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Sport

Max Verstappen hat im dritten Freien Training zum Großen Preis von Brasilien auf dem Autodromo Jose

Max Verstappen hat im dritten Freien Training zum Großen Preis von Brasilien auf dem Autodromo Jose Carlos Pace in Interlagos eine Bestzeit von 1:11,622 Minuten erzielt, wird das Rennen am Sonntag jedoch vom Ende des Feldes in Angriff nehmen müssen. Red Bull hat sich nach technischen Problemen am Freitag zu einem Austausch der vollständigen Antriebseinheit entschieden.

Motorenwechsel zwingt Spitzenfahrer in Interlagos an das Ende des Startfeldes

Die Entscheidung über die Startplatzstrafen traf das Fahrerlager am Samstagmorgen vor der letzten Trainingseinheit. Da Verstappen sein kontingentiertes Limit an erlaubten Antriebskomponenten in dieser Saison bereits ausgeschöpft hat, zieht der Tausch der Powerunit eine harte Strafe nach sich. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bestätigte den Schritt bei Sky mit den Worten: Wir müssen bei Max eine Motorstrafe nehmen. Er wird vom Ende des Feldes starten.

Hinter Leclerc und Antonelli komplettierten Lando Norris, Oscar Piastri, George Russell, Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg und Rafael Camara das Ergebnis. Dahinter rangierten Nico Hülkenberg, Pierre Gasly, Fernando Alonso, Ollie Bearman, Franco Colapinto, Carlos Sainz, Alex Albon, Sergio Pérez, Valtteri Bottas und Lance Stroll. Mercedes hatte bereits vor dem Wochenende offiziell bestätigt, bei George Russell einen Motorwechsel vorzunehmen, weshalb der Brite fünf Strafplätze erhält. Bei Red Bull und Aston Martin war in der vergangenen Nacht zudem die Sperrstunde gebrochen worden; Red Bull zog dabei den zweiten von vier erlaubten Jokern des Jahres, während Aston Martin den dritten zog. Für Max Verstappen bedeutet der Einbau des komplett neuen Aggregats eine Versetzung ganz an das Ende des Startfeldes. Der niederländische Red-Bull-Star musste während der Session im Mittelsektor zudem Pierre Gasly ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Für den viermaligen Weltmeister ist eine solche Ausgangslage in São Paulo nicht gänzlich neu. Im Jahr 2024 startete Verstappen nach Strafen von Rang 17 und gewann den Grand Prix dennoch, während er ein Jahr darauf aus der Boxengasse auf den dritten Platz fuhr. Mekies witzelte darüber: Nach den letzten zwei Jahren kennt sich Max da hinten schon aus. Verstappen selbst äußerte sich bei Viaplay zu den wiederholten Aufholjagden: Irgendwann hat man einfach genug davon, oder? Klar, es hat Spaß gemacht, aber ich möchte das hier nicht wirklich jedes Jahr machen. Schon im Jahr 2016 lieferte er in Interlagos bei Regen eine denkwürdige Aufholjagd ab. Auch Lewis Hamilton blickt auf der Strecke auf frühere Glanztaten zurück und musste etwa 2021 gleich zweimal durch das Feld pflügen. Kimi Antonelli wiederum führt die Weltmeisterschaft an und reist mit bereits feststehendem WM-Titel 2026 als jüngster Titelträger nach Brasilien, während er seine achte Pole-Position und den zehnten Saisonsieg anpeilt.

Technische Sorgen bei Ferrari und Rauch im Cockpit bei Lewis Hamilton

Nicht nur bei Red Bull gab es vor dem Qualifying personelle und technische Rückschläge. Auch Ferrari entschied sich bei beiden Fahrzeugen für einen Austausch von Motorenteilen. Lewis Hamilton und Charles Leclerc werden dadurch jeweils um zehn Startplätze in der Startaufstellung zurückversetzt. Die Scuderia reagierte damit auf alarmierende Daten aus den Freitagssessions, die einen spürbaren Leistungsverlust auf den Geraden offenbarten. Leclerc hatte sich zudem über das Fahrverhalten in den Kurven beschwert.

Max Verstappen hat im dritten Freien Training zum Großen Preis von Brasilien auf dem Autodromo Jose
Foto: Motorsport-Total.com

Für Hamilton verlief das abschließende Training besonders turbulent. Per Funk teilte er mit: Ich habe Rauch im Cockpit, ich komme an die Box. Das Team arbeitete intensiv daran, den Wagen für das Qualifying wieder in Ordnung zu bringen. Kurz vor dem Ende der Session spitzte sich die Lage beim Briten weiter zu, während Kimi Antonelli zu Beginn der Einheit ebenfalls von Problemen mit dem Lenkrad und der Schaltung geplagt worden war. Auch Lance Stroll erwischte keinen glücklichen Tag und wurde nach sieben Runden wegen eines vermuteten ERS-Problems an die Box gerufen, woraufhin die Session für den Kanadier beendet war.

Auswirkungen auf das Starterfeld und Wetterprognosen in Interlagos

Neben den prominenten Strafen für Verstappen, Hamilton und Leclerc trifft es weitere Piloten im Feld. Der Mexikaner war in der achten Kurve negativ aufgefallen, als er ein Teil aus seinem Cockpit warf und damit ins Visier der Rennkommissare geriet, die eine Untersuchung ankündigten. Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur blickt angesichts dieser Vorzeichen und der wechselhaften Wetterprognosen auf schwierige Tage voraus: Die Fahrer waren nicht glücklich. Charles ist heute Morgen nicht im ersten Freien Training gefahren. Wir hatten heute einige Probleme und müssen viel Arbeit investieren, um uns auf morgen vorzubereiten. Hinzu komme eine durchwachsene Prognose für Samstag und Sonntag: Deshalb müssen wir auf alle Bedingungen vorbereitet sein. Aber ich bin nicht weniger optimistisch als in der vergangenen Woche. In der Konstrukteurswertung fehlen dem drittplatzierten Red-Bull-Team zudem 17 Punkte auf das Team von McLaren.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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