Steven Kolb has resigned as CEO and president of the Council of Fashion Designers of America after a video showed him physically restraining two animal rights activists during a New York Fashion Week runway show. The unexpected departure ends his two-decade tenure leading the prominent U.S. fashion industry trade group.
Rücktritt nach Handgreiflichkeiten bei der New York Fashion Week
Der langjährige Chef des Council of Fashion Designers of America, Steven Kolb, hat am Freitag seinen Rücktritt erklärt (nach Angaben der Associated Press). Der Schritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem er während einer Modenschau der H&M-Tochtermarke COS bei der New York Fashion Week zwei Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta körperlich attackiert und fixiert hatte (wie Branchenmedien berichteten).
In einer auf seiner Substack-Seite veröffentlichten Erklärung äußerte sich Kolb zu seinem Abschied: Nach zwanzig Jahren an der Spitze der CFDA habe er die schwierige Entscheidung getroffen, als CEO und Präsident zurückzutreten, so Kolb, der das Amt insgesamt zwei Jahrzehnte lang ausgeübt hatte, davon 15 Jahre als eigentlicher CEO.
Der Vorfall bei der COS-Modenschau und die Reaktionen
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, als Aktivisten versuchten, die Präsentation der Herbst-Winter-Kollektion 2026 von COS zu stören, um gegen die Verwendung von Wolle durch den H&M-Konzern zu protestieren. Auf im Internet verbreiteten Videos ist zu sehen, wie Kolb eingriff, eine Aktivistin zu Boden rang, ihr den Mund zuhielt und auch den Demonstranten Mason Melito von sich stieß.
There is no justification for physically restraining another person. Security should have handled the situation, and I should have stepped back. Steven Kolb, ehemaliger CEO der CFDA
Betroffene und Organisationen reagierten schockiert. Mason Melito schilderte den Vorfall gegenüber britischen Medien als beängstigend und bezeichnete das Verhalten als völlig unangebracht (berichtet von The Guardian). Peta warf der Führungsebene der Modebranche vor, körperliche Gewalt einzusetzen, um Kritiker und Tierrechtler zum Schweigen zu bringen.
Das Statement des CFDA-Vorstands und die Zukunft des Verbands
Nach dem Bekanntwerden der Szenen hatte der CFDA-Vorstand, dem namhafte Designer wie Thom Browne, Vera Wang, Ralph Lauren, Michael Kors und Tory Burch angehören, Kolb zunächst beurlaubt.
Der Vorstand des Council of Fashion Designers of America erklärte in einem Statement, das von Reuters und The Guardian zitiert wurde, man respektiere Stevens Entscheidung zurückzutreten und sei dankbar für seine vielen Jahre der Führung und des Dienstes für die CFDA sowie unsere Branche. Er hinterlasse die Organisation gut aufgestellt, mit einer klaren Mission und einem engagierten Team, um die anstehende wichtige Arbeit zu bewältigen, während man auf die Zukunft der amerikanischen Mode blicke.
Ein Nachfolger für den Führungsspitzenposten wurde von dem gemeinnützigen Verband, der auch den offiziellen Kalender der New York Fashion Week verantwortet, bisher nicht benannt.
Peta kündigt weitere Gespräche an
Trotz der harten Auseinandersetzung planen Tierrechtler weiterhin den Dialog mit dem ausgeschiedenen Verbandschef. Moira Colley, Senior Director of Media Relations bei Peta in New York, erklärte, dass man sich ungeachtet der Vorfälle mit Kolb treffen wolle (laut Berichten der Daily Mail).

Eine Sprecherin der Organisation betonte mit Blick auf die strukturellen Forderungen, man werde sich weiterhin mit Herrn Kolb treffen, und man hoffe, dass sich auch andere in der Branche treffen und bedeutsame Schritte unternehmen werden, um diese Epidemie der Tierquälerei für nichts weiter als einen Look zu stoppen, wie unter anderem The Guardian dokumentierte. Die Protestwelle gegen tierische Materialien in der Modeindustrie erfasste derweil auch andere europäische Metropolen, wo Demonstranten während der London Fashion Week bei einer weiteren H&M-Schau mit Bannern wie der Forderung, H&M solle Wolle fallen lassen, da sie verdammt grausam sei, auf den Catwalk stürmten.
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