Nächtlicher Übergriff auf Gut Skaugum: Unbekannter dringt in das Haus von Marius Borg Høiby ein
Auf dem königlichen Anwesen Skaugum in Norwegen ist es in der Nacht zum Freitag, dem 6. November, zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein unbekannter Mann verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Wohnhaus von Marius Borg Høiby, dem 29-jährigen Sohn von Königin Mette-Marit, und attackierte ihn körperlich. Wie das norwegische Magazin FOCUS online berichtet, hörte Høiby gegen Mitternacht beim Musizieren und Malen laute Schläge und Tritte an seiner Haustür. Als er öffnete, drängte sich der Fremde an ihm vorbei in das Gebäude und stieß ihn.
Høiby gelang es laut Berichten von gala.de, den Eindringling zurück in Richtung Eingang und schließlich ganz aus dem Haus zu schieben. Die alarmierten Einsatzkräfte waren schnell zur Stelle; laut Medienberichten war die Polizei rasch vor Ort. Der norwegische Sicherheitsdienst PST bestätigte laut BUNTE.de, dass eine Person in der Nähe des Wohnsitzes festgenommen wurde. Der festgenommene Mann wurde laut BILD nach dem Einsatz kurz darauf festgehalten und an die Polizei übergeben, später jedoch wieder freigelassen.
Besonders brisant an dem Vorfall: Während des Angriffs hielten sich auch Königin Mette-Marit (53) und König Haakon (53) auf dem Anwesen auf. Ihre Residenz befindet sich allerdings in einem separaten Gebäude, das wenige Hundert Meter von Høibys Privatgelände entfernt liegt, weshalb unklar ist, ob sie den Vorfall unmittelbar mitbekamen.

Reaktionen von Verteidigung und offene Fragen zum Motiv
Høibys Verteidiger Alexander Greaker bestätigte den Vorfall gegenüber Medien und betonte die Schwere der Situation. Es sei offensichtlich sehr ernst und äußerst unangenehm, im eigenen Zuhause aufgesucht zu werden
, erklärte der Anwalt, wie RTL.de berichtet. Angesichts der aktuellen Lebenssituation seines Mandanten sei nachvollziehbar, dass dieser sich verunsichert fühle. Mittlerweile gehe es Høiby nach Angaben seines Anwalts wieder gut.
Hintergrund: Juristische Auseinandersetzung und Hausarrest
Der Übergriff trifft Høiby in einer ohnehin belastenden Phase. Er war im Juni wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen häuslicher Gewalt zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Da er gegen das Urteil Berufung einlegte, ist das Verfahren noch nicht rechtskräftig; die Wiederaufnahme der Verhandlungen ist für Februar angesetzt.

Bis dahin verbüßt Høiby eine angeordnete Untersuchungshaft in Form eines Hausarrests mit elektronischer Fußfessel auf Skaugum. Nachdem das Berufungsgericht Borgarting erst kürzlich entschieden hatte, dass diese Maßnahme fortgesetzt wird, zog der 29-Jährige mit seinen Anwälten sogar vor den Obersten Gerichtshof Norwegens, um seine Freilassung aus der Untersuchungshaft zu erreichen.
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