Peter Cullen, der kanadische Synchronsprecher und prägende Interpret von Optimus Prime in der Transformers
-Reihe sowie des traurigen Esels Eule in Winnie the Pooh
-Projekten, ist am 26. August 2026 im Alter von 85 Jahren in Los Angeles gestorben.
Die Nachricht von seinem Tod bestätigte sein Agent Kevin Motley gegenüber Variety und The Hollywood Reporter. Cullen verstarb friedlich im Kreise seiner Familie, wie seine Angehörigen in einer offiziellen Erklärung mitteilten. Über vier Jahrzehnte hinweg gab er dem legendären Anführer der Autobots seine unverwechselbare Autorität und hinterlässt ein filmisches und animiertes Vermächtnis, das Generationen von Fans weltweit prägte.
Der Ursprung der Stimme: Wie Larry Cullen den Helden inspirierte
Cullens unverkennbarer Ansatz für die Rolle des Optimus Prime basierte auf einer sehr persönlichen Inspiration. In Interviews erzählte der Sprecher oft von seinem älteren Bruder Larry, einem Veteranen des U.S. Marine Corps, der nach seinem Dienst im Vietnamkrieg in die Heimat zurückkehrte. Es war sein Tonfall und seine Art als Führungspersönlichkeit, seine Kontrolle, die mich beeindruckt hat, und ich habe die Lebenseinstellung meines Bruders auf Optimus Prime übertragen, erinnerte sich Cullen in einem älteren Gespräch.
Larry Cullen ließ ihn wissen, dass er kein Hollywood-Held, sondern ein echter Held sein solle, denn echte Helden würden nicht herumschreien und hart tun, sondern seien hart genug, um sanft zu sein, weshalb er sich zusammenreißen solle, wie via Time Extension überliefert wurde.
Als Cullen im Jahr 1984 zum ersten Mal für die Zeichentrickserie Transformers vorsprach, dachte er zunächst, er spreche lediglich für einen Lastwagen vor. Doch der Rat seines Bruders gab der Figur jene ruhige, unerschütterliche Menschlichkeit, die sie über Jahrzehnte hinweg trug. Die von Hasbro entworfene Zeichentrickserie lief bis 1987 in vier Staffeln und etablierte eine der bekanntesten Marken der Popkultur.
Vom Animationsklassiker zum Blockbuster-Franchise im Kino
Cullens Verbindung zu Optimus Prime erlebte in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Höhen und Tiefen. Der dramatische Tod der Figur im Kinofilm The Transformers: The Movie (1986) löste seinerzeit eine Welle des Protests bei jungen Zuschauern aus – ein Meilenstein, der heute im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Films scherzhaft als The Apology Tour
vermarktet wird.

Als Regisseur Michael Bay das Franchise im Jahr 2007 für das Live-Action-Kino wiederbelebte, war die Rückkehr von Cullen für Paramount Pictures eine Selbstverständlichkeit. Er sprach den Autobot-Anführer in allen großen Realverfilmungen der Reihe, von Transformers: Revenge of the Fallen (2009) bis hin zu Transformers: Rise of the Beasts (2023).
Ein vielseitiges Werk von Eule bis Predator
Obwohl Optimus Prime sein berühmtestes Vermächtnis blieb, erstreckte sich Cullens Karriere über zahlreiche weitere ikonische Rollen in Film, Fernsehen und Videospielen. Ab Ende der 1980er Jahre lieh er dem melancholischen Esel Eule in den Winnie the Pooh-Produktionen seine Stimme. Gegenüber NPR beschrieb er den Kontrast zu seiner Arbeit bei den Transformers einst als Erleichterung und nannte Eule seine zweitliebste Rolle: Hello.

Darüber hinaus schuf er die berüchtigten Klickgeräusche des Monsters im Arnold-Schwarzenegger-Film Predator (1987), sprach den Schurken KARR in der Serie Knight Rider sowie Monterey Jack in Chip ’n Dale Rescue Rangers. In den frühen 1980er Jahren war er zudem der erste westliche Sprecher von Mario während der Donkey-Kong-Segmente in der Serie Saturday Supercade.
Würdigung des Erbes durch Familie und Weggefährten
Peter Cullen wurde am 28. Bis zuletzt war er künstlerisch aktiv; so sprach er noch in jüngerer Zeit die Figur Thaedus in der Prime-Video-Animationsserie Invincible.
Die Familie Cullen teilte via Forbes und TMZ mit, dass Peter Cullen friedlich im Kreise seiner liebevollen Familie und getragen in den Herzen seiner vielen Freunde und zahllosen Fans weltweit verstorben sei.
Zahlreiche Branchenkollegen und Sender wie Adult Swim und das Team von Invincible würdigten den verstorbenen Sprecher nach Bekanntwerden der Nachricht in den sozialen Netzwerken als unersetzliche Stimme und Vorbild.