Der Linzer ASK hat sich am Dienstagabend, dem 25. August 2026, durch einen historischen 5:1-Sieg nach Verlängerung gegen Celtic Glasgow erstmals in seiner Vereinsgeschichte für die Ligaphase der UEFA Champions League qualifiziert und dabei einen 0:3-Hinrundenrückstand wettgemacht.
Es war ein Abend für die Geschichtsbücher des österreichischen Fußballs. Nach einer bitteren 0:3-Niederlage im Hinspiel schien die Königsklasse unerreichbar, doch in der Raiffeisen Arena entwickelte sich eine jener Partien, die Beobachter später nur als "Wunder von Linz" bezeichnen sollten. Vor ausverkauftem Haus mit 19.000 Zuschauern drehte Österreichs Meister das Duell komplett und bezwang den schottischen Traditionsverein mit einem Gesamtergebnis von 5:4.
Früher Schock und schnelle Antwort in der Raiffeisen Arena
Die Partie begann denkbar ungünstig für das Heimteam. Gerade einmal 21 Minuten waren absolviert, als Callum McGregor die Gäste aus Glasgow in Führung brachte und den Rückstand der Linzer im Gesamtscore auf 0:4 ausbaute. Zu diesem Zeitpunkt sprach rein statistisch fast nichts mehr für den Double-Gewinner.
Doch die Mannschaft zeigte eine enorme mentale Reaktion. Nur elf Minuten nach dem Rückstand profitierte Moses Usor von einem Patzer der schottischen Defensive und besorgte den so wichtigen Ausgleich zum 1:1. Trainer Dietmar Kühbauer peitschte seine Elf nach vorne, während Celtic zusehends wankte.
In der Verlängerung ging Celtic immer mehr die Puste aus, während Kühbauer nach 99 Minuten vierfach wechselte und frische Kräfte brachte.
Tor-Gala nach der Pause und späte Entscheidung durch Samuel Adeniran
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel nahm das Wunder konkrete Form an. Robert Ljubicic traf in der 48. Minute zur erneuten Linzer Führung, ehe Samuel Adeniran in der 58. Minute das 3:1 erzielte und damit den Rückstand im Gesamtergebnis auf ein einziges Tor verkürzte. Angriff auf Angriff rollte in dieser Phase auf das Tor der Schotten, die kaum noch entlasten konnten.

Exakt nach 90 regulären Minuten schlug die Stunde von Joker Florian Flecker, der das Duell zum 4:1 egalisierte und die Verlängerung erzwang. Dort schwanden bei Celtic endgültig die Kräfte, während Kühbauer mit frischen Einwechslungen nachlegen konnte.
In der 109. Minute krönte Adeniran seine Leistung mit dem entscheidenden Treffer zum 5:1, als er den Ball platziert in der unteren linken Ecke versenkte und den erstmaligen Vorstoß in die Ligaphase fixierte. Ein später, von Adeniran verschossener Foulelfmeter in der 115. Minute fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht und änderte nichts mehr am Triumph.
Millionen-Prämie und Blick nach Monaco
Mit dem historischen Erfolg schließt der LASK zu den großen Teams des europäischen Fußballs auf. Mindestens acht Mal werden die Spieler in den kommenden Monaten die Hymne der Champions League hören und dabei auf Gegner wie Real Madrid, den FC Bayern oder Manchester City treffen. Finanziell versüßt wird der Abend durch ein garantiertes Champions-League-Startgeld von 18,62 Millionen Euro nach Berichten der Nachrichtenagentur APA.

In den Vereinsannalen reiht sich der Sieg neben historische Aufholjagden wie jene von Rapid Wien aus dem Jahr 1985 ein gegen Dynamo Dresden. Die Auslosung für die Ligaphase findet am Donnerstag um 18:00 Uhr in Monaco statt, während für Celtic Glasgow der Weg in der Europa League weitergeht und Red Bull Salzburg im eigenen Play-off auf Mjällby AIF trifft.
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