Robert Pattinson übernimmt im Psychothriller Primetime
die Hauptrolle als Moderator Chris Hansen und beleuchtet die kontroverse Reality-Sendung To Catch a Predator
. Der Film, der am 25. September 2026 in die Kinos kam, greift die moralischen und medialen Abgründe der im Jahr 2008 abgesetzten NBC-Show auf.
Im Mittelpunkt des neuen Thrillers steht die Dramatisierung der von NBC ausgestrahlten Reality-Reihe To Catch a Predator
. Die Sendung lief zwischen 2004 und 2007 und zeigte verdeckte Einsätze gegen Personen, die in Chatrooms den Kontakt zu minderjährigen Personen suchten. Dabei arbeitete das Fernsehteam mit der Bürgerwache Perverted Justice zusammen. Schauspieler mimten in fingierten Häusern Minderjährige, während außerhalb Polizeikräfte bereitstanden, um die Verdächtigen bei Betreten des Hauses festzunehmen.
Zu ihren Glanzzeiten erreichte die Sendung rund sieben Millionen Zuschauer pro Episode.
Robert Pattinson über seine Verwandlung in Chris Hansen
Robert Pattinson plant ursprünglich nicht, die Hauptrolle in dem Film zu spielen. Er war lediglich als Produzent an dem Projekt beteiligt.
Robert Pattinson sagte laut Yahoo: „Chris war wie ein ernsthafter Nachrichtensprecher, und ich finde, das Faszinierende an der Geschichte als Ganzes ist irgendwie zu sehen, wie jemand, der … Du bist Journalist, du sollst gewissermaßen ein passiver Berichterstatter dessen sein, was vor sich geht, und plötzlich wirst du in diese Sache zurückversetzt, in der du nicht nur im Mittelpunkt stehst, sondern dein Verhalten gewissermaßen den Ton der Sendung angibt.
Regisseur Lance Oppenheim inszeniert den Film als surrealen Psychothriller, den er selbst als Dokufantasie beschreibt.
Kritik aus der Realität und Reaktionen des echten Moderators
Die filmische Aufarbeitung sorgt bereits im Vorfeld und nach dem Start für heftige Reaktionen. Zudem warf er den Filmemachern vor, ihn nicht in die Produktion einbezogen zu haben. Um Gegenwind zu erzeugen, kaufte Hansen Werbeflächen vor den Kinoaufführungen ein, um das Publikum auf sein eigenes True-Crime-Streamingnetzwerk TruBlu aufmerksam zu machen.

Oppenheim erklärte hingegen, er habe kein autorisiertes Biopic drehen wollen, sondern eine atmosphärische Verdichtung über die Mechanismen von Medien und Quotenjagd. Das Werk hinterfragt die Grenzen zwischen investigativer Berichterstattung, Polizeiarbeit und bloßer Unterhaltung. Für Pattinson bleibt die anhaltende Debatte ein Beleg dafür, dass das Thema auch nach zwei Jahrzehnten nichts von seiner gesellschaftlichen Brisanz eingebüßt hat.
Der britische Schauspieler wirkte in diesem Jahr in mehreren Filmen mit und übernahm Rollen in Blockbustern sowie in kleineren Produktionen. Neben seinen Auftritten in anderen Werken äußerte er sich bei Vorführungen im Rahmen von Filmfestivals zu den Beweggründen für seine Arbeit an dem Thriller. Dabei betonte er die Wucht des Drehbuchs sowie die emotionale Belastung, die mit dem Inhalt der Geschichte verbunden ist.
Alex Winter, der ebenfalls in der Produktion mitwirkt, äußerte sich im Rahmen von Interviews über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und beschrieb die Arbeit am Set als einen Prozess des Loslassens. Da verschiedene Takes mit unterschiedlichen Herangehensweisen gedreht wurden, lag die Entscheidung über die endgültige Fassung vollständig in den Händen der Filmemacher.
Mehr zu Robert Pattinson
Auch interessant