9. Dezember auf rund 79 Prozent (Bitcoin Magazine).

US-Arbeitsmarktdaten stützen Aktien nach starkem Oktober-Bericht
Foto: morningstar.com

Künstliche Intelligenz und Marktturbulenzen

Die jüngsten Marktturmobulzen hingen auch mit Bedenken zusammen, dass politische Veränderungen im US-Kongress nach den Midterm-Wahlen zu einer Verlangsamung der Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz führen könnten. Google kündigte zudem Investitionen in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar für ein Rechenzentrum in Wyoming an. OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar betonte jedoch gegenüber CNBC, dass das Unternehmen trotz der Wahlergebnisse weiter in KI-Infrastruktur investieren werde.

Analysten bewerten die Auswirkungen auf Technologie-Riesen unterschiedlich. Ironischerweise gehen Händler von der Vorstellung aus, dass [ein von den Demokraten kontrollierter Kongress] für die KI-Hyperscaler vielleicht gar nicht mal so schlecht sein muss, da sie gezwungen sind, ihre kostspieligen Investitionspläne zurückzufahren, die ihren Cashflow auffraßen, erläuterte XM-Analyst Raffi Boyadjian.

BLOWOUT: Latest jobs report claims economy is STRONG
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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