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Unterhaltung

Tupac-Mordprozess: Zeuge belastet Sean „Diddy“ Combs mit Kopfgeld-Vorwurf

Im laufenden Prozess um den Mord an Tupac Shakur im Jahr 1996 haben Zeugenaussagen in Las Vegas erneut den Namen Sean „DiddyCombs ins Spiel gebracht. Ein ehemaliger LAPD-Ermittler berichtete von Vorwürfen, Combs habe ein Kopfgeld auf Shakur und Suge Knight ausgesetzt. Combs, der derzeit in Haft sitzt, hat jegliche Verwicklung bestritten.

Zeugenaussagen im Mordprozess gegen Duane „Keffe D“ Davis

Der Prozess gegen den ehemaligen Gang-Anführer Duane „Keffe D“ Davis, der wegen des Mordes an Tupac Shakur vor Gericht steht, hat eine neue Dimension erreicht. Wie unter anderem BILD berichtet, belasteten Aussagen im Zeugenstand den Musikmogul Sean „DiddyCombs. Im Zentrum steht der Vorwurf, Combs habe ein Kopfgeld in Höhe von 1 Million US-Dollar für die Tötung von Shakur und dessen Label-Chef Suge Knight geboten.

Der pensionierte LAPD-Ermittler Daryn Dupree sagte vor Gericht aus, dass Davis ihm gegenüber in einem früheren Verhör behauptet habe, Combs habe das Geld über einen Kontaktmann namens Eric „Von Zip“ Martin auszahlen wollen. Laut The Hollywood Reporter gab Dupree an, Davis habe versucht, diese Verbindung zu nutzen, doch die Zahlung habe ihn nie erreicht. Diese Theorie, die bereits seit Jahrzehnten in True-Crime-Kreisen kursiert, basiert primär auf den Aussagen von Davis, die dieser laut TMZ in einem informellen Kontext gegenüber Ermittlern machte.”

Dementi aus dem Umfeld von Sean Combs

Das Lager von Sean „Diddy“ Combs reagiert auf die erneuten Anschuldigungen mit deutlicher Zurückweisung. Quellen aus dem Umfeld des inhaftierten Rappers bezeichneten die Vorwürfe gegenüber TMZ als bogus und betonten, dass Combs in keiner Weise in den Mord an Shakur verwickelt sei.”

Tupac-Mordprozess: Zeuge belastet Sean „Diddy“ Combs mit Kopfgeld-Vorwurf
Photo: WDR

Die Verteidigung von Davis versucht derweil, die Glaubwürdigkeit ihres Mandanten zu erschüttern, indem sie behauptet, dieser habe seine Geschichten über die Jahre hinweg für Geld und mediale Aufmerksamkeit ausgeschmückt.

Hintergrund: Die Rivalität zwischen Bad Boy und Death Row

Die Anschuldigungen sind tief in der Geschichte der Hip-Hop-Szene der 1990er Jahre verwurzelt. Damals standen sich die von Combs gegründete Plattenfirma Bad Boy Records und das von Suge Knight geführte Death Row Records in einer erbitterten Rivalität gegenüber. BR berichtet, dass die Ermittler davon ausgehen, dass diese Fehde maßgeblich zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen beitrug, die in den Morden an Tupac Shakur und später Christopher „The Notorious B.I.G.Wallace gipfelten.

Tupac-Mordprozess: Zeuge belastet Sean „Diddy“ Combs mit Kopfgeld-Vorwurf
Photo: BILD

Der aktuelle Prozess konzentriert sich auf die Ereignisse der Nacht vom 7. September 1996 in Las Vegas. Davis, der als einziger Überlebender im Fahrzeug der mutmaßlichen Schützen gilt, wurde im September 2023 festgenommen. Während er in seinen 2019 veröffentlichten Memoiren noch Details über die Tatnacht schilderte, betont er heute seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf die früheren Aussagen von Davis sowie auf Zeugenaussagen, um die Hintergründe des Anschlags zu beleuchten, bei dem Shakur tödlich verletzt wurde und Suge Knight überlebte.

Rechtliche Situation und weitere Zivilklagen

Der Mordprozess ist nicht das einzige juristische Verfahren, das das Umfeld von Sean Combs belastet. Parallel dazu sieht sich der Rapper mit zahlreichen Zivilklagen konfrontiert, in denen ihm unter anderem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Laut WDR wurden im Oktober weitere Klagen eingereicht, die Vorwürfe aus den Jahren 2000 bis 2022 betreffen. Die Staatsanwaltschaft New York ermittelt zudem im Kontext der sogenannten „Freak Offs, bei denen Combs Machtpositionen ausgenutzt haben soll, um Opfer zu sexuellen Handlungen zu zwingen.

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Obwohl diese Zivilklagen und die strafrechtlichen Vorwürfe gegen Combs getrennt vom Mordfall Tupac Shakur zu betrachten sind, tragen sie zur massiven öffentlichen Aufmerksamkeit bei, die den aktuellen Prozess gegen Davis begleitet. Die Familie von Tupac Shakur hatte zudem im Mai eine eigene Zivilklage eingereicht, um mögliche Hintermänner des Mordes zur Rechenschaft zu ziehen, wie BR berichtet. Ob der Prozess gegen Davis letztlich neue Beweise für eine direkte Beteiligung von Combs liefern kann oder ob die Behauptungen weiterhin im Bereich der Spekulation bleiben, wird der weitere Verlauf der Verhandlung zeigen.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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