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Mississippi: Scott Colom führt mit 43 Stimmen vor Cindy Hyde-Smith

In den US-Senatswahlen in Mississippi und Alaska entscheiden derzeit noch zwei Sitze über den Umfang der demokratischen Mehrheit im Senat. Während die Demokraten bereits die Kontrolle über das Oberhaus übernommen haben, liegen die Ergebnisse in Mississippi und Alaska aufgrund von knappen Vorsprüngen und noch nicht ausgezählten Stimmen extrem nah beieinander.

Scott Colom führt in Mississippi mit minimalem Vorsprung

Der demokratische Herausforderer Scott Colom liegt in Mississippi nach vorläufigen Ergebnissen knapp vor der republikanischen Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith. Nach Angaben von CNN und NBC wurden bereits 96 Prozent der Stimmen ausgezählt, wobei Colom einen hauchdünnen Vorsprung hält. Laut Hngn führte Colom mit 462.821 zu 462.778 Stimmen, was einem Vorsprung von nur 43 Stimmen entspricht.

Der Ausgang des Rennens hängt von tausenden noch ausstehenden Stimmzetteln ab. Sowohl Colom als auch der Wahlkampfmanager von Hyde-Smith, Jake Monssen, gaben am Mittwoch an, dass noch „Tausende Stimmen offen seien. Daten des Sekretärs des Staates Mississippi deuten darauf hin, dass etwa 6.000 Briefwahlunterlagen verteilt, aber bis Montag noch nicht zurückgegeben worden waren. Zudem müssen noch eine unbekannte Anzahl an sogenannten Affidavit-Wahlzetteln – vorläufige Stimmzettel für Wähler ohne passenden Ausweis oder ohne Eintrag in den Wählerlisten – verarbeitet werden.

Senatswahlen in Alaska und Mississippi am Mittwochmorgen noch zu knapp für eine Entscheidung

Mikell Bolden, der Exekutivdirektor der Mississippi Democratic Party, erklärte in einem Telefoninterview am Mittwoch, dass die Wahl-Hotline der Partei am Dienstag rund 2.000 Anrufe erhielt. Viele Wähler seien zur Wahl gegangen, aber laut Bolden nicht in den Wählerlisten geführt worden. Zudem habe die Website des Sekretärs des Staates abgestürzt, was es den Bürgern unmöglich gemacht habe, ihren Registrierungsstatus selbst zu prüfen.

Colom äußerte sich nach einer Pressekonferenz am Mittwoch zuversichtlich über den Ausgang. Wir haben alle involviert, um sicherzustellen, dass der Prozess gemäß dem Gesetz eingehalten wird, sagte Colom.

Mississippi: Scott Colom führt mit 43 Stimmen vor Cindy Hyde-Smith
Foto: yahoo.com

Mary Peltola liegt in Alaska knapp vor Dan Sullivan

In Alaska kämpft die Demokratin Mary Peltola gegen den republikanischen Senator Dan Sullivan um den Sitz. Laut Newsweek hielt Peltola in den Ergebnissen bis 21:24 Uhr Alaska-Zeit einen Vorsprung von 48,3 Prozent (79.017 Stimmen) gegenüber 48,1 Prozent (78.719 Stimmen) für Sullivan. Der Abstand betrug damit 298 Stimmen, wobei erst 211 von 403 Bezirken gemeldet hatten.

Der Wahlkampf in Alaska wurde durch die Anwesenheit eines zweiten Kandidaten mit dem Namen Sullivan beeinflusst. Der unabhängige Daniel J. Sullivan, der laut Newsweek keine Verwandtschaft zum Senator hat, erhielt 1,6 Prozent der Stimmen, was 2.693 Stimmen entspricht. Ein weiterer Kandidat, der Republikaner Gerald L. Heikes, erhielt etwa 2 Prozent der Stimmen. In Alaska wird das Ergebnis durch das System der Rangwahl (Ranked-Choice Voting) weiter verarbeitet, falls kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht.

Senatswahlen in Alaska und Mississippi erklärt

Die US-Justiz unter der Trump-Administration hatte zuvor geklagt, da die Anwesenheit des zweiten Sullivan die Wähler verwirren könnte. Ein Bundesrichter wies diese Klage am Montag ab, doch die Justiz hat angekündigt, Berufung einzulegen. Mein gegnerischer Wahlkampf konzentriert sich buchstäblich darauf, Alaskaner in die Irre zu führen, zu lügen und zu betrügen, sagte Senator Sullivan gegenüber Reportern in Anchorage am Wahltag.

Unterschiedliche Verfahren und rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Möglichkeiten für einen Wahlanfechtung unterscheiden sich in den beiden Bundesstaaten erheblich. In Mississippi gibt es nach geltendem Recht laut NBC News keinen Mechanismus für eine automatische Neuauszählung oder eine Anfechtung der US-Senatswahl unter staatlichem Recht. Kandidaten könnten lediglich versuchen, die Inhalte der Wahlurnen auf Kreisebene durch County Clerks prüfen zu lassen, was Ben Griffith, ein Dozent an der University of Mississippi, angesichts der 82 Landkreise als kaum machbar bezeichnete.

Mississippi and Alaska Senate races remain unresolved

In Alaska hingegen sieht das System vor, dass die Stimmen der Kandidaten, die keine Mehrheit erreichten, bei der Rangwahl neu verteilt werden. Dies betrifft voraussichtlich die Stimmen von Heikes und dem zweiten Sullivan. Die Auszählung in Alaska erfolgt in mehreren Schritten: Die nächsten Aktualisierungen der Ergebnisse sind für den 10., 13. und 18. November geplant. Das Ziel ist die Zertifizierung der Ergebnisse bis zum 25. November.

Bedeutung für die Mehrheit im Senat

Obwohl die Demokraten bereits 54 Sitze halten und damit die Kontrolle über den Senat gesichert haben, bestimmen die Ergebnisse in Mississippi und Alaska die endgültige Größe der Mehrheit. Ein Sieg in beiden Staaten würde die demokratische Mehrheit auf 56 Sitze erhöhen.

Peltola Speaks at Anchorage Election Night Party
Foto: hngn.com

In Mississippi müssen die Wahlergebnisse der Landkreise bis zum 13. November an das Sekretariat des Staates übermittelt werden. Briefwahlstimmen, die am Wahltag postgemerkt wurden, können in Mississippi noch bis zum 10. November gezählt werden, sofern sie rechtzeitig eintreffen.

Demokrat Scott Colom bleibt stark im US-Senatsrennen in Mississippi
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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