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Pontycymer: Bewohner sollen über 7.000 Pfund für Wasserleitungsreparatur zahlen

Die Kosten für den Austausch und die Neuanschlussarbeiten werden von den Betroffenen auf über 7.000 Pfund pro Haushalt geschätzt.

In dem Dorf Pontycymer im Garw Valley ist ein Streit zwischen privaten Hausbesitzern und dem Wasserversorger Welsh Water eskaliert. Den Bewohnern von fünf Reihenhäusern wurde mitgeteilt, dass eine undichte gemeinsame Wasserleitung, die ihre Immobilien versorgt, auf eigene Kosten repariert werden muss.

Kostenlast und technische Anforderungen in Pontycymer

Die geschätzten Kosten von mehr als 7.000 Pfund pro Person ergeben sich aus der Notwendigkeit, die bestehende Leitung im hinteren Gartenbereich vollständig zu ersetzen. Stattdessen soll eine neue Leitung parallel zur Vorderseite der Häuserreihe verlegt und jedes Haus individuell an diese angeschlossen werden. Laut der Anwohnerin Nerys Walters haben verschiedene Bauunternehmer Preise von über 1.000 Pfund pro Meter für diese Arbeiten genannt.

Welsh Water hat laut Walters angeboten, die Kosten für die neue Hauptleitung an der Vorderseite der Grundstücke zu übernehmen. Die Bewohner müssten jedoch die Kosten für die Zuleitungen von den jeweiligen Grundstücksgrenzen bis zu den hinteren Absperrhähnen (Stopcocks) in ihren Häusern selbst tragen.

Fehlende Belege verhindern Versicherungsleistungen

Ein zentraler Punkt des Konflikts ist die Beweislage. Die Betroffenen gaben an, dass Welsh Water ihnen bis heute keine konkreten Belege für die Existenz oder den Ort des Lecks vorgelegt habe. Dies blockiere die Abwicklung über private Versicherungen, da die Versicherer ohne entsprechende Nachweise die Kostenübernahme verweigerten.

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Ein Sprecher von Welsh Water wies hingegen darauf hin, dass die betroffene Leitung nicht im Besitz oder unter der Verwaltung des Unternehmens stehe und somit in der Verantwortung der Grundstückseigentümer liege.

Rechtliche Unsicherheit und soziale Folgen

Die Bewohner äußerten Zweifel an ihrer rechtlichen Haftung. Eddie Wood, 86, der seit über 30 Jahren in der Straße lebt, gab an, dass in den Grundbuchauszügen (deeds) keine Informationen über die Verantwortung für die besagte Leitung zu finden seien. Wood beschrieb die Situation als isolierend und belastend, insbesondere angesichts seiner geringeren finanziellen Mittel im Alter.

Auch politisch wird die Vorgehensweise des Versorgers kritisiert. Der Stadtrat von Bridgend, Martyn Jones, bezeichnete die Situation als eine „distressing“ (bedrückende) Zeit für die Bewohner. Jones erklärte, er habe sich bereits mit einem Ingenieur von Welsh Water getroffen, habe jedoch bis jetzt keine Beweise gesehen, dass einer oder mehrere Hausbesitzer haftbar sind. Er äußerte die Sorge, dass weitere Bewohner im Garw Valley in eine ähnlich vulnerable Lage geraten könnten.”

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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