Ismael Saibari, der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler von PSV Eindhoven, geht als einer der Top-Kandidaten für den Durchbruch in die FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Nach einer herausragenden Saison 2025/2026, in der er zum Spieler der Saison der Eredivisie gewählt wurde, gilt er laut Morocco World News als derzeit formstärkster Spieler der marokkanischen Nationalmannschaft.
Der Aufstieg zum Spieler der Saison der Eredivisie
Saibaris Entwicklung bei PSV Eindhoven hat in den letzten zwei Jahren eine steile Kurve genommen. Die Eredivisie ist seit langem als eine der führenden Ligen für die Entwicklung junger Offensivtalente bekannt, und PSV gehört dabei zu den traditionellen Machtzentren des niederländischen Fußballs. Nachdem er unter Trainer Ruud van Nistelrooy schrittweise in die erste Mannschaft integriert wurde, markierte die Spielzeit 2023-2024 seinen endgültigen Durchbruch. In dieser Saison erzielte er seine ersten Tore für das Profiteam und gewann seinen ersten nationalen Meistertitel.
Die darauffolgenden Jahre zementierten seinen Status als einer der dominantesten Mittelfeldspieler der Niederlande. In der Saison 2024-2025 erreichte er einen sogenannten Double-Double mit 11 Toren und 11 Vorlagen – eine statistische Marke, die im modernen Mittelfeldspiel als Beleg für eine außergewöhnliche Kombination aus Torgefährlichkeit und Spielgestaltung gilt. Den Höhepunkt seiner bisherigen Karriere bildete die Saison 2025-2026, in der er bei 37 Einsätzen 19 Tore erzielte und 9 Vorlagen lieferte. Diese Leistung sicherte ihm nicht nur den Titel zum besten Spieler der Liga, sondern auch einen dritten Meisterschaftstitel in Folge.
| Saison | Tore | Vorlagen | Einsätze |
|---|---|---|---|
| 2024-2025 | 11 | 11 | Nicht spezifiziert |
| 2025-2026 | 19 | 9 | 37 |
Diese statistische Dominanz hat das Interesse europäischer Top-Klubs geweckt. Berichten zufolge stehen sowohl der FC Bayern München als auch Paris Saint-Germain an dem marokkanischen Internationalen interessiert. Ein Wechsel in die Bundesliga oder Ligue 1 würde den klassischen Pfad vieler Eredivisie-Stars widerspiegeln, die nach ihrer Reifung in den Niederlanden den Sprung in die absolute europäische Elite wagen. Für Saibari ist die bevorstehende Weltmeisterschaft die ideale Bühne, um seinen Marktwert weiter zu steigern und den Wechsel in eine der Top-Ligen Europas vorzubereiten.
Ein Weg geprägt von Umbrüchen und Rückschlägen
Saibaris Weg in den Profifußball war weitaus weniger linear als bei vielen seiner Teamkollegen. Geboren in Terrassa nahe Barcelona, zog seine Familie nach der Wirtschaftskrise von 2007 nach Belgien. Dort begann seine Ausbildung in der Akademie von KVC Willebroek in der Provinz Antwerpen, bevor er von Beerschot AC entdeckt wurde.
Ein entscheidender Wendepunkt war seine Zeit bei RSC Anderlecht, einem der renommiertesten Ausbildungszentren Belgiens. Nachdem er vom Mittelstürmer zum Mittelfeldspieler umgeschult worden war, folgte die erste große Enttäuschung seiner Karriere: Die Akademie entließ ihn aufgrund von Gewichtsproblemen. Laut Transfermarkt folgten daraufhin Stationen bei KV Mechelen und KRC Genk, wo er 2017 seinen ersten Profivertrag unterschrieb.
Diese Phase der Instabilität und der frühen Rückschläge scheint seine mentale Widerstandsfähigkeit geformt zu haben. Während andere Talente einen geschützten Weg durch eine einzige Elite-Akademie einschlugen, musste Saibari sich über mehrere Stationen und Länder hinweg beweisen, bevor er 2020 nach Eindhoven wechselte.
Die Integration in die Atlas Lions
Trotz seiner Berechtigung, für Spanien oder Belgien anzutreten, entschied sich Saibari frühzeitig für Marokko. Er durchlief das gesamte Jugendsystem ab der U15-Ebene, was ihn von vielen anderen in Europa geborenen marokkanischen Spielern unterscheidet, die oft erst spät zur Nationalmannschaft wechseln.

Sein Weg in die A-Nationalmannschaft begann im August 2022, als Nationaltrainer Walid Regragui ihn für die Vorbereitungsspiele auf die Weltmeisterschaft in den Kader berief. Sein offizielles Debüt folgte ein Jahr später in einem Spiel gegen Burkina Faso. Im Juni 2023 war er zudem Teil des olympischen Teams bei der U23-Afrika-Cup-Ausgabe in Marokko, wo er einen Treffer verbuchte.
Die aktuelle Form von Saibari verschiebt die Dynamik im marokkanischen Mittelfeld. Marokko geht mit einer enormen Erwartungshaltung in das Turnier 2026, nachdem das Land bei der Weltmeisterschaft 2022 als erste afrikanische Nation jemals das Halbfinale erreicht hatte. Mit seiner Fähigkeit, sowohl als Spielgestalter als auch als torgefährlicher Abschlussspieler zu agieren, bietet er den Atlas Lions eine taktische Flexibilität, die in vergangenen Turnieren in dieser Form fehlte. Dass er nun als einer der Top-Kandidaten für den Durchbruch bei der WM 2026 gilt, ist die logische Konsequenz aus seiner Entwicklung zum Eredivisie-Star.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Saibari den Druck eines globalen Turniers nutzen kann, um den endgültigen Sprung zu einem der absoluten Weltstars des Mittelfelds zu schaffen. Sein Profil als torgefährlicher Zehner macht ihn zum zentralen Baustein für die Ambitionen Marokkos im kommenden Turnier.
Find more reporting in our Sport section.