Die Aktie von gizmodo.com verzeichnete nach der Veröffentlichung des ersten Quartalsberichts seit dem Börsengang im Juni einen deutlichen Kursrückgang. Trotz eines Umsatzes von 7,8 Milliarden US-Dollar, der die Erwartungen der Analysten von 6,81 Milliarden US-Dollar übertraf, sank der Aktienkurs im nachbörslichen Handel am Dienstagabend um mehr als 8 % bzw. 7 %.
Ursächlich für die Reaktion der Anleger waren vor allem die massiven Ausgaben im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). SpaceX investierte im ersten Quartal als börsennotiertes Unternehmen insgesamt 18,4 Milliarden US-Dollar, wovon 15,8 Milliarden US-Dollar in die KI-Bemühungen flossen. Diese Summe lag deutlich über der Wall-Street-Schätzung von 13,09 Milliarden US-Dollar. Die KI-Sparte schloss das Quartal mit einem Netto-Betriebsverlust von 1,3 Milliarden US-Dollar ab, während das Gesamtunternehmen einen Nettoverlust von 541 Millionen US-Dollar meldete.
Strategische Partnerschaft mit Nvidia
Während die SpaceX-Aktie unter den Kosten litt, profitierte der Chiphersteller Nvidia von den Plänen des Raumfahrtunternehmens. Laut Cryptobriefing plant SpaceX, seine KI-Infrastruktur ausschließlich auf Basis von Nvidia-Chips aufzubauen. Diese Entscheidung führte zu Kursgewinnen bei Nvidia am Mittwoch.
Zudem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an den Starmind AI-Satelliten. Dieses Projekt ist Teil eines ambitionierten Plans, eine Kolonie von bis zu einer Million KI-Rechenzentren im Erdorbit zu etablieren. Elon Musk gab während des Earnings Calls bekannt, dass SpaceX mit dem Start der Starmind AI-Satelliten im Jahr 2027 beginnen werde.
Ambitionierte Ziele und Zukunftsprognosen
Elon Musk versprach den Investoren dramatische Fortschritte in der KI-Entwicklung. Er gab an, dass das Unternehmen das Jahr mit über zwei Gigawatt an Rechenleistung beenden werde, wobei die kumulative Rechenleistung bis Ende nächsten Jahres um ein Vielfaches höher liegen dürfte. Bis Ende des Jahres soll zudem Grok 5 vorgestellt werden, ein Chatbot, der mit allen jemals von SpaceX produzierten Daten trainiert wurde.

In Bezug auf die finanziellen Aussichten prognostizierte Musk, dass SpaceX bis zum Jahresende eine annualisierte Umsatzrate von 100 Milliarden US-Dollar erreichen werde. Die interne Projektion für das Erreichen eines Gesamtumsatzes von einer Billion US-Dollar wurde von 2031 auf 2030 vorgezogen. Im Bereich des Raumfahrtgeschäfts behauptete Musk, dass das Unternehmen bis zum nächsten Jahr eine Rakete pro Tag starten werde und Roboter in Fertigungsbetrieben auf dem Mond eingesetzt werden.
Marktdruck und bevorstehende Lockup-Periode
Die Aktie von SpaceX notiert derzeit deutlich unter ihrem IPO-Preis und ist bereits um 15 % vom Angebotspreis von 135 US-Dollar gefallen. Der Wertverlust seit den Höchstständen nach dem Börsengang entspricht in etwa der Marktkapitalisierung von Teslas. Zusätzlichen Druck auf den Kurs könnte das Ende der ersten Lockup-Periode am Donnerstag, den 6. August, ausüben.
Nach Ablauf dieser Frist dürfen Insider und frühe Investoren erstmals seit dem Börsengang Aktien im Wert von etwa 106,4 Milliarden US-Dollar – beziehungsweise fast eine Milliarde Aktien – auf dem Markt verkaufen. Dies wird die Menge der frei handelbaren Aktien (Public Float) signifikant erhöhen.
Operative Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Ist-Wert (Q2 2026/Aktuell) | Analysten-Erwartung |
|---|---|---|
| Quartalsumsatz | 7,8 Mrd. USD | 6,81 Mrd. USD |
| KI-Investitionen (Capex) | 15,8 Mrd. USD | 13,09 Mrd. USD |
| Starlink-Abonnenten | 12 Mio. | 12,19 Mio. |
| Nettoergebnis | -541 Mio. USD (Verlust) | Kein Gewinn erwartet |
Das Geschäft mit dem Satelliten-Internet Starlink, der wichtigste Umsatzbringer des Unternehmens, verzeichnete mit 12 Millionen Abonnenten leicht weniger Nutzer als von Analysten erwartet worden war.
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