Karl-Heinz Rummenigge hat im Aufsichtsrat des FC Bayern München die Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl nicht mit Ja unterstützt.
Die Enthaltung im Aufsichtsrat und interne Unstimmigkeiten
Fußball-Bundesliga: Rummenigge über Eberl: Darum habe ich nicht mit
Die Entscheidung über die Zukunft von Max Eberl im Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters verlief nicht völlig geräuschlos. Obwohl der Vertrag des Sportvorstands bis Sommer 2029 verlängert wurde, offenbarte das Abstimmungsverhalten von Karl-Heinz Rummenigge handfeste interne Differenzen. Anstatt mit Ja zu stimmen, entschied sich das Aufsichtsratsmitglied für eine Enthaltung. Was hinter den Kulissen des FC Bayern bezüglich der Verlängerung von Max Eberl abgelaufen ist, erläutert Karl-Heinz Rummenigge, der dabei mit dieser Vorgehensweise unmissverständlich abrechnet.
„Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit ‚Nein‘ stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten. Dazu stehe ich.“
Karl-Heinz Rummenigge, Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern München, via Abendzeitung
Für den Europameister von 1980, der am Freitag 71 Jahre alt wurde, war nach eigenen Angaben vor allem ein Aspekt von Bedeutung. Er erklärte nun, es sei für ihn «wichtig» gewesen, «dass ich meine Entscheidung unabhängig treffe und mich nicht durch eine vorherige Empfehlung präjudizieren lasse.» Zuvor hatte der ehemalige Vorstandschef im Dialog mit der «Abendzeitung» zum ersten Mal eigenständig bestätigt, dass er die Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl nicht mit seiner Stimme unterstützte, nachdem entsprechende Berichte bereits im Vorfeld die Runde gemacht hatten.
FC Bayern: „Mich hat etwas irritiert
Kritik an Vorab-Informationen und dem Präsidialausschuss
Rummenigge stimmte nicht für Eberl
Darüber hinaus betonte Rummenigge, dass ihm einige Abläufe im Vorfeld der Abstimmung missfallen hätten, was von ihm auch mannstern kommuniziert worden sei. Laut Informationen von «SPORT1» zielte diese Kritik vor allem auf Ehrenpräsident Uli Hoeneß ab, der die Vertragsverlängerung öffentlich bereits als sichere Sache dargestellt hatte, ehe das eigentliche Votum des Aufsichtsrates erfolgte. Hoeneß selbst räumte inzwischen ein, dafür intern Ärger bekommen zu haben. Damit ging die Eberl-Verlängerung am 25. August doch noch ohne Gegenstimme im Aufsichtsrat, in dem unter anderem Chef Herbert Hainer (72/Präsident), Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) und andere Größen aus der Wirtschaft und von Sponsoren sitzen, durch. Nur der ehemalige Weltklasse-Stürmer enthielt sich.

Reaktionen im Verein und die Parallelen zur Dreesen-Verlängerung
Die Berichte über die Kontroversen im Kontrollgremium trafen auf unterschiedliche Reaktionen. Max Eberl’s contract extension through 2029 has long been a done deal. Nevertheless, the Bayern supervisory board’s decision continues to be a topic of discussion. Im Gegensatz zu Rummenigge konnte Eberl beim Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß Bedenken ausräumen, da er sich laut Angaben des Bayern-Patrons «innerhalb des Vereins mehr geöffnet» habe. Der 53-Jährige habe sein «Eigenbrötlerdasein» abgelegt. Laut Aussagen von Hoeneß sollen sich er selbst, Rummenigge und auch Vereinspräsident Herbert Hainer seit sechs Monaten bei Entscheidungen von Eberl besser informiert fühlen. Ende August hatten die Münchner die Verträge von Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bis 2029 verlängert. Zuvor war monatelang vor allem über die Zukunft des Sportvorstands diskutiert worden.
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