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Mattsee knackt mit 33,2°C Salzburger Hitze-Rekord

Am Freitag, den 19. Juni 2026, knackte die Gemeinde Mattsee in Flachgau mit 33,2 Grad Celsius den bisherigen Temperaturrekord des Jahres in Salzburg. Während ganz Österreich unter extremen Temperaturen leidet, warnen Meteorologen vor einer potenziell historisch bedeutsamen Juni-Hitzewelle, die die bisherigen Messungen der letzten Jahrzehnte herausfordern könnte.

Rekordtemperaturen in Flachgau und Tirol

Rekordtemperaturen in Flachgau und Tirol
Photo: Kronen Zeitung

In der Gemeinde Mattsee im Flachgau wurden am vergangenen Freitag Spitzenwerte von 33,2 Grad gemessen, womit der bisherige Jahreshöchstwert in Salzburg abgelöst wurde. Laut salzburg24.at verzeichnete die Landeshauptstadt Salzburg mit exakt 33 Grad nur knapp dahinter.

Die Hitze war in weiten Teilen des Bundeslandes Salzburg flächendeckend präsent, wobei die Temperaturen im gesamten Salzachtal zwischen 32 und 33 Grad lagen. Selbst in den kühleren Regionen wie dem Lungau erreichten die Werte in Tamsweg 31 Grad. Wer der Hitze entfliehen wollte, musste in die Höhe ausweichen; in Obertauern wurden auf etwa 1.700 Metern Höhe lediglich 24,7 Grad gemessen. Diese deutlichen Temperaturunterschiede zwischen den Tallagen und den Gebirgsregionen verdeutlichen den Einfluss der Höhe auf das lokale Klima, da die Temperaturen mit zunehmender Meereshöhe in der Regel kontinuierlich sinken.

Auch in anderen Bundesländern erreichten die Temperaturen extreme Werte. Innsbruck fungierte als Hotspot in Österreich und verzeichnete Temperaturen von 35,6 Grad.

Ort Temperatur (°C)
Innsbruck 35,6
Mattsee 33,2
Salzburg 33,0
Tamsweg 31,0
Obertauern 24,7

Definition und historische Einordnung der Hitzewelle

Definition und historische Einordnung der Hitzewelle
Photo: Kurier

Die aktuelle Wetterlage wird als eine der intensivsten Juni-Hitzewellen der Messgeschichte eingestuft. Gemäß den meteorologischen Definitionen von GeoSphere Austria beginnt eine Hitzewelle, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die Tagesmaxima über 30 Grad liegen. Eine Hitzewelle gilt als fortdauernd, solange der Mittelwert der Periode über 30 Grad bleibt. Diese Schwellenwerte dienen dazu, extreme Wetterereignisse von gewöhnlichen warmen Perioden abzugrenzen und die Belastung für Mensch und Umwelt messbar zu machen.

Wie die ORF-Wetterredaktion erläuterte, könnte die aktuelle Lage die längste Juni-Hitzewelle der Geschichte werden. In der Vergangenheit wurden unterschiedliche Rekorde aufgestellt:

  • Die längste ununterbrochene Serie von Tagen mit mindestens 30 Grad Celsius wurde im Sommer 2013 in Neusiedl am See mit rund 24 Tagen verzeichnet.
  • Das Jahr 2024 gilt als das wärmste Jahr der 257-jährigen Messgeschichte.
  • Die aktuelle Hitzewelle ist bereits die zweite in diesem Jahr.

Gesundheitsgefahren durch Tropennächte und extreme Hitze

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Neben den hohen Tagestemperaturen stellt die hohe Luftfeuchtigkeit eine zusätzliche Belastung für den menschlichen Organismus dar. In größeren Städten und in Wien werden zudem Tropennächte erwartet, bei denen die Tiefsttemperaturen nicht unter 20 Grad sinken. Das besondere Risiko der Tropennächte besteht darin, dass der menschliche Körper die während des Tages angesammelte Hitze nicht effektiv abbauen kann. Ohne eine ausreichende nächtliche Abkühlung bleibt der Kreislauf unter Dauerdruck, was die körperliche Erschöpfung am Folgetag verstärkt.

Die gesundheitlichen Risiken sind signifikant. Die Österreichische Gesundheitskasse berichtete, dass im Sommer 2024 etwa 1.100 hitzebedingte Todesfälle auftraten. Die Sterblichkeit liegt während ausgeprägter Hitzeperioden deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Der Körper versucht, sich durch die Erweiterung der Blutgefäße und verstärkte Schweißproduktion abzukühlen, was Herz und Kreislauf stark beansprucht.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit Vorerkrankungen. Zu den möglichen Folgen gehören Dehydrierung, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Hitzekrämpfe und Hitzeschläge.

Wetterausblick: Subtropische Luft und Gewitterrisiko

Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Hitze am Wochenende nicht nachlässt, wobei Temperaturen von bis zu 37 Grad möglich sind. Subtropische Warmluft ist laut Experten die Ursache für diese Entwicklung. Solche Luftmassen führen oft zu einer langanhaltenden Wetterlage, bei der die Hitze durch großräumige Hochdruckgebiete über dem Kontinent festgehalten wird.

Die Hitze wird zwar durch lokale Gewitter unterbrochen, doch die extreme Warmluft erhöht gleichzeitig das Unwetterpotenzial. Die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit schafft eine instabile Atmosphäre. Wenn die erhitzte Luft schnell aufsteigt, entstehen starke Konvektionsströmungen, die als Hitzegewitter mit lokal begrenztem, aber sehr intensivem Niederschlag, Hagel und Starkregen in Erscheinung treten können.

Praktische Maßnahmen zur Hitzevermeidung

Um die körperliche Belastung zu reduzieren, gibt es verschiedene Empfehlungen zur Abkühlung. Laut Kurier können unter anderem folgende Maßnahmen helfen:

  • Die Verwendung von Minzblättern oder Kardamom im Wasser, um das subjektive Hitzeempfinden zu senken.
  • Das Kühlen der Fußsohlen auf kalten Böden wie Fliesen oder Stein.
  • Die Nutzung von feuchten Tüchern vor Ventilatoren zur Erzeugung einer DIY-Klimaanlage durch Verdunstungskälte.
  • Das Kühlen von Bettwäsche im Gefrierschrank oder das Verzehren von gefrorenen Trauben als kühlende Alternative zu Eiscreme.

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Photo: ORF
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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