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Welt

Trump dringt Hafenexpansion in Oakland voran

Präsident Donald Trump treibt im Juni dieses Jahres den Ausbau des Hafens von Oakland voran und stellt Millionen für Kohleprojekte bereit. Dagegen formiert sich eine breite Protestbewegung von Seniorinnen bis Umweltschützern, die massive gesundheitliche Gefahren durch den geplanten Kohletransport beklagen.

Am Rande von Downtown Berkeley singt ein Chor älterer Frauen, die sich „1000 Grandmothers for Future Generations“ nennen, ein schlichtes Lied: „Bye bye coal. Bye bye filthiness. Hello healthiness“ („Tschüss, Kohle. Tschüss, Dreck. Hallo, Gesundheit“). Sie stehen an der Straßenecke University und Bonar, bewaffnet mit bunten Schildern wie „Keep Trump’s dirty coal out of the East Bay. Eine Demonstrantin hat sich gar einen Papp-Kohlezug umgebunden und bläst in eine Tröte, die wie ein herannahender Zug klingt.

Millionen für das Kohleterminal und der Widerstand in Oakland

Der Ursprung des Streits liegt im Hafen von Oakland, dem drittgrößten an der amerikanischen Westküste. Der Investor Phil Tagami hatte den Plan für eine Verladestation verfolgt, was zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen führte. Ein Gericht entschied im Herbst 2025, dass die Stadt Oakland ein Kohleverbot nicht rückwirkend auf einen bereits genehmigten Pachtvertrag anwenden könne. Ob Tagami die finanziellen Mittel besaß, blieb zunächst offen. Das änderte sich im Juni 2026, als Präsident Donald Trump die Bereitstellung von 700 Millionen Dollar für 13 Kohleprojekte im Land ankündigte, darunter 75 Millionen Dollar speziell für das Kohleterminal im Hafen von Oakland.

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„Bis zum Sommer 2028 werden jährlich über 12 Millionen Tonnen saubere, hochwertige Kohle in Länder auf der ganzen Welt verschifft, erklärte Trump während einer Pressekonferenz. In einer Region, in der Trump bei Wahlen teils Ergebnisse im einstelligen Bereich verzeichnete, wirkte diese Zusage wie Öl ins Feuer. Die Nachbarstädte Richmond, Emeryville, Martinez, Albany und El Cerrito schlossen sich dem Protest an, gefolgt von Umweltschützern, Gewerkschaften und Gesundheitsorganisationen. Auch der Stadtrat von Berkeley stimmte im Juni 2026 deutlich gegen den Kohletransport durch seine Gemeinde.

Historische Belastung und die Sorge um die Gesundheit in West Oakland

Der Protest hat tiefere Wurzeln in West Oakland, einem historisch schwarzen Viertel direkt am Hafen. Die Gegend leidet bis heute unter den Folgen des sogenannten „Redlining“ aus dem Jahr 1934, bei dem Wohngegenden nach dem „National Housing Acteingeteilt wurden. Später zerschnitten mehrere Freeways wie der 880er, der 980er und der 580er das Viertel.”

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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