Oklahoma hat am 10. Oktober 2026 im Cotton Bowl in Dallas die Nummer 1 der AP-Rangliste, Texas, mit 27:24 besiegt. Ein verwandelter 47-Yard-Field-Goal von Tate Sandell als die Zeit ablief, entschied das 122. Red River Rivalry in letzter Sekunde. Quarterback Arch Manning leistete sich im Schlussviertel zwei spielentscheidende Turnover.
Tate Sandell sichert Oklahoma den dramatischen Sieg in letzter Sekunde
Das 122. Aufeinandertreffen zwischen den Oklahoma Sooners und den Texas Longhorns bot beim State Fair of Texas das von Rivalitätsspielen erwartete Drama. Unranked Oklahoma schockierte den Spitzenreiter durch eine disziplinierte Leistung in den entscheidenden Momenten. Kicker Tate Sandell verwandelte beim Stand von 24:24 ein Field Goal aus 47 Yards Entfernung, während die Uhr auf Null lief. Zuvor hatten zwei erfolgreike Catches von Isaiah Sategna III an der Seitenlinie die Sooners überhaupt erst in Field-Goal-Reichweite gebracht, nachdem Courtland Guillory den Ball nach einem Pass von Arch Manning abgefangen hatte.
Für Oklahoma war es der erste Sieg in dieser traditionsreichen Serie seit dem Jahr 2023. Trainer Brent Venables zeigte sich nach der Partie erleichtert über den Kampfgeist seiner Mannschaft, die nach einer schwierigen September-Phase zurückschlug.
Die Begegnung in der traditionsreichen Arena vor der malerischen Kulisse des State Fair of Texas zog Fans aus dem ganzen Land in ihren Bann und unterstrich einmal mehr den besonderen Charakter dieser historischen Rivalität. Als die Sonne am späten Nachmittag hinter den Tribünen des altehrwürdigen Stadions versank, wendete sich das Blatt für die Sooners, die zuvor eine enttäuschende Phase durchlaufen hatten. Die Spieler feierten den unerwarteten Triumph intensiv auf dem Rasen, während Trystan Haynes stolz den Golden Hat präsentierte. Für Cheftrainer Brent Venables bedeutete dieser Erfolg, dass seine Bilanz gegen die Longhorns nun auf zwei Siege bei drei Niederlagen anstieg, während sein Gegenüber Steve Sarkisian bei drei Siegen und drei Niederlagen gegen die Sooners steht.
Arch Mannings Fehler im vierten Viertel besiegeln die Texas-Niederlage
Die Longhorns hatten das Spiel zur Halbzeit noch mit 17:10 angeführt, gaben die Partie jedoch durch schwere individuelle Fehler aus der Hand. Arch Manning, der im Laufe der Partie auch drei Touchdown-Pässe warf – darunter ein 41-Yard-Zuspiel auf Cam Coleman –, leistete sich im Schlussviertel zwei folgenschwere Interceptions. Defensive Back Peyton Bowen fing einen ungenauen Pass ab und trug das Leder über 42 Yards zum Pick-Six in die Endzone zurück, womit Oklahoma mit 24:17 in Führung ging.
Texas-Cheftrainer Steve Sarkisian sagte: „Ich bin frustriert, denn wir arbeiten daran. Es liegt nicht mangelndem Einsatz. Es liegt nicht an Lernmomenten, Coaching und all diesen Dingen. Aber es ist ganz klar nicht gut genug gewesen.
Trotz der bitteren Niederlage auf neutralem Platz in Dallas bleibt die Ausgangslage für Texas im Rennen um die College Football Playoff-Teilnahme intakt. Dank des früheren Sieges gegen Ohio State und einer anspruchsvollen verbleibenden Schedule im SEC-Spielbetrieb attestieren Prognosen den Longhorns weiterhin sehr gute Chancen, mit zehn Siegen die Endrunde zu erreichen.

Die Offensivabteilung der Longhorns agierte über weite Strecken der Partie phasenweise unbeständig und blieb hinter den hohen Erwartungen zurück, die an das einstige Topteam der Rangliste gestellt wurden. Obwohl das Team aus Austin statistisch gesehen mehr Raumgewinn verzeichnete, führten die Ballverluste im letzten Spielabschnitt zu einem verheerenden Bruch im Rhythmus. Cheftrainer Steve Sarkisian übernahm nach Abpfiff die Verantwortung für die vermeidbaren Fehler und betonte im Gespräch mit Medienvertretern, dass die Mannschaft trotz der intensiven wöchentlichen Vorbereitung unter den eigenen Ansprüchen geblieben sei.
Spezialteams und Defense tragen die Sooners zum Erfolg
Oklahoma kam im gesamten Spiel auf lediglich 238 Yards Gesamtoffensive. Quarterback John Mateer blieb bei 18 von 26 angebrachten Pässen für 155 Yards ohne Turnover, während Running Back Lloyd Avant das einzige offensive Touchdown-Lauf steuerte. Den Grundstein zum Sieg legten jedoch die Special Teams und die Abwehrreihe: Neben Bowens Interception-Return sorgte ein geblockter Punt von Danny Okoye in der Endzone, den Dakoda Fields sicherlte, für wichtige Punkte der Sooners.
Durch diesen historischen Erfolg reiht sich das Duell in die seltene Statistik ein, dass im Red River Rivalry nun sieben der letzten 14 Partien an das in der AP-Rangliste niedriger platzierte Team gingen. Für Texas gilt es nun, die Fehler im Offensivspiel aufzuarbeiten, während Oklahoma die gewonnene Energie in die kommenden Wochen mitnimmt.
Die defensive Leistung der Sooners war das Fundament, auf dem dieser überraschende Coup aufbauen konnte, insbesondere da die Offense um Quarterback John Mateer im ersten Durchgang noch große Schwierigkeiten hatte. Mateer musste nach harten Tackles von gegnerischen Verteidigern physische Härte einstecken, steigerte sich jedoch nach dem Seitenwechsel spürbar und fand in Running Back Lloyd Avant einen verlässlichen Anspielstationen sowie Ballträger. Avant kämpfte sich im zweiten Durchgang immer wieder durch die gegnerischen Reihen und sorgte mit wertvollen Yards für den nötigen Raumgewinn, während die Defensivabteilung mit diszipliniertem Einsatz den Favoriten mürbe machte.
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