Larry Ellison nutzte in diesem Sommer beträchtliche Aktienpakete an mehreren großen Unternehmen, um Kreditlinien bei fünf internationalen Banken auszuweiten. Die milliardenschwere Kreditaufnahme verschaffte ihm Liquidität, um David Ellison bei der Übernahme von Warner Bros. Discovery zu unterstützen, und ermöglichte es dem Oracle-Gründer gleichzeitig, den Verkauf von Aktien und damit steuerpflichtige Gewinne zu vermeiden.
Im Sommer plante Larry Ellison den Verkauf eines großen Aktienpakets an Oracle, dem von ihm vor fünf Jahrzehnten gegründeten Unternehmen. Das Ziel war die Beschaffung von Liquidität zur Finanzierung der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch David. Stattdessen weitete er kurz vor Abschluss des Zusammenschlusses seine Kreditlinien aus und stockte die Darlehen bei fünf verschiedenen Banken auf, wie aus Kalifornischen Behördenakten hervorgeht.
Die beteiligten Kreditinstitute sind Citigroup, HSBC, JPMorgan, UBS und BNP Paribas. Um die Finanzierung abzusichern, setzte der Milliardär Aktienpakete gleich mehrerer namhafter Unternehmen als Sicherheit ein. Zu den hinterlegten Wertpapieren gehören Anteile an Oracle, Tesla, SpaceX und Paramount.
Vermeidung von Steuerlasten durch das Prinzip „Buy, Borrow and die“
Durch die erneute Kreditaufnahme konnte Larry Ellison seinen Aktienbestand unangetastet lassen und den steuerpflichtigen Verkauf von Vermögenswerten umgehen. Diese Praxis verdeutlicht eine bei vermögenden Personen verbreitete Strategie, bei der Vermögenswerte gehalten und stattdessen belehnt werden, um Liquidität zu generieren, ohne Steuerlasten aus Kursgewinnen zu realisieren.
Noch im September teilte Oracle offiziell mit, dass ein ursprünglich geplanter Verkauf von Oracle-Aktien im Wert von rund 7,5 Milliarden US-Dollar vollständig verworfen wurde. Statt des Aktienverkaufs setzte der Gründer auf die Ausweitung seiner Kreditfinanzierungen über das Bankenkonsortium.
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