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Sport

Sasa Kalajdzic kehrt mit WM-Teilnahme zurück nach drei Kreuzbandverletzungen

Sasa Kalajdzic ist nach einer dramatischen Verletzungshistorie zurück im Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der 28-jährige Stürmer überwand drei Kreuzbandrisse und sicherte sich durch eine starke Phase beim LASK die Nominierung durch Teamchef Ralf Rangnick, die er erst während der offiziellen Pressekonferenz erfuhr.

Drei Kreuzbandrisse und der Kampf zurück ins Licht

Drei Kreuzbandrisse und der Kampf zurück ins Licht
cluster (priority): Heute
Die Karriere von Sasa Kalajdzic gleicht in den letzten Jahren einer medizinischen Odyssee. Drei Kreuzbandrisse drohten den Zwei-Meter-Stürmer dauerhaft vom Spitzenfußball zu entfernen. Dass er nun im Kader für das Turnier in Nordamerika steht, ist weniger das Resultat eines glatten Weges als vielmehr das Ergebnis einer mentalen Zerreißprobe. Laut einem Bericht von Heute war die Rückkehr in das Nationalteam ein Prozess, der eine enorme psychische Belastbarkeit erforderte. „Der Glaube treibt einen an. Rein realistisch gesehen war es aber eine harte Aufgabe. Ich bin deshalb stolz und dankbar, dass ich hier sein darf“ Sasa Kalajdzic, Stürmer der österreichischen Nationalmannschaft Nachdem er zuletzt im November 2023 für Rot-Weiß-Rot aufgelaufen war, markierten die Testspiele im März gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) den ersten vorsichtigen Schritt zurück in die Routine. Diese Kurzeinsätze waren die notwendigen Vorboten für eine Nominierung, die Kalajdzic selbst als eine Art Bestätigung für die harte Arbeit der letzten Jahre sieht.

Die Überraschung bei der Kaderbekanntgabe

Die Überraschung bei der Kaderbekanntgabe
cluster (priority): OE24
Besonders ungewöhnlich verlief die Kommunikation zwischen dem Teamchef Ralf Rangnick und seinem baumlangen Angreifer. Während viele Spieler ihre Rolle im Kader im Vorfeld detailliert besprochen haben, blieb Kalajdzic im Dunkeln. Er erfuhr erst am 18. Mai, als Rangnick den Kader offiziell präsentierte, dass er tatsächlich mitreisen darf. „Ich habe es bei der Pressekonferenz erfahren, habe mit einem Auge drauf geschielt“ Sasa Kalajdzic, Stürmer der österreichischen Nationalmannschaft Diese Form der Bekanntgabe mag für Außenstehende hart wirken, doch für den Spieler war es ein Moment der Erleichterung. Die Nominierung ist für ihn die „Krönung“ eines langen Weges zurück, insbesondere da er bereits bei der Europameisterschaft 2021 dabei war und nun sein zweites großes Turnier bestreitet.

Der LASK-Double und das Erbe von Ernst Baumeister

World Cup Preparation: Sasa Kalajdzic & Marco Friedl in the ÖFB Mixed Zone Interview
Der Weg zurück in die Gunst von Rangnick führte über Linz. Beim LASK gelang Kalajdzic im Frühjahr ein sportlicher Durchbruch, der in einem Doublegewinn gipfelte. Damit war er maßgeblich an einem historischen Erfolg beteiligt, da die Linzer seit 1965 keinen Meistertitel mehr gewonnen hatten, wie Der Standard berichtet. Hinter dieser Entwicklung steht eine taktische Transformation. In der Vergangenheit profitierte Kalajdzic von der Arbeit des Ex-Admira-Trainers Ernst Baumeister. Wie OE24 hervorhebt, war es Baumeister, der Kalajdzic von einem defensiven Mittelfeldspieler in einen qualitativ hochwertigen Mittelstürmer verwandelte. Diese Positionsveränderung ist das Fundament für seine heutige Wirkung im Strafraum und sein wichtigstes Argument für den Platz im WM-Kader.

Zwischen Wolverhampton und dem Ruf aus Gelsenkirchen

Zwischen Wolverhampton und dem Ruf aus Gelsenkirchen
cluster (priority): LAOLA1
Während die sportliche Situation im Nationalteam geklärt ist, bleibt die berufliche Zukunft nach der Weltmeisterschaft ein offenes Kapitel. Formell ist Kalajdzic weiterhin Spieler von Wolverhampton. Doch nach dem Abstieg des englischen Klubs aus der Premier League gilt ein langfristiger Verbleib als unwahrscheinlich. Dennoch betont der Stürmer in einem Interview mit LAOLA1, dass er den vertraglichen Verpflichtungen zunächst nachkommt. „Ich bin nach der WM Spieler von Wolverhampton. Stand jetzt gehe ich dann zurück“ Sasa Kalajdzic, Stürmer der österreichischen Nationalmannschaft Parallel zu dieser Situation befeuert die Medienlandschaft Transfergerüchte. Besonders ein Wechsel zum deutschen Bundesliga-Rückkehrer Schalke 04 wird diskutiert. Ein wesentlicher Faktor könnte hier Miron Muslic sein, der österreichische Trainer des Gelsenkirchener Klubs, bei dem Kalajdzic ein „heißes Thema“ sein soll. Kalajdzic reagiert auf diese Spekulationen mit einer stoischen Gelassenheit, die aus jahrelanger Erfahrung mit der Transfermaschinerie resultiert: „Es gab 1000 Gerüchte in meiner Karriere. Mich lässt das mittlerweile kalt.“ Sasa Kalajdzic, Stürmer der österreichischen Nationalmannschaft Für den 28-Jährigen steht derzeit das „Hier und Jetzt“ im Vordergrund. Die Priorität liegt auf der Vorbereitung im ÖFB-Campus in Wien-Aspern und dem Ziel, die Weltmeisterschaft unvergesslich zu machen. Ob er nach dem Turnier tatsächlich nach England zurückkehrt oder ein neues Projekt in Deutschland beginnt, wird erst nach dem letzten Abpfiff in Nordamerika entschieden.
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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