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Welt

Mindestens elf Tote bei russischen Angriffen auf Kiew und Pryluki

Russische Streitkräfte haben Kiew und weitere ukrainische Städte am 7. Oktober 2026 mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr fing nach Behördenangaben zahlreiche Flugkörper ab. In Kiew und Regionen wie Tschernihiw wurden Gebäude getroffen, während Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem massiven neuen Großangriff warnte.

Die Angriffe trafen die ukrainische Hauptstadt in den frühen Morgenstunden. Nach Berichten von Reportern des Portals Kyiv Independent waren in der Innenstadt von Kiew zahlreiche Explosionen zu hören, während die Flugkörper nacheinander einschlugen.

Opferzahlen und Zerstörungen in Kiew sowie Pryluki

Im östlichen Stadtteil Darnyzja von Kiew wurden nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwei Tote in den Trümmern von Garagen entdeckt, während zwei weitere Personen lebend geborgen werden konnten. Weitere Treffer verzeichneten die Behörden in den Bezirken Obolon und Podil, wo nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude sowie Lagerhallen getroffen wurden.

Schwere Schäden und Opfer gab es zudem außerhalb der Hauptstadt. In der nordukrainischen Stadt Pryluki im Gebiet Tschernihiw traf eine Rakete einen mehrstöckigen Wohnblock. Örtlichen Polizeibehörden und Medienberichten zufolge wurden dort mindestens vier beziehungsweise neun Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

Unmittelbar nach Bundeskanzler Friedrich Merz reiste Familienministerin Karin Prien in die Ukraine. Über den Besuch in Kiew erklärte Ministerin Karin Prien: Wichtig, keine Angst zu zeigen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich zum Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew mit den Worten: Die Mörder kehren an ihren Tatort zurück.

Auch in anderen Landesteilen kam es zu Angriffen. Beim Angriff russischer Kampfdrohnen in der ostukrainischen Oblast Charkiw kamen nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben, und weitere 28 Menschen wurden verletzt. Zwei Handelsschiffe sind in bulgarischen Gewässern des Schwarzen Meeres von Drohnen angegriffen worden, wobei bei dem Angriff mehrere Menschen verletzt wurden. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde zudem nach russischen Angaben ein Öltanker vor der Küste Südrusslands getroffen und geriet in Brand.

Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen.

Reporter, Kyiv Independent

Militärische Bilanzen und Ziele beider Konfliktparteien

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe insgesamt 130 Drohnen, 48 Marschflugkörper sowie ballistische Raketen eingesetzt. Die Luftverteidigung habe davon 161 Flugkörper abgefangen, teilten offizielle Stellen mit.

Mindestens elf Tote bei russischen Angriffen auf Kiew und Pryluki
Foto: Spiegel

Der britische Journalist Tim White schrieb auf X über die Lage in der Hauptstadt: Im Morgengrauen senkt sich eine düstere Wolke über Kiew.

Präsident Selenskyj warnt vor weiterer Eskalation

Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor einem neuen russischen Großangriff und erklärte, die Angriffe richteten sich gegen die Energieinfrastruktur des Landes. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj sind insgesamt elf Menschen bei den Angriffen getötet worden.

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen eine Invasion der russischen Streitkräfte. Präsident Selenskyj betonte in einer Erklärung: Dies sind gerechtfertigte Antworten der Ukraine auf alle russischen Angriffe auf unsere Bevölkerung.

Schäden an Verkehrswegen und Brücken in Kiew

Bereits in den Tagen vor dem Großangriff hatten Drohnen wiederholt die Brückenverbindungen der ukrainischen Hauptstadt ins Visier genommen. Bei Luftalarm ruht der Verkehr auf der Podil-Brücke je nach Richtung bis zu 15 Minuten, während die Darnytska-Brücke nur einspurig befahrbar ist. Die Brücken sind Teil einer größeren Kampagne, bei der Russland neben dem Stromnetz auch Lagerhäuser, Züge, Rechenzentren, medizinische Depots und Stahlwerke angreift.

At least two killed in Kyiv as Russia launches ‘massive’ strike on Ukraine
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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