Der Große Preis von Australien auf Phillip Island wurde am 25. Oktober 2026 nach der Absage von Moto2 und Moto3 auch für die Königsklasse gestrichen. Grund für das Aus des finalen Rennens ist eine zu geringe Sichtweite, die den notwendigen Einsatz des Rettungshubschraubers nach Melbourne verhinderte.
Wetterchaos und Hubschraubersperre besiegeln das aus auf Phillip Island
Das traditionsreiche Rennwochenende auf Phillip Island hat am Sonntag ein abruptes Ende gefunden. Eigentlich hatten die Verantwortlichen versucht, den Zeitplan mehrfach anzupassen, und planten die Öffnung der Boxengasse für den späten Nachmittag. Die MotoGP geht mit dem 18. Rennwochenende der Saison in ihre finale Phase, und auf der Strecke von Philip Island ist im Titelkampf jeder Punkt von Bedeutung.
MARC MARQUEZ WINS THE LAST PHILLIP ISLAND SPRINT pic.twitter.com/Igl7mmymOw
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Doch die Wetterbedingungen ließen keine sichere Durchführung zu, und der unglückliche Verlauf beendet das letzte MotoGP-Wochenende auf Phillip Island unter schwierigen Bedingungen. Ohne diese medizinische Absicherung war ein Rennstart aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen. Als schwacher Trost für die vor Ort anwesenden Fans und die Piloten wurde stattdessen eine gemeinsame Abschiedsrunde hinter dem Safety-Car angesetzt, bei der sich die Fahrer auf der Start-Ziel-Geraden von den Zuschauern verabschieden sollten.
Marc Márquez glänzt mit Rekord-Pole vor dem Rennabbruch
Die sportlichen Schlagzeilen des Samstags hatte zuvor Marc Márquez geschrieben. Der amtierende Weltmeister sicherte sich im feuchten und tückischen Qualifying auf Phillip Island mit einem Vorsprung von 1,494 Sekunden die Poleposition – den größten Vorsprung an der Spitze seit dem Grand Prix von Tschechien 2019. Dieser Erfolg gelang dem Star des Ducati Lenovo Teams, obwohl er im Q2 in Kurve 4 gestürzt war und dennoch eine Bestzeit von 1:34,203 hinlegte.

Hinter ihm fuhr Alex Márquez vom BK8 Gresini Racing MotoGP Team auf den zweiten Startplatz für die Startaufstellung, während der aus dem Q1 aufgestiegene Johann Zarco vom Castrol Honda LCR den dritten Rang eroberte. Der Weltmeisterschaftsführende Jorge Martín von Aprilia Racing führte die zweite Startreihe an. Dahinter startete Raul Fernandez vom SuperFile Trackhouse MotoGP Team von P6, Pedro Acosta von Red Bull KTM Factory Racing von P7 an der Spitze der dritten Reihe und Fabio Di Giannantonio vom Pertamina Enduro VR46 Racing Team von P8, während Rookie Diogo Moreira von Pro Honda LCR, Enea Bastianini von Red Bull KTM Tech3 und Ai Ogura vom SuperFile Trackhouse MotoGP Team die vierte Startreihe bildeten. WM-Konkurrent Jorge Martín erlitt bei einem schweren Sturz im Kampf um die Führung in der schnellen Kurve 8 einen Bruch der Speiche sowie den Verdacht auf einen Bruch der Elle nahe dem Handgelenk, woraufhin er vom Aprilia-Teammanager Paolo Bonora bestätigt für das Sonntagsrennen als nicht startfähig erklärt wurde. Wie lange der Spanier ausfallen wird, bleibt offen, allerdings bestätigte Bonora, dass momentan keine Operation nötig zu sein scheint und Martin bereits an einem Start in Sepang arbeitet.
Mir tun alle Fans leid. Die Bedingungen waren noch akzeptabel, aber der Rettungshubschrauber konnte nicht fliegen. Also musste das aus Sicherheitsgründen sein. Es tut mir sehr leid für die Fans. Wir Fahrer waren für das Rennen bereit, aber wir konnten heute nicht.
Marc Márquez, via Motorsport Magazin
Auswirkungen auf den Meisterschaftskampf und der Blick nach 2027
Durch die Absage des Hauptrennens bleiben die im Sprint vergebenen Punkte unverändert bestehen. Dies spielt dem verletzten Jorge Martín in die Karten, da der Aprilia-Werkspilot das Rennen nach seiner Verletzung im Sprint ohnehin verpasst hätte und nun auch seine Titelgegner am Sonntag keine Punkte sammeln können. Marc Marquez erhält somit keine Gelegenheit, den am Samstag übernommenen WM-Vorsprung im Hauptrennen weiter auszubauen. Marco Bezzecchi konnte seinen Rückstand am Sonntag ebenfalls nicht mehr verkürzen.
Für die traditionsreiche Strecke auf Phillip Island markiert das verhinderte Finale das Ende einer Ära. Ob die von LCR für diesen Abschied vorbereitete Sonderlackierung im Rennbetrieb zu bewundern gewesen wäre, blieb nach der Absage des Startfeldes offen.
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