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Sport

Union Berlin verliert gegen Eintracht Frankfurt und bleibt punktlos

Die Fußballerinnen von Union Berlin stecken nach einer 0:1-Heim Niederlage gegen Eintracht Frankfurt tief im Abstiegskampf der Frauen-Bundesliga. Vor 5.717 Zuschauern an der Alten Försterei erzielte Laura Freigang am Montagabend den entscheidenden Treffer, während die Mannschaft von Trainerin Marie-Louise Eta auch im dritten Saisonspiel punktlos blieb.

Laura Freigangs Kopfball entscheidet das Duell an der Alten Försterei

Der Auftritt der Gäste aus Hessen brachte die Entscheidung in der 26. Minute. Für die Angreiferin war es bereits der dritte Saisontreffer im dritten Ligaspiel. Union Berlin fand in der Offensive wenig Mittel, während die Frankfurterinnen die Partie dominierten und weitere Gelegenheiten ungenutzt ließen. Für die Stürmerin ist Union ein Lieblingsgegner – im dritten Spiel traf sie zum vierten Mal gegen die Köpenickerinnen.

Noch vor dem Seitenwechsel hätte die Eintracht für deutlich größere Beruhigung sorgen können. Abwehrspielerin Sara Doorsoun vergab in der 35. Die Hessinnen setzten sich am Montagabend verdient mit 1:0 (1:0) beim aufstrebenden Team von Union Berlin durch, und die Eintracht steht nach drei Spieltagen damit bei sieben Punkten. Dennoch reichte der knappe Vorsprung aus, um die Auswärtspunkte zu sichern.

Standardschwäche und Fehlstart für Trainerin Marie-Louise Eta

Für die Köpenickerinnen, die mit hohen Ambitionen in ihre zweite Bundesliga-Saison gestartet waren, setzt sich der Fehlstart unter der neuen Trainerin fort. Statt an der Spitze mitzuspielen, finden sie sich jetzt auf Abstiegsplatz 13 wieder. Erneut erwies sich ein ruhender Ball als unlösbares Problem für die Hintermannschaft. Schon gegen Bayern kassierten sie das erste Gegentor nach einem Freistoß, den Klara Bühl direkt verwandelte.

Union Berlin verliert gegen Eintracht Frankfurt und bleibt punktlos
Photo: zeit.de

Trotz der sportlichen Talfahrt bittet die Vereinsführung um Ruhe. Geschäftsführerin Jennifer Zietz warb angesichts des großen Umbruchs um Geduld mit dem Team, das sich erst finden müsse. Die Mannschaft muss auch noch zusammenwachsen, erklärte Zietz mit Blick auf die neuen Trainingsinhalte und die hohen Ansprüche des Trainerteams, die für viele Spielerinnen eine spürbare Herausforderung darstellen. Die bisherigen Auftritte unter Marie-Louise Eta als neuer Trainerin seien unterschiedlich zu bewerten; gegen München habe man einen sehr guten Auftritt hingelegt, während das Ergebnis viel zu hoch ausfiel, und mit dem Spiel in Freiburg war man vor allem hinten heraus nicht zufrieden, so Zietz zu den Niederlagen von 1:4 gegen Bayern und 0:1 in Freiburg.

Kaderkorrekturen kurz vor Transferschluss und Marktbedingungen

Um dem sportlichen Trend entgegenzuwirken, verstärkte Managerin Jennifer Zietz den Kader kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal massiv. Mit der langjährigen Bremer Spielführerin Lina Hausicke (28) und der von Eintracht Frankfurt gekommenen Jella Veit (21) sowie der von Eintracht im Sommer verpflichteten Lisanne Gräwe (23) und der vom VfL Wolfsburg geholten 21-jährigen Außenverteidigerin Judit Pujols holte der Verein reichlich Bundesliga-Erfahrung an die Alte Försterei. Hausicke gab direkt ihr Startelf-Debüt, während Pujols in der 61. Minute eingewechselt wurde; Hausicke wurde in der zweiten Hälfte für die Ex-Frankfurterin Jella Veit ausgewechselt. Von ihrer Führungspersönlichkeit passt Hausicke perfekt zu uns, erklärte Zietz zu dem Neuzugang.

Union Berlin verliert gegen Eintracht Frankfurt und bleibt punktlos
Photo: BILD
Hattrick Is Not Enough! | UNION BERLIN – EINTRACHT FRANKFURT | Highlights | Matchday 1 – Bundesliga

Hinter den Kulissen spiegeln sich jedoch auch die strukturellen Hürden des aufstrebenden Frauenfußballs wider. Es gibt natürlich auch Spielerinnen, die in der Champions League dabei sein wollen, da sind wir noch nicht dabei, und im nächsten Jahr ist die WM, weshalb die eine oder andere befürchte, ohne die Champions League Nachteile bei der Nominierung zu haben, erklärte Jennifer Zietz zu den Herausforderungen bei der Kaderzusammenstellung.

Fan-Proteste und Blick auf die nächste Aufgabe

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Trainerstab um Marie-Louise Eta nicht. Doch mit Köln wartet am nächsten Samstag um 14 Uhr schon die nächste große Aufgabe, bei der die Mannschaft dringend den ersten Punktgewinn anstreben muss. Zum Einsatz kamen in der Partie gegen Frankfurt auf Berliner Seite Böhi im Tor sowie Janssens, Steinert (61. Pujols), Steuerwald, Schneider, Gräwe, Hausicke (71. Veit), Heiseler (60. Weidauer), Reissner (60. Bauereisen), Kamber und Campbell (83. Egli).

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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