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Welt

Russland greift Ukraine mit Oreschnik an – Tote und Verletzte

Russland hat die Ukraine mit einer massiven Welle von Angriffen aus Hunderten von Drohnen und Raketen, darunter die atomwaffenfähige Hyperschallrakete „Oreschnik“, schwer getroffen. Während in Kiew kulturelle und politische Institutionen beschädigt wurden, forderte Moskau den sofortigen Abzug ausländischer Diplomaten, woraufhin die Ukraine eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragte.

Massive Zerstörungen in Kiew und Einsatz von Hyperschallwaffen

Massive Zerstörungen in Kiew und Einsatz von Hyperschallwaffen
cluster (priority): Tiroler Tageszeitung
Die Intensität der russischen Luftschläge am vergangenen Wochenende markiert eine neue Eskalationsstufe im Konflikt. Nach ukrainischen Behörden setzte Russland in der Nacht zum Sonntag rund 600 Drohnen und 90 Raketen ein, um die ukrainische Infrastruktur zu attackieren. Besonders besorgniserregend ist dabei der erneut dokumentierte Einsatz der „Oreschnik“-Rakete, einer atomwaffenfähigen Hyperschallwaffe, die laut Berichten bereits zum dritten Mal zum Einsatz kam. In der Hauptstadt Kiew hinterließen die schweren Angriffen aus der Luft massive Schäden an der zivilen und staatlichen Infrastruktur. Neben zahlreichen Wohnhäusern und Schulen wurden auch das nationale Kunstmuseum, die Philharmonie sowie das Gebäude des Außenministeriums schwer beschädigt. Auch Medienhäuser wie die Studios der ARD und der Deutschen Welle waren von den Zerstörungen betroffen. Die Bilanz in der Hauptstadt ist verheerend: Mindestens zwei Menschen verloren ihr Leben, während fast 100 weitere verletzt wurden. Während Russland die gezielten Schläge auf politische Zentren ankündigte, meldete die russische Seite eigene Vorfälle. Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, teilte mit, dass über seinem Gebiet Flugkörper abgefangen worden seien. Die Region, die wichtige Hafenanlagen und Ölraffinerien beherbergt, steht damit ebenfalls im Fokus der militärischen Spannungen.

Tote und Verletzte in den Regionen Charkiw, Donezk und Odessa

Tote und Verletzte in den Regionen Charkiw, Donezk und Odessa
cluster (priority): DiePresse.com
Die Gewalt beschränkte sich nicht auf die Hauptstadt; das ukrainische Hinterland wurde über das gesamte Land hinweg unter Beschuss genommen. Im Osten des Landes forderten die Angriffe zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk führten Abwürfe gelenkter Gleitbomben zu schweren Verletzungen. „Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Bub“ Wadym Filaschkin, Gouverneur der Region via Tiroler Tageszeitung In der Stadt Derhatschi im Gebiet Charkiw starben ein 25-Jähriger und ein 68-Jähriger bei Raketenbeschuss, während weitere 23 Personen verletzt wurden. Auch in der Hafenstadt Odessa meldete Gouverneur Serhij Lyssak die Zerstörung eines Infrastrukturobjekts. In der südlichen Region Cherson wurden laut Gouverneur Oleksandr Prokudin zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt.

Diplomatische Drohungen und die Haltung der EU

Russland greift Westukraine mit Hyperschallrakete an – Teile Kiews ohne Strom
Parallel zu den militärischen Operationen verschärft Moskau den diplomatischen Druck. Das russische Außenministerium forderte ausländische Staatsbürger und Diplomaten auf, Kiew unverzüglich zu verlassen, da systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungspunkte bevorstünden. Als Rechtfertigung führte Russland einen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der besetzten Stadt Starobilsk an, bei dem laut Moskau 21 Menschen starben. Die Ukraine bestritt jedoch, ein Wohnheim angegriffen zu haben, und erklärte, das Ziel sei eine militärische Einheit gewesen. Die internationale Gemeinschaft zeigt sich von diesen Drohungen jedoch nicht einschüchtern zu lassen. Trotz der russischen Forderungen nach einem Abzug betonte die Leiterin des EU-Büros in Kiew, Katarina Mathernova, dass die Vertretung der Europäischen Union in der ukrainischen Hauptstadt bleiben werde. Die russischen Warnungen werden von ukrainischen Seiten als Versuch gewertet, Panik zu säen und die Ukraine international zu isolieren. Die Nachrichtensender DiePresse.com berichtete zudem, dass Russland trotz der diplomatischen Spannungen ankündigte, Kiew weiterhin systematisch angreifen zu wollen.

Ukrainas Appell an den UN-Sicherheitsrat

Ukrainas Appell an den UN-Sicherheitsrat
cluster (priority): news.google.com
Angesichts der massiven Eskalation hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha die internationale Gemeinschaft zu entschlossenen Maßnahmen aufgerufen. Er beantragte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats sowie eine Zusammenkunft der OSZE. Sybiha warf dem Kreml vor, die Angriffe auf Zivilisten als Mittel zu nutzen, um mangelnde militärische Erfolge auf dem Schlachtfeld zu kompensieren. „Putin versucht, die Ukraine einzuschüchtern, indem er Zivilisten angreift und Wohngebäude, Museen, Schulen sowie kritische Infrastruktur zerstört“ Andrij Sybiha, ukrainischer Außenminister via Handelsblatt Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die internationale Gemeinschaft auf diesen Appell mit multilateralen Sanktionen reagiert oder ob die russische Strategie der Einschüchterung durch massive Luftschläge weiterhin Früchte trägt. Die Zerstörung kultureller Symbole wie des Nationalen Kunstmuseums verdeutlicht dabei, dass der Krieg nicht nur die militärische Schlagkraft, sondern auch die nationale Identität der Ukraine direkt ins Visier nimmt.
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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