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Donald Trump unterstützt Cindy Hyde-Smith im Wahlkampf in Mississippi

Präsident Donald Trump hat am Montag in Corinth, Mississippi, eine Kundgebung abgehalten, um US-Senatorin Cindy Hyde-Smith zu unterstützen. Vor dem Hintergrund sinkender Zustimmungswerte im tiefroten Bundesstaat traf Trump auf Konkurrenz durch die Demokraten vor den entscheidenden Zwischenwahlen am 3. November 2026.

Ein ungewohnter Kampf im tiefroten Mississippi

Mississippi galt lange als Bastion der Republikaner. Doch wenige Tage vor den Midterm-Wahlen zeigt sich ein enges Rennen um den Senatssitz. Senatorin Cindy Hyde-Smith steht vor einer Herausforderung durch den demokratischen Kandidaten Scott Colom. Um Unterstützung zu zeigen, reiste der Präsident persönlich in den Nordosten des Staates. In der Crossroads Arena in Corinth versammelten sich laut Berichten von SuperTalk Mississippi Media fast 25.000 Anhänger.

President Donald Trump hits Mississippi campaign trail for Sen. Cindy Hyde-Smith

Die Kulisse verdeutlicht den Druck, unter dem die Partei steht. Trump selbst begründete seinen Besuch mit den Worten: Ich bin hier, weil Cindys Sache gut läuft, aber ich muss auf Nummer sicher gehen. Ich kann kein Risiko eingehen, wie die Nachrichtenagentur AP und HuffPost übereinstimmend berichteten. Republikanische Strategen blicken auf die Umfragen, während die Demokraten in den Staat investieren.

Zu den dortigen Amtsträgern und Wahlkampfteilnehmern gehören neben Senatorin Cindy Hyde-Smith auch der Kongressabgeordnete des ersten Distrikts Trent Kelly, der Kandidat für den zweiten Distrikt Ron Eller, der Kongressabgeordnete des dritten Distrikts Michael Guest sowie der Kongressabgeordnete des vierten Distrikts Mike Ezell.

Donald Trump unterstützt Cindy Hyde-Smith im Wahlkampf in Mississippi
Foto: Reuters

Millionenschwere Wahlkampfinvestitionen und prominente Besuche

Der demokratische Herausforderer Scott Colom hat im Wahlkampf prominente Unterstützung erhalten. Neben Auftritten nationaler Persönlichkeiten schaltete sich auch das Senate Majority PAC ein. Die Organisation kündigte eine Werbekampagne im Wert von 1,2 Millionen Dollar an, um Coloms Kandidatur zu stützen. Zudem reisten hochrangige Demokraten wie die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris ins Land, um die Basis zu mobilisieren.

Zu den weiteren demokratischen Politikern und Persönlichkeiten, die im Bundesstaat auftraten, zählten der Senator aus Georgia Raphael Warnock, der frühere Verkehrsminister Pete Buttigieg, Senator Sheldon Whitehouse aus Rhode Island, Senatorin Lisa Blunt Rochester aus Delaware, Senatorin Angela Alsobrooks aus Maryland sowie weitere nationale progressive Führungspersönlichkeiten.

Trump hosts Mississippi rally ahead of midterms

Beobachter verweisen darauf, dass Mississippi den höchsten Anteil an afroamerikanischen Wählern bundesweit hat. Diese Bevölkerungsgruppe macht einen wesentlichen Teil der Wählerschaft aus, und das Bundesland zeichnet sich durch eine stark polarisierte Wählerschaft aus, während der demokratische Kandidat Colom bei einer Kundgebung vor Ort betonte, dass in dem tiefen Süden mehr Menschen durch gemeinsame Interessen verbunden als getrennt seien, nachdem er sich mit Wählern außerhalb der Arena unterhalten hatte. Umfragen zeigen ein umkämpftes Feld: Eine interne Umfrage von Change Research sah Hyde-Smith bei 43 Prozent und Colom bei 40 Prozent.

Wirtschaftsdaten und Kriminalitätsbekämpfung im Mittelpunkt der Rede

In seiner rund anderthalbstündigen Ansprache in Corinth verteidigte Trump seine wirtschaftliche Bilanz und sprach über nationale Sicherheit. In einem exklusiven Interview mit dem Sender WLBT betonte der Präsident, dass er nach einer Phase hoher Inflation die Teuerungsrate in den vergangenen drei Monaten auf 1,7 Prozent gedrückt habe. Zugleich hob er die Bedeutung von Investitionen und technologischem Fortschritt für den Bundesstaat hervor.

IN VOLLER LÄNGE: Trump bei Kundgebung in Mississippi im finalen Midterm-Wahlkampf

Auch das Thema innere Sicherheit nahm breiten Raum ein. Trump erinnerte an seinen Einsatz der Nationalgarde in Memphis im September 2025 und erklärte, die Kriminalität dort sei seither drastisch gesunken, wie The Commercial Appeal berichtete. Im Bildungsbereich lobte er die Fortschritte des Staates, der laut Daten des National Assessment of Educational Progress (NAEP) im Lesen vom Ende des Feldes bis auf Platz neun im Jahr 2024 vorgerückt sei.

Die Wahl ist in dieser Abstimmung sehr einfach. Entweder man besiegt die kommunistischen Demokraten und sorgt für mehr Geld in den Taschen, größere Gehaltsschecks für die Familien, niedrigere Steuern, weniger Kriminalität und eine boomende Wirtschaft in Mississippi, oder man lässt das Land fallen.

Donald Trump unterstützt Cindy Hyde-Smith im Wahlkampf in Mississippi
Foto: NPR

Der Blick auf den Wahltag am 3. November

Während die Republikaner versuchen, ihre traditionelle Wählerschaft über Trumps Anziehungskraft an die Urnen zu bringen, ist unklar, ob das historische Moment hält. Seit 1982 haben die Demokraten keinen Senatssitz mehr in Mississippi gewonnen. Die Frage, ob das veränderte Wählerverhalten und die Millionenbeträge der Parteizentralen ausreichen, um die jahrzehntelange Dominanz zu brechen, beantwortet sich erst am kommenden Dienstag.

Trumps Wahlkampfauftritt in Mississippi: Hyde-Smith vor Herausforderung durch Scott Colom | AURN …
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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