Schwere Rückenprobleme zwingen Manuel Feller zum Verzicht auf das chilenische Überseetraining. Der 33-jährige Tiroler Slalom-Weltcupsieger von 2023/24 kämpft nach einem Bandscheibenvorfall vor acht Wochen mit Trainingsrückstand und Schmerzen, schließt ein Karriereende vorerst jedoch aus, wenn die körperliche Fitness zurückkehrt.
Manuel Feller hat am Montag über seine Social-Media-Kanäle bekanntgegeben, dass er verletzungsbedingt nicht am bevorstehenden Überseetraining der alpinen Herren in Chile teilnehmen wird. Laut der Meldung der Plattform Orf plagen den Tiroler nach wie vor massive Rückenbeschwerden, die ein uneingeschränktes Pensum auf den Skiern derzeit unmöglich machen.
Ein Rückschlag im Rehaprozess und die Angst vor dem Skikeller
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Über die Sommermonate hielt sich der ÖSV-Star bezüglich seiner gesundheitlichen Verfassung weitgehend bedeckt. Über den Sommer habe ich wenig Einblicke gewährt zu meinem Rehaprozess, weil es fad ist und auch nicht ganz so verlaufen ist, wie man sich das wünschen würde
, erklärte Feller zu seiner Situation. Die Gratwanderung zwischen Belastung und Schonung erwies sich als äußerst komplex: Es sei schwierig gewesen, die richtige Dosis zu finden, um das Training Schritt für Schritt zu steigern, ohne negative Komplikationen auszulösen
, so der Skistar weiter.
Besonders bitter war ein neuerlicher gesundheitlicher Rückschlag vor rund acht Wochen, als es laut dem Slalom-Spezialisten zu einem weiteren Bandscheibenvorfall kam, bei dem Material nachgerutscht ist. Zwar bewertete Feller als positiven Aspekt, dass er um eine zweite Operation herumgekommen sei und sich seither auf einem guten Weg befunden habe, doch der eingetretene Zeitverlust wiegt schwer.
Verlorene Wochen und die Entscheidung gegen die Reise nach Chile
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Der Trainingsrückstand und die noch fehlende Schmerzfreiheit gaben letztlich den Ausschlag gegen den Flug nach Südamerika. Das hat mich auch Nerven gekostet. Ich bin vom Training einfach noch einen Monat hinterher und nicht hundertprozentig schmerzfrei, von dem her fliege ich nicht nach Übersee
, erläuterte Feller. Stattdessen bleibt der Skistar in der Heimat, um dort die körperliche Basis zu erarbeiten.
In den vergangenen Jahren hatte sich Feller im Weltcup an der Weltspitze etabliert. Im Februar fuhr er in Bormio gemeinsam mit Vincent Kriechmayr zu Olympiasilber in der Teamkombination. Im Jänner dieses Jahres erfüllte er sich zudem seinen Kindheitstraum mit dem ersten Slalom-Heimsieg auf der Streif in Kitzbühel, ehe er in der Saison 2023/2024 die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup gewann.
Bedingungen für die Zukunft im Skizirkus
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Ein vorzeitiges Karriereende steht für den 33-Jährigen zum aktuellen Zeitpunkt nicht im Raum, allerdings knüpft er die Fortsetzung seiner Laufbahn an klare gesundheitliche Voraussetzungen. Ich will dem Sport noch das eine oder andere Jahr erhalten bleiben, aber die Bedingung ist: Es muss Spaß machen, und das macht es nur, wenn man fit ist und keine Schmerzen hat. Von daher wäre zumindest das Training in Chile die falsche Entscheidung gewesen
, begründete Feller seinen Verzicht.

Statt auf der Südhalbleine Schnee unter die Skier zu bekommen, liegt der Fokus in den kommenden Wochen darauf, den Körper Schritt für Schritt wieder auf Vordermann zu bringen, um baldmöglichst wieder voll ins Renngeschehen eingreifen zu können.
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