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Rekordbeteiligung bei der frühen Stimmabgabe in den USA

Mehr als 50 Millionen Amerikaner haben bis zum Wochenende vor den Kongresswahlen am 3. November 2026 ihre Stimme abgegeben, wie eine Auswertung des University of Florida Election Lab zeigt. Die Rekordbeteiligung bei der frühen Stimmabgabe bricht die Marke des vorherigen Zwischenwahljahres 2022 und stellt die Parteien vor neue Mobilisierungsdynamiken.

Die Zwischenwahlen des Jahres 2026 entwickeln sich zu einem harten Test für Präsident Donald Trump und seine Partei. Während die Republikaner auf ihre Basis setzen, verzeichnen Wahlforscher einen signifikanten Anstieg der Beteiligung bei jüngeren und ethnisch diverseren Wählerschaften.

Wandel im Wahlverhalten in Texas und Georgia

In Texas haben nach Angaben der ABC News-Wahlanalysemodells 51 Prozent der frühen Wähler zu demokratischen Kandidaten tendierten, während 45 Prozent Republikaner unterstützten. Dies markiert eine Veränderung im Vergleich zu vorangegangenen Zyklen. Zugleich verzeichnet Texas laut dem Center for Election Innovation and Research bereits über 7,7 Millionen abgegebene Stimmen.

Wahlbeteiligung und Rekorde in den US-Bundesstaaten

Nach Angaben der Analysen vom University of Florida Election Lab haben landesweit über 54 Millionen Amerikaner ihre Stimmen entweder persönlich im Wahllokal oder per Briefwahl abgegeben. Dabei entfallen rund 29 Millionen Stimmen auf die persönliche Stimmabgabe und 23 Millionen auf den Postweg. Im Vergleich dazu hatten zum gleichen Zeitpunkt der Zwischenwahlen 2022 rund 46 Millionen Wähler vorzeitig abgestimmt. Die Begeisterung für die vorgezogene Stimmabgabe zeigt sich besonders stark bei registrierten Demokraten, von denen über 11 Millionen vorab gewählt haben, verglichen mit etwa 8 Millionen registrierten Republikanern. In zahlreichen Bundesstaaten wie South Carolina, Maine, Michigan, North Carolina und Kansas stiegen die Frühwahlzahlen um über 30 Prozent an. In Texas ist die Zahl der vorzeitig abgegebenen Stimmen im Vergleich zu vor vier Jahren gestiegen. Zudem bietet die Mehrheit der Bundesstaaten mittlerweile einen barrierefreien Zugang zu vorgezogenen Abstimmungen an, wobei 47 Bundesstaaten und Washington, D.C., eine persönliche Stimmabgabe vor dem eigentlichen Wahltag erlauben.

Umkämpfte Rennen und historische Kandidaturen

Im Zentrum des Interesses stehen neben dem Repräsentantenhaus und dem Senat auch zahlreiche Gouverneursposten. In Michigan konkurrieren der demokratische Kandidat Abdul El-Sayed und der Republikaner Mike Rogers um den offenen Senatssitz. In Texas kommt es zu einem viel beobachteten Rennen zwischen dem Demokraten James Talarico und dem Republikaner Ken Paxton. Um historische Meilensteine bemühen sich in anderen Regionen Kandidaten wie John James in Michigan und Byron Donalds in Florida, die als erste schwarze republikanische Männer gewählt werden wollen, während Gina Hinojosa in Texas eine Barriere für Latinas durchbrechen möchte. In New Mexico strebt die ehemalige US-Innenministerin Deb Haaland den Posten als erste Native American-Frau in einem Spitzenamt eines Bundesstaates an.

Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen am Wahltag

Regierungswachsamkeitsgruppen und zehntausende Freiwillige beobachten die Stimmabgabe an den Wahllokalen, um mögliche Beeinträchtigungen zu verhindern. Die Maßnahmen folgen anhaltenden Diskussionen über die Integrität von Briefwahl und Stimmprozessen, nachdem der Oberste Gerichtshof Anträge auf Einschränkungen des Briefwahlverfahrens abgelehnt hatte.

In Kalifornien lehnten Gerichte Versuche der Bundesregierung ab, die Auszählung von rund 20.000 Stimmen von Personen zu blockieren, die von Behörden als mögliche Nicht-Staatsbürger eingestuft worden waren.

More than 50 million votes cast in US midterm elections: What does it mean
Foto: Al Jazeera

Auswirkungen auf den Kongress

Im Repräsentantenhaus stehen sämtliche 435 Sitze zur Wahl, während im Senat rund 35 der 100 Mandate neu vergeben werden. Politische Analysten weisen darauf hin, dass die Kongresswahlen angesichts der wirtschaftlichen Sorgen und der außenpolitischen Situation als Leistungsbilanz für die Regierungsarbeit gewertet werden.

schrieb Newsom, nachdem die Trump-Administration versucht hatte, die Auszählung von 20.000 Stimmzetteln in Kalifornien zu verhindern.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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