Lionel Messi wurde im letzten Spiel von Inter Miami vor der Weltmeisterschaftspause aufgrund von Muskelmüdigkeit im linken hinteren Oberschenkelmuskel ausgewechselt. Der Verein bestätigte am Montag, dass medizinische Tests keine ernsthafte Verletzung zeigten, sondern eine Überlastung. Die Nachricht kommt kurz vor dem Start der WM 2026 am 11. Juni.
Die Diagnose von Inter Miami: Muskelmüdigkeit statt Verletzung
Die Sorge in der Sportwelt war groß, als Lionel Messi während des Spiels gegen die Philadelphia Union plötzlich aus dem Geschehen schied. In der 73. Minute des Spiels, das Inter Miami mit 6:4 für sich entscheiden konnte, griff sich der 38-Jährige nach der Ausführung eines Freistoßes an das Bein und wurde unmittelbar vom Feld genommen. Da dies das letzte Spiel vor der offiziellen Pause für die Weltmeisterschaft war, löste der Vorfall sofort Spekulationen über eine schwerwiegende Zerrung oder einen Riss aus.
Die Entwarnung folgte am Montag. Laut einem Bericht der BBC teilte der Verein mit, dass die medizinischen Untersuchungen eine eine mit Muskelmüdigkeit verbundene Überlastung
ergaben. Es handelt sich somit nicht um eine strukturelle Verletzung des Gewebes, sondern um eine funktionelle Erschöpfung des Muskels.
Dennoch bleibt die Situation unter Beobachtung. Die Rückkehr in den vollen Trainingsbetrieb ist nicht an ein fixes Datum gebunden, sondern erfolgt individuell.
Der Zeitplan für seine Rückkehr zur körperlichen Aktivität wird von seinem klinischen und funktionellen Fortschritt abhängen. Inter Miami, offizielles Statement
Die Einschätzung von Guillermo Hoyos zur Spielsituation
Inter Miami Coach Guillermo Hoyos räumte nach dem Spiel ein, dass die physischen Bedingungen eine Rolle spielten. Messi hatte bis zu seiner Auswechslung eine dominante Rolle eingenommen und zwei der vier Tore in der ersten Halbzeit vorbereitet. Die Intensität des Spiels und die Beschaffenheit des Untergrunds führten jedoch zu einer vorzeitigen Erschöpfung.
Hoyos betonte, dass die Entscheidung zur Auswechslung eine reine Vorsichtsmaßnahme war, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Er war müde; der Platz war schwer und im Zweifelsfall ist der Standardansatz immer, sicherzustellen, dass man kein Risiko eingeht. Guillermo Hoyos, Trainer von Inter Miami
Dass Messi nach der Auswechslung den Tunnel in einem normalen Gehrythmus betrat, stützt die These, dass es sich nicht um einen akuten Muskelfaserriss handelte, sondern um die vom Trainer beschriebene Erschöpfung. Dennoch ist die Vorsicht bei einem Spieler seines Alters und seiner Bedeutung für das Team absolut gerechtfertigt.
Der Zeitplan für die Weltmeisterschaft 2026 und Argentiniens Start
Der Zeitpunkt dieser Muskelmüdigkeit ist kritisch. Die Weltmeisterschaft 2026, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, beginnt am 11. Juni. Für den amtierenden Weltmeister Argentinien geht es am 16. Juni im Eröffnungsspiel gegen Algerien los.
Obwohl Messi seine Teilnahme an diesem Turnier noch nicht formal bestätigt hat, geht die Fachwelt davon aus, dass er erneut auflaufen wird. Sollte dies geschehen, würde er einen historischen Meilenstein erreichen: Es wäre sein sechster appearance bei einer Weltmeisterschaft, womit er einen neuen Rekord aufstellen würde.
Die argentinische Nationalmannschaft wird ihren Kader bereits in der nächsten Woche bekannt geben. Für den Nationaltrainer bedeutet die Meldung aus Miami, dass er die Fitness seines Kapitäns bis zum Start in den USA genauestens überwachen muss. Eine Überlastung kurz vor dem Turnierstart ist oft ein Warnsignal für eine mangelnde Regenerationsfähigkeit, was bei einem 38-jährigen Spitzenathleten ein permanenter Risikofaktor ist.
Messis Formkurve und das Belastungsmanagement in der MLS
Trotz der aktuellen Probleme zeigt ein Blick auf die Statistiken, dass Messi in der Major League Soccer weiterhin auf einem Elite-Niveau agiert. Er hat in der laufenden Saison in 14 Spielen 12 Tore erzielt und 8 Vorlagen gegeben. Damit liegt er in beiden Kategorien nur einen Treffer bzw. einen Assist hinter den jeweiligen Ligaspitzenreitern.

Diese Zahlen sind eine Fortsetzung seiner starken Leistung aus dem Vorjahr. Wie die BBC berichtet, erzielte er in der regulären Saison 2025 in 28 Partien insgesamt 29 Tore und steuerte 19 Assists bei.
Die Herausforderung für Inter Miami und die argentinische Auswahl besteht darin, die Balance zwischen Leistungsfähigkeit und körperlicher Integrität zu finden. Seit seinem Wechsel nach Miami im Jahr 2023 wird Messis Belastung penibel gesteuert. Dennoch zeigen die wiederkehrenden Probleme mit den Hamstrings, dass die Intensität des modernen Fußballs selbst für einen Spieler seiner Klasse eine enorme Belastung darstellt.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Wenn die Regeneration schnell erfolgt, kann Messi als voll einsatzfähiger Leader in das Turnier starten. Sollte die Muskulatur jedoch weiterhin reagieren, könnte Argentinien gezwungen sein, seine Einsatzzeiten bereits in der Gruppenphase drastisch zu limitieren, um ihn für die K.-o.-Runden zu schonen.