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UEFA prüft globale Nations League, um FIFA-Präsident Gianni Infantino zu stürzen

Die UEFA prüft eine globale Nations League, um FIFA-Präsident Gianni Infantino zu stürzen, nachdem seine Pläne zur Privatisierung der Weltmeisterschaft gescheitert sind.

Die UEFA hat nach Berichten von «The Times» Pläne für eine eigene globale Nations League entwickelt, um den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino zu stürzen. Der Walliser hatte Pläne zur Veräußerung von WM-Rechten an private Investoren zurückgezogen, nachdem er massive Kritik erfahren hatte. Die UEFA fordert zudem die Aufbewahrung aller Unterlagen zu den gescheiterten Verkaufsvorschlägen und prüft rechtliche Schritte.

Globale Nations League als Konkurrenz zur WM

Die UEFA will eine interkontinentale Nations League als Konkurrenz zur Weltmeisterschaft etablieren, um die FIFA zu schwächen. Der Plan, der bereits 2017 diskutiert wurde, sieht vor, Länder in verschiedenen Stärkeklassen gegeneinander spielen zu lassen. Die Endrunde würde mit dem Viertelfinale beginnen. Portugals Erfolg bei der Nations League 2025 unterstreicht das Potenzial des Formats.

UEFA prüft globale Nations League, um FIFA-Präsident Gianni Infantino zu stürzen
Photo: Vietnam

«Alle sind fest davon überzeugt, dass er gehen muss, und wenn nicht, werden wir alle notwendigen Massnahmen ergreifen», sagte eine anonyme Quelle der Uefa gegenüber «The Times». Die Organisation will auch Großmächte wie Brasilien oder Argentinien in die Pläne einbeziehen, obwohl derzeit nur noch die Südamerikaner und Afrikaner offiziell hinter Infantino stehen.

Trump-Unterstützung und interne Kritik

US-Präsident Donald Trump unterstützt Infantino, nachdem dieser eine gemeinsame WM mit Kanada und Mexiko organisiert hat. «Gianni Infantino hat uns enorm geholfen, die beste Weltmeisterschaft der Geschichte auszurichten», zitierte die britische Zeitung «Daily Express» eine Quelle aus dem Weißen Haus. Trotzdem wird Infantino von vielen europäischen Fußballfunktionären kritisiert.

UEFA prüft globale Nations League, um FIFA-Präsident Gianni Infantino zu stürzen
Photo: 20min

Der englische Fußballverband (FA) bereitet ein Schreiben vor, in dem er seine Unterstützung für Infantinos Wiederwahl zurückzieht. Die UEFA kritisierte seinen «dubiosen Deal», der das Vertrauen in die Organisation untergraben habe. Der nord- und mittelamerikanische Fußballverband CONCACAF forderte eine «umfassende Überprüfung» seiner Präsidentschaft.

Rechtliche Schritte und interne Konflikte

Die UEFA prüft rechtliche Schritte gegen Infantino und hat einen Brief über US-Anwälte der Uefa an den FIFA-Präsidenten gesendet.

Die Organisation will zudem sicherstellen, dass alle Unterlagen zu den Verkaufsplänen aufbewahrt werden, um Beweismittel zu schützen. Die UEFA und die Concacaf boykottieren zudem Fifa-Turniere, falls Infantino an seiner Idee festhält. Laut «Politico» könnte PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi bei der nächsten FIFA-Wahl im März 2027 als Kandidat auftreten.

Infantinos Zukunft und internationale Reaktionen

Infantino steht vor einer Herausforderung, da die UEFA und andere Verbände Druck ausüben.

FIFA, Gianni Infantino and the World Cup boycott threat explained | BBC News

Die Zukunft von Infantino hängt von der Unterstützung der 211 FIFA-Mitgliedsverbände ab. Die UEFA, der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf sowie der asiatische Verband AFC üben gemeinsam Druck aus. «Unprecedented, incomprehensible and unjustifiable» lautete die Kritik der UEFA an Infantinos Entscheidungen.

Die UEFA will im Falle eines weiteren Verbleibs von Infantino die globale Nations League aktivieren. Die Organisation betonte, dass «die Integrität des Spiels auf dem Spiel steht».

Die weiteren Schritte der UEFA und der FIFA bleiben unklar. Die Organisationen müssen entscheiden, ob sie eine eigene WM-Formel entwickeln oder die aktuelle Struktur beibehalten. Die Entscheidung wird die Zukunft des Fußballs maßgeblich prägen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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