Zum Inhalt springen
Technik und Wissenschaft

T-Mobile verlangt 5 Dollar monatlich für neues Apple iPhone Handoff

Apple hat das neue Betriebssystem iOS 27 veröffentlicht und dabei das Feature iPhone Handoff vorgestellt, mit dem Nutzer eine einzige Mobilfunknummer auf zwei verschiedenen iPhones verwenden können. Zum Start am 14.

Das Prinzip von iPhone Handoff und die ersten Details

Das neue Feature iPhone Handoff war erstmals im Juni bei der Entwicklerkonferenz WWDC kurz auf einer Übersichtsfolie angeteasert worden, ohne dass Apple seinerzeit nennenswerte Details genannt hatte. Auf einem Event im September präsentierte Kaiann Drance, die Vizepräsidentin für iPhone-Produktmarketing, schließlich konkrete Funktionsweisen des Dienstes.

Laut eines ungenannten Apple-Sprechers verbessere iOS 27 die Konnektivität durch intelligentere Übergänge zwischen Mobilfunk- und WLAN-Netzwerken und führe iPhone Handoff ein, wodurch man eine einzige Mobilfunknummer auf zwei iPhones nutzen könne; die Nummer sei dabei auf jedem iPhone, das man gerade zur Hand nehme, sofort aktiv.

iPhone Handoff Will Let You Use One Number on Two Phones
Photo: CNET

Für die Nutzung werden zwei iPhones mit iOS 27 oder neuer benötigt, die mit demselben Apple Account verbunden sein müssen. Zudem müssen WLAN sowie FaceTime, iMessage und die Nachrichten in iCloud auf beiden Geräten aktiviert sein. Nutzer können die Funktion während der Einrichtung eines neuen iPhones oder über die Einstellungen im Bereich Mobilfunk aktivieren. Dabei wird eines der Geräte als primäres iPhone mit der Haupt-eSIM festgelegt, während das zweite Gerät eine Companion-eSIM erhält. Bestimmte Dienste wie Anrufweiterleitungen, die Anrufer-ID und die Verwaltung des Tarifs lassen sich ausschließlich auf dem Hauptgerät steuern. Werden beide Geräte entsperrt, wechselt die aktive Nummer automatisch.

Kosten und Tarife bei T-Mobile und der Deutschen Telekom

Während Apple das Feature ankündigte, blieben die genauen Zusatzkosten für die Mobilfunktarife zunächst in der offiziellen Keynote unerwähnt. Wie 9to5mac berichtete, verlangt T-Mobile in den Vereinigten Staaten eine monatliche Gebühr von 5 US-Dollar für die Nutzung von iPhone Handoff. Das Unternehmen listet die Option als Teil seiner Angebote zum neuen iPhone-Lineup, bei dem unter anderem Tarife wie Experience Beyond und Go5G Next beworben werden.

268735_iPhone_18_Pro_NPatel_0011
Photo: The Verge

In Deutschland geht die Deutsche Telekom einen anderen Weg der Abrechnung. Laut ComputerBase ist die Deutsche Telekom exklusiver Launch-Partner in Deutschland. Das Feature integriert die Verwaltung von Multi-SIM-Karten nativ in iOS 27, sodass Kunden keine separaten Apps wie MeinMagenta oder Netzwerkbefehle mehr benötigen. Die Funktion an sich erfordert keinen separaten Einzeltarif für Handoff, sondern ist Bestandteil des regulären Multi-SIM-Angebots der Telekom. Das Hinzubuchen einer Multi-SIM kostet bei bestehenden MagentaMobil-Tarifen 6,95 Euro im Monat, während in höheren Tarifen wie MagentaMobil L bereits eine und in MagentaMobil XL zwei Multi-SIM-Karten ohne Zusatzkosten enthalten sind.

Einsatzorte, internationale Partner und weitere Aussichten

Zum Start beschränkt sich die Unterstützung auf ausgewählte Netzanbieter weltweit. Wie PCMag anmerkt, gehören T-Mobile in den USA und die Deutsche Telekom in Deutschland zu den einzigen exklusiven Partnern zum Start der Software. Weitere große Anbieter wie Verizon in den Vereinigten Staaten und EE im Vereinigten Königreich sollen den Dienst nach Angaben von Apple noch vor Ende des Jahres in ihre Netze integrieren.

Apple iPhone Handoff in iOS 27 – Use One Mobile Number on Two iPhones | iOS 27 Handoff Feature

In Märkten ohne entsprechende Netzanbieterunterstützung bleibt das Feature vorerst ungenutzt. VietnamNet berichtete beispielsweise, dass die Funktion in Vietnam mangels lokaler Netzunterstützung zum Start nicht verfügbar ist. Auch in Bezug auf Apple Pay und Dokumente im Wallet gibt es Einschränkungen: Während Zahlungskarten und Autoschlüssel auf beiden gekoppelten Geräten parallel funktionieren, bleiben Transponder wie ÖPNV-Karten, Ausweise oder Mitarbeiterausweise strikt auf ein Gerät beschränkt.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.