Wegen drastisch gestiegener Kakao-Preise streicht der Schokoladenkonzern Lindt & Sprüngli in Kilchberg am Zürichsee beliebte Mitarbeiterevents wie das Skiwochenende in Grindelwald. Nach Angaben der Medienstelle wurden Effizienz- und Sparprogramme implementiert, um Preiserhöhungen für Endkunden so gering wie möglich zu halten.
Am linken Zürichsee-Ufer in Kilchberg vollzieht sich ein bemerkenswerter Wandel. Die Lindt-Medienstelle bestätigte, dass der renommierte Schokoladen- und Pralinenkonzern im Zuge strikter Einsparungen traditionelle Personalanlässe aussetzt. Betroffen von den Maßnahmen ist unter anderem das beliebte Skiwochenende für die Angestellten im bernischen Grindelwald.
Steigende Kakao-Preise erzwingen striktes Kostenregime unter Ernst Tanner
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Grund für die Einschnitte sind die rasant gestiegenen Rohstoffkosten. Im Zuge dieser Programme wurde auch entschieden, selektiv einige Events wie etwa das jährliche Skiwochenende in Grindelwald für einmal auszusetzen
, teilte die Pressestelle von Lindt & Sprüngli mit. Um die Preissteigerungen für Käufer von Lindor-Kugeln und klassischen Schokoladentafeln so gering wie möglich zu halten, habe man diverse Effizienz- und Kostensparprogramme implementiert.
Hinter den Kulissen hat unter der Ägide von Verwaltungsratspräsident Ernst Tanner ein eisernes Kostenregime Einzug gehalten. Der Partizipationsschein des Unternehmens verzeichnete in diesem Jahr einen deutlichen Einbruch und rutschte vom Höchststand im Februar bei 13.010 Franken auf 8.680 Franken ab, was einem Minus von rund 33 Prozent entspricht.
Weihnachtsfeier vor dem Aus und strenger Personalstopp
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Neben dem gestrichenen Skiwochenende steht nach Angaben einer internen Quelle auch die traditionelle Weihnachtsfeier für die Mitarbeitenden auf der Kippe, deren Wegfall sich direkt auf den Konzerngewinn auswirken soll. Nicht betroffen von den Kürzungen ist hingegen das von der Pensionskasse organisierte Treffen für die Pensionäre von Lindt & Sprüngli Schweiz, das weiterhin stattfinden und mutmaßlich über die Pensionskasse finanziert werden dürfte.

Auch bei Neueinstellungen zeigt sich das Unternehmen äußerst zurückhaltend. Lindt & Sprüngli ist seit langem sehr restriktiv mit Neuanstellungen, zunächst werden immer mögliche Alternativen geprüft
, erklärte die Pressestelle. Aktuellen Angaben zufolge sind jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen geplant.
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