Russland hat am Pfingstwochenende 2026 die ballistische Mittelstreckenrakete Oreschnik zum dritten Mal in der Ukraine eingesetzt. Mit einer geschätzten Reichweite von bis zu 5.500 Kilometern kann das System theoretisch alle europäischen Hauptstädte, inklusive Bern, erreichen. Die Waffe dient als strategisches Signal an die NATO und zielt insbesondere auf geschützte unterirdische Infrastrukturen ab.
Reichweite und die Bedrohung für europäische Hauptstädte
Die technische Architektur der Oreschnik macht sie zu einer Waffe mit globaler psychologischer Wirkung. Die Rakete steigt über 100 Kilometer in die Höhe und verlässt damit die dichte Erdatmosphäre, bevor sie in der Endphase mit Hyperschallgeschwindigkeit auf ihr Ziel zustürzt. Besonders gefährlich ist die Fähigkeit des Sprengkopfs, sich beim Wiedereintritt in mehrere einzelne Vehikel aufzuteilen, die wiederum bis zu sechs Einschlagkörper tragen können. Laut einem Bericht von Watson liegt die geschätzte Reichweite der Oreschnik zwischen 3.000 und 5.500 Kilometern. Diese Distanz bedeutet, dass faktisch jede europäische Hauptstadt zwischen Kiew und Lissabon im Zielbereich liegt. Die geopolitische Bedrohung wurde durch die Stationierung in Belarus konkretisiert. Nachdem Wladimir Putin im Dezember 2025 die Verlegung der Raketen angekündigt hatte, bestätigte Alexander Lukaschenko die Ankunft und den Gefechtsdienst eines Systems. Kurz darauf sprach Lukaschenko bereits von bis zu zehn Systemen auf weißrussischem Boden.Durchschlagskraft gegen unterirdische Bunkeranlagen
Während die Reichweite die strategische Dimension abdeckt, liegt die taktische Besonderheit der Oreschnik in ihrer kinetischen Energie. Die Waffe ist nicht einfach nur schnell, sondern darauf ausgelegt, tief in die Erde einzudringen. Alexander Stepanov, Militärexperte am Institut für Recht und Nationale Sicherheit der Russischen Nationalen Akademie für Verwaltung und Wirtschaft (RANEPA), betont die Fähigkeit der Rakete, selbst unterirdische industrielle Infrastrukturen zu neutralisieren. Dies betrifft insbesondere Anlagen aus der Sowjetzeit, die von der Ukraine derzeit als Montagewerke und Lager für Drohnenkomponenten sowie eigene Raketensysteme nutzen.Dies ist wahrlich eine Waffe, die in der Lage ist, diese unterirdischen Strukturen zu durchdringen.
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Alexander Stepanov, Militärexperte bei RANEPA, via Vietnam.vn Diese Fähigkeit verändert die Kalkulation für militärische Kommandozentralen. Wenn selbst tief vergrabene Bunker keine Sicherheit mehr bieten, verlieren traditionelle Schutzmaßnahmen ihre Wirkung. Stepanov sieht darin einenneuen Mechanismus zur Zerschlagung des ukrainischen Rüstungsindustriekomplexesund gleichzeitig eine explizite Warnung an die NATO-Staaten.
Die nukleare Grauzone und die 900-Kilotonnen-Last

- Nutzlast: Ungefähr 1,5 Tonnen.
- Nukleare Sprengkraft: Bis zu 900 Kilotonnen.
- Klassifizierung: Vom Kreml als
nicht-strategisch
eingestuft.
nicht-strategischist hierbei ein entscheidendes diplomatisches Manöver. Durch diese Definition schafft Russland eine Grauzone zwischen konventioneller Kriegsführung und strategischer nuklearer Abschreckung. Es erlaubt dem Kreml, eine Waffe mit massiver Zerstörungskraft einzusetzen, ohne sofort die gesamte nukleare Eskalationsleiter der strategischen Waffen zu aktivieren.