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Sport

Max Verstappen wusste bei Vertragsverlängerung nichts von Siegupdate

Max Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Der Niederländer dementierte jedoch, dass er zum Zeitpunkt der Unterschrift von dem entscheidenden Siegupdate für den RB22 wusste, das ihn in Malaysia und Singapur wieder an die Formel-1-Spitze brachte.

Zu Beginn des Formel-1-Jahres befand sich Red Bull in der Hackordnung lediglich auf dem vierten Platz und kämpfte phasenweise im Mittelfeld mit Teams wie Alpine und Haas. Damals zog Max Verstappen in Monza noch ernsthaft die Möglichkeit in Betracht, die Saison ohne einen einzigen Grand-Prix-Sieg zu beenden. Kurz vor seinem Heimrennen in Zandvoort sickerte dann durch, dass sein ohnehin langfristiger Vertrag vorzeitig um weitere zwei Jahre verlängert worden war. In Zandvoort verriet Verstappen zudem, dass er einem vorzeitigen Rücktritt in Wahrheit näher gestanden hatte als einem Teamwechsel.

Vertragsverlängerung basierend auf Vertrauen

Nachdem das Team aus Milton Keynes mit einem großen Leistungssprung aufwartete und in Malaysia sowie Singapur siegte, kam die Frage auf, ob der dreimalige Weltmeister bei seiner Unterschrift bereits von dem anstehenden Update wusste. Verstappen verneinte dies gegenüber Motorsport-Total.com und erklärte, es sei um den generellen Austausch über die sportliche Zukunft gegangen.

Nein, nicht wirklich. Es ging vielmehr darum, über die Zukunft zu sprechen und natürlich über die Ideen, wie sich das Team weiterentwickeln soll. Und diese Ideen haben mir gefallen. Es war auch nicht so, dass sie mich großartig überzeugen mussten oder so. Es war einfach der allgemeine Austausch, den man mit dem Team führt.

Max Verstappen, Red-Bull-Pilot

Auch Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies wies die Vermutung zurück, das Team habe ein magisches Paket als Druckmittel für die Unterschrift genutzt. Laut dem Franzosen war das Update in Baku lediglich Teil der fortlaufenden Entwicklung, und das Team ging zu jener Zeit davon aus, dass es schwer werden würde, die letzten Zehntel aufzuholen.

Der RB22 wird berechenbarer

Der Leistungssprung in Baku brachte nicht nur reinen Abtrieb, sondern löste vor allem ein grundlegendes Fahrbarkeitsproblem. Verstappen beschrieb, dass das Auto zu Saisonbeginn unberechenbar reagierte.

Die große Veränderung an unserem Auto ist, dass es einfach viel berechenbarer und ausgewogener geworden ist. Anfang des Jahres wusste ich vor einer Kurve oft gar nicht, was passieren würde. Damals sind viele merkwürdige Dinge mit dem Auto passiert.

Max Verstappen, Red-Bull-Pilot

Trotz der jüngsten Siege betonen sowohl Verstappen als auch Teamchef Mekies, dass das aktuelle Gesamtpaket noch nicht an seinem Ziel angelangt ist und fundamentale Schwächen aufweist. Wegen der bestehenden Beschränkungen durch die Budgetobergrenze lassen sich diese Probleme im Jahr 2026 nicht mehr vollständig beheben, weshalb Verstappen bereits Modifikationen am Auto für 2027 fordert.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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