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Ukraine-Russia war latest: Zelensky says phone call with Trump and Macron after G7 ‚could change a great deal

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am 16. Juni 2026 im Rahmen des G7-Gipfels in Evian-les-Bains mit US-Präsident Donald Trump zusammen. Nach einem koordinierenden Gespräch, das laut Selenskyj viel verändern könnte, forderte Kiew verstärkte Luftabwehr und Lizenzen zur Eigenproduktion, während Trump die russischen Verluste thematisierte und neue Sanktionen in Aussicht stellte.

Die diplomatischen Spannungen zwischen Macron und Trump

Die diplomatischen Spannungen zwischen Macron und Trump
Die Atmosphäre beim G7-Gipfel am Genfersee war von einer spürbaren Reibung zwischen Washington und den europäischen Verbündeten geprägt. Wie die New York Post berichtete, beschrieb der französische Präsident Emmanuel Macron ein bilaterales Treffen mit Donald Trump am Vorabend des Gipfels als schwierig. Diese Spannungen sind kein isoliertes Ereignis, sondern das Resultat einer belasteten Beziehung, die durch Trumps Konflikt mit dem Iran, seine Drohungen zur Annexion Grönlands sowie seine öffentlichen Kritiken an Selenskyj und der Ukraine verschärft wurde. Trump ist sein übliches Ich. Manchmal nett und manchmal nicht so nett.Europäischer Beamter, via NBC News Ein besonders aufschlussreicher Moment ereignete sich, als Macron und Selenskyj durch ein offenes Mikrofon beim Spaziergang über das Gelände des Hotel Royal abgehört wurden. In englischer Sprache ermutigte Macron den ukrainischen Präsidenten, länger beim Treffen zu bleiben, woraufhin Selenskyj mit seinem bevorstehenden Termin in Brüssel antwortete. Macron bot daraufhin an, ein persönliches Treffen zwischen Trump und Selenskyj zu arrangieren, nachdem dieser erwähnt hatte, Trump lediglich am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag angerufen zu haben.

Selenskyjs Forderungen und der Plan für ein trilaterales Treffen

Selenskyjs Forderungen und der Plan für ein trilaterales Treffen
Trotz der anfänglichen Distanz – Trump erschien 50 Minuten zu spät zur Gruppensitzung über die Ukraine und ignorierte Selenskyj zunächst – kam es am Ende zu einem intensiven Gespräch. Selenskyj nutzte die Plattform, um konkrete militärische und strategische Prioritäten zu definieren. Die ukrainische Führung setzt auf drei zentrale Säulen:
  • Die Lieferung weiterer Luftabwehrraketen und die Erteilung von Lizenzen zu deren Produktion in der Ukraine.
  • Ein Unterstützungspaket für den kommenden Winter.
  • Eine signifikante Erhöhung des Drucks auf die Russische Föderation.
Interessanterweise schlug Selenskyj bereits in einem Telefonat am Sonntag vor, dass Trump ein trilaterales Treffen mit Wladimir Putin in den USA ausrichten könnte. Laut Angaben des ukrainischen Präsidenten in einem Video auf X sei dies ein Format, in dem es für Putin viel schwieriger wäre, abzulehnen. Selenskyj sieht darin eine Chance, die diplomatische Dynamik zu seinen Gunsten zu verschieben, sofern Russland die Gelegenheit nicht erneut ausschlägt.

Trumps Einschätzung zur Lage an der Front

Macron & Zelensky Caught in Hot Mic Moment at G7 Talking About ‘Difficult' Meeting W/ Trump #shorts
Donald Trump zeigte sich in seinen Aussagen ambivalent. Einerseits räumte er ein, dass Wladimir Putin derzeit in der Offensive sei, behauptete jedoch gleichzeitig, dass Moskau mehr Soldaten verliere als die Ukraine. Diese Einschätzung fiel zeitlich eng mit neuen russischen Angriffen zusammen. Der französische Präsident Emmanuel Macron interpretierte die Gespräche als Wendepunkt. Wie die Independent übermittelte, erklärte Macron, dass Trump zur Kenntnis genommen habe, dass Russland keinen Frieden suche. Macron betonte, dass der G7-Gipfel einen echten Wandel im Ansatz der USA gegenüber der Ukraine gezeigt hat. Dies war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, welches viel verändern könnte. Das Wichtigste ist die Arbeit an der Stärkung unserer Verteidigung und die Erlangung von US-Lizenzen zur Herstellung von Luftabwehrsystemen.Wolodymyr Selenskyj Trump deutete zudem an, dass die USA weitere Sanktionen gegen Russland verhängen könnten, sollte Moskau keine konkreten Schritte zur Beendigung des Krieges unternehmen. Diese Drohung markiert eine mögliche Verschiebung in der US-Strategie, weg von reiner militärischer Unterstützung hin zu einer aggressiveren wirtschaftlichen Hebelwirkung.

Militärische Eskalationen in Kiew und Russland

Militärische Eskalationen in Kiew und Russland
Während die Diplomatie in Frankreich stattfand, verschärfte sich die Lage am Boden. In den frühen Morgenstunden des 18. Juni wurde Kiew erneut Ziel russischer ballistischer Raketen. Die Militärverwaltung der Hauptstadt rief die Bewohner zur sofortigen Evakuierung in Schutzräume auf. In Sumy wurde ein Todesopfer durch einen Drohnenangriff gemeldet. Gleichzeitig wehrte sich die Ukraine mit Angriffen tief im russischen Territorium:
  • Belgorod: Ein Drohnenschlag tötete einen Mann in seinem Auto.
  • Rostow: Ein Angriff führte zu einem Todesfall, zwei Verletzten und Bränden in zwei Gewerbeeinrichtungen.
  • Moskau: In der südöstlichen Region Kapotnya wurden in den frühen Morgenstunden Flammen und dichte Rauchwolken gesichtet.
Parallel dazu meldete das britische Verteidigungsministerium einen Vorfall auf See. Die russische Fregatte Admiral Grigorovich soll Warnschüsse abgegeben haben, nachdem sie versucht hatte, eine Yacht zu kontaktieren, um eine Kollision zu vermeiden. Während das russische Verteidigungsministerium behauptete, seine Seeleute hätten in strikter Übereinstimmung mit internationalen Schifffahrtsvorschriften gehandelt, wird der Vorfall im Kontext einer britischen Beschlagnahmung eines sanktionierten russischen Schiffes im Ärmelkanal gesehen.

Nächste Schritte bei der NATO in Brüssel

Die diplomatische Offensive Selenskyjs setzt sich heute, am 18. Juni 2026, in Brüssel fort. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass der ukrainische Präsident an einem Treffen der Ukraine Defence Contact Group teilnehmen wird. Diese Allianz ist das zentrale Koordinierungsorgan für die militärische Unterstützung Kiews. Die Kombination aus den G7-Ergebnissen und dem NATO-Treffen deutet darauf hin, dass Kiew versucht, die USA unter Trump in eine verbindlichere Unterstützung zu drängen, bevor die Wintermonate beginnen. Ob Trumps Drohungen mit neuen Sanktionen und Selenskyjs Vorschlag eines Gipfeltreffens in den USA tatsächlich zu einem Durchbruch führen, bleibt abzuwarten. Die unmittelbare Zukunft wird davon abhängen, ob Washington die versprochenen Lizenzen für die Luftabwehr tatsächlich erteilt.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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