Selena Gomez und ihre Mutter Mandy Teefey sehen sich mit einer US-Klage über fast 1,2 Millionen US-Dollar konfrontiert. Zwei Investorengesellschaften werfen dem Trio hinter dem Mental-Health-Start-up Wondermind vor, Anleger durch falsche Angaben getäuscht und nie umgesetzte Partnerschaften versprochen zu haben. Eine Stellungnahme liegt bisher nicht vor.
Das im Jahr 2021 ins Leben gerufene Start-up Wondermind konzentriert sich auf mentale Fitness und psychische Gesundheit. Neben der Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez gehören ihre Mutter Mandy Teefey sowie die Unternehmerin Daniella Pierson zu den Co-Gründerinnen des Projekts. Doch das einstige Vorhaben, mit digitalen Angeboten und einer App Anlaufstellen für Betroffene zu schaffen, geriet in schwere Turbulenzen. Am Donnerstag, dem 13.
Vorwürfe des Wertpapierbetrugs und fehlende Infrastruktur
Die Kläger werfen den Gründerinnen vor, im Zusammenhang mit den Investitionen sogenannten Securities Fraud begangen zu haben. Nach US-Recht beschreibt dies den Tatbestand, Anleger durch bewusst irreführende Angaben zu täuschen. Insgesamt sollen die beiden Gesellschaften fast 1,2 Millionen US-Dollar in das Unternehmen gesteckt haben.
In der Klageschrift heißt es demnach, dass den Geldgebern eine funktionierende Unternehmensführung, wichtige Partnerschaften und lukrative Werbeverträge in Aussicht gestellt worden seien, die in der Realität jedoch niemals existierten.
„Die Partnerschaften existierten nicht. Die Initiativen wurden nie umgesetzt. Die App wurde nie entwickelt.“
Aus der Klageschrift der Investoren, zitiert von Forbes
Darüber hinaus werfen die Kläger den Verantwortlichen vor, drei Jahre lang geschwiegen zu haben, während das Unternehmen um sie herum kollabierte. In dieser Zeit habe das Geld der Investoren im Wesentlichen den Zusammenbruch des Betriebs mitfinanziert.
Rolle der Gründerinnen und geschönte Qualifikationen
Neben den Vorwürfen zur Unternehmensstruktur rügen die Kläger auch die Darstellung der Gründerinnen selbst. Laut der Klageschrift soll das unternehmerische Geschick von Daniella Pierson übertrieben dargestellt worden sein. Gleiches gilt für die Eignung von Mandy Teefey für eine Führungsposition im Unternehmen.
Zudem habe Wondermind den Eindruck erweckt, dass Selena Gomez eine weitaus größere Rolle als Marketingchefin einnehmen und ihre enorme Reichweite von mehr als 500 Millionen Online-Followern aktiv zur Bekanntmachung nutzen würde, als es letztlich der Fall gewesen sei. Medienberichte im Jahr 2025 hatten bereits öffentlich gemacht, dass das Start-up Mitarbeiter entlassen musste und unter finanziellem Druck stand.
Reaktionen und Gegenpositionen im laufenden Verfahren
Die Vorwürfe treffen die drei Gründerinnen unterschiedlich. Während Selena Gomez und Mandy Teefey auf Anfragen zunächst keine offiziellen Stellungnahmen abgaben, wies eine Vertreterin von Daniella Pierson die Anschuldigungen entschieden zurück. Pierson habe sich demnach keineswegs persönlich bereichert, sondern stattdessen eigenes Geld in das Unternehmen investiert. Zudem sei sie bereit, entsprechende Finanzunterlagen als Nachweis vorzulegen. Auf der aktuellen Website des Projekts wird Pierson indes nicht mehr erwähnt, während Mandy Teefey als Chief Executive Officer geführt wird.

Ob die schweren Vorwürfe der Täuschung, des Vertragsbruchs und der Untreue vor Gericht Bestand haben werden, ist derzeit völlig offen. Bislang handelt es sich um Anschuldigungen aus der Klageschrift der Investoren, auf die von Seiten der Hauptbeschuldigten noch keine öffentliche Entgegnung erfolgt ist.
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