Vitamin D wird am besten zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit aufgenommen, um die Absorption des fettlöslichen Vitamins zu maximieren. Experten der Cleveland Clinic empfehlen die Einnahme am Morgen, um sie mit dem natürlichen Sonnenlicht und dem Frühstück zu synchronisieren, wobei die Dosierung stark vom Alter und der Hautfarbe abhängt.
Warum das Frühstück der beste Zeitpunkt für die Einnahme ist
Es gibt keinen universell festgeschriebenen Zeitpunkt für die Einnahme von Vitamin D, doch die biologische Beschaffenheit des Vitamins gibt eine klare Richtung vor. Da Vitamin D fettlöslich ist, benötigt der Körper Fette und Öle, um es aufzulösen und effizient aufzunehmen. Eine Einnahme während einer vollwertigen Mahlzeit erhöht die Absorptionsrate erheblich. Da das Frühstück oft die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, stellt der Morgen den idealen Zeitpunkt dar. Zudem erreichen die Vitamin-D-Spiegel im Körper tagsüber durch die Sonnenexposition ohnehin ihren Höhepunkt. „Stellen Sie Ihre Vitamin-D-Flasche auf den Frühstückstisch, um sicherzustellen, dass Sie die Medikamente nicht vergessen. Es wird auch dazu beitragen, dass Sie sie zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen.“ Dr. Chad Deal, Rheumatologe an der Cleveland Clinic Eine Einnahme am Abend hingegen ist umstritten. Laut einer Überprüfung aus dem Jahr 2021 könnte die späte Einnahme die Produktion von Melatonin hemmen, dem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Während einige Studien eine Verbesserung des Schlafs nahelegen, warnen Experten davor, Supplemente unmittelbar vor dem Zubettgehen ohne begleitende Mahlzeit einzunehmen, da dies die Aufnahme einschränken könnte.Der Einfluss auf das biologische Altern und die Zellgesundheit
Sonnenvitaminsreicht weit über die reine Knochenstabilität hinaus. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Absorption von Kalzium im Darm und unterstützt die Funktion des Nervensystems sowie des Gehirns. Eine am 22. Mai 2025 in The American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie, auf die Today verweist, deutet darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung das biologische Altern verlangsamen könnte. Konkret geht es dabei um den Erhalt der Telomere – die Schutzkappen an den Enden der Chromosomen. Ein Verkürzen dieser Telomere wird eng mit der Entwicklung altersbedingter Krankheiten verknüpft. „Vitamin D hat zwei Hauptaufgaben: dabei zu helfen, dass Kalzium in die Knochen gelangt, was diese stark hält, und das Immunsystem zu unterstützen, damit es Infektionen bekämpfen kann.“ Julia Zumpano, registrierte Diätassistentin am Cleveland Clinic Center for Human Nutrition Neben der Immunabwehr ist das Vitamin essenziell für das Zellwachstum, wie Dr. Natalie Azar betont. Bei Erwachsenen hilft es in Kombination mit Kalzium, Osteoporose vorzubeugen, während es in der Kindheit entscheidend ist, um eine Rachitis – die Erweichung der Knochen – zu verhindern.
Die effektivsten Fischquellen für die natürliche Versorgung
- Regenbogenforelle: 645 IE (81 % des DV) – reich an Omega-3-Fettsäuren und Selen.
- Lachs (Sockeye): 570 IE (72 % des DV) – enthält das Antioxidans Astaxanthin.
- Schwertfisch: 566 IE (71 % des DV) – hohe Nährstoffkonzentration, jedoch mit Warnhinweisen behaftet.
- Makrele (Atlantik): 547 IE (69 % des DV) – unterstützt kognitive und neurologische Funktionen.
- Sardinen: 178 IE (22 % des DV pro Dose) – liefern zusätzlich Kalzium durch die essbaren Gräten.
Individuelle Risikofaktoren und die empfohlenen Tagesmengen
Die Effektivität von Supplementen und der tatsächliche Bedarf sind nicht für jeden gleich. Mehrere biologische und geografische Faktoren bestimmen, wie viel Vitamin D ein Mensch tatsächlich benötigt und wie gut er es aufnehmen kann. Ein wesentlicher Faktor ist die Hautfarbe. Menschen mit dunkleren Hauttönen besitzen mehr Melanin, welches die Umwandlung von UV-Strahlen in Vitamin D in der Haut erschwert. Ebenso sinkt die Effizienz der Vitamin-D-Synthese mit zunehmendem Alter, da ältere Erwachsene Sonnenlicht schlechter verwerten können. Auch die geografische Lage und Arbeitszeiten (z. B. Nachtschichten) reduzieren die natürliche Exposition. Die National Institutes of Health (NIH) geben folgende Richtwerte für die tägliche Aufnahme vor:| Altersgruppe | Empfohlene Menge (mcg) | Internationale Einheiten (IE) |
|---|---|---|
| Kinder (1–18 Jahre) | 15 mcg | 600 IE |
| Erwachsene (18–70 Jahre) | 15 mcg | 600 IE |
| Senioren (über 70 Jahre) | 20 mcg | 800 IE |
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