Martin O’Neill übernahm die volle Verantwortung für das historische Ausscheiden von Celtic im Europapokal, nachdem die Mannschaft in der Verlängerung gegen LASK mit 5:4 nach Hin- und Rückspiel verlor. Trotz einer Vier-Tore-Führung im Gesamtergebnis nach dem Hinspiel verspielten die Schotten den Vorsprung in der zweiten Halbzeit.
In der offenen Atmosphäre der Raiffeisen Arena gab es für Celtic und Trainer Martin O’Neill kein Versteck mehr, wie berichte von Yahoo zeigen. Die schottischen Meister erlebten einen der dunkelsten Abende in ihrer europäischen Vereinsgeschichte, der laut dem Verein noch schwerer wiegt als das Ausscheiden im Vorjahr gegen Kairat Almaty in der gleichen Champions-League-Play-off-Runde.
Martin O’Neill übernimmt die Verantwortung für das Aus
Celtic war mit einem komfortablen Vorsprung gegen LASK angetreten, geriet jedoch in der zweiten Halbzeit völlig aus dem Konzept. Am Ende stand eine schmerzhafte 5:4-Niederlage nach Verlängerung im Gesamtergebnis. Trainer Martin O’Neill zeigte sich nach dem Abpfiff im Rampenlicht selbstkritisch und direkt, wie Yahoo berichtet.
O’Neill gab an, die Verantwortung für das Ergebnis zu tragen. Er bemerkte, dass es zwar lange gedauert habe, über das UEFA-Cup-Finale 2003 hinwegzukommen, dies jedoch massiv enttäuschend gewesen sei. Im Kontext der Dinge sei das eine Finale gewesen, das man gerne gewonnen hätte, während dies ein Qualifikationsspiel gewesen sei, das man hätte schaffen müssen.
O’Neill betonte zudem, dass das Team noch weit von einer fertigen Mannschaft entfernt ist. Die verpasste Qualifikation hat weitreichende Konsequenzen für den schottischen Club, insbesondere mit Blick auf die Finanzen, das Prestige und das anstehende Transferfenster, das nun ohne die lukrativen Einnahmen der Champions League abgeschlossen werden muss.
Callum McGregor und Experten üben scharfe Kritik
Die Mannschaft selbst sparte nicht mit Selbstkritik. Kapitän Callum McGregor fand nach dem Abpfiff im Gespräch mit Amazon Prime deutliche Worte für den Auftritt seines Teams.
McGregor sagte, dass sie bekommen hätten, was sie verdient hätten, da sie den ganzen Abend passiv gewesen seien und es so gewirkt habe, als hätten sie Angst, das Spiel gewinnen zu wollen. Er fügte hinzu, dass sie das schlucken müssten und sich bei den Anhängern und dem Verein entschuldigten, da es keine Möglichkeit gebe, wie sie dieses Spiel hätten verlieren können.
Auch ehemalige Celtic-Grössen äusserten sich besorgt über die Darbietung in Österreich. Der ehemalige Kapitän Scott Brown erklärte gegenüber BBC Radio Scotland, dass LASK Celtic in mehreren Bereichen überlaufen habe und die Stürmer des Gegners sehr stark und laufstark aufgetreten seien. Ex-Trainer Neil Lennon befog bei Amazon Prime, dass Celtic völlig erschöpft und in den Zweikämpfen extrem fragil wirkte, während Ex-Mittelfeldspieler Stiliyan Petrov betonte, dass ein Grossteil der Verantwortung von einem Grossclub wie Celtic erwartet, solche Spiele über die Zeit zu bringen.
Auswirkungen auf den Kader und das Sommer-Transferfenster
Die sportliche Talfahrt hat direkte Konsequenzen für die Kaderplanung von Celtic Park. O’Neill erklärte, dass eine erfolgreiche Champions-League-Qualifikation entscheidend gewesen wäre, um Spieler von einem Wechsel nach Glasgow zu überzeugen. Diese Argumentation fällt nun weg.
Die Mannschaft muss sich nach diesem Rückschlag im Europapokal sammeln, um die verbleibende Transferphase ohne die erwarteten Zusatzeinnahmen zu bewältigen und in der heimischen Liga eine sportliche Reaktion zu zeigen.
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