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Unterhaltung

Lanterns-Finale: Sheriff Kerry Kane tötete Hal Jordan

In der HBO-Serie Lanterns gipfelte die erste Staffel in einer überraschend geerdeten Finalepisode. Statt eines bombastischen Effektgewitters lieferte das Kreativteam um Damon Lindelof, Tom King und Chris Mundy eine introspektive Charakterstudie, die das Schicksal von Hal Jordan und John Stewart besiegelte.

Das tödliche Geheimnis um Hal Jordan

Monatelang quälte die Fans die Frage nach dem Mörder des ursprünglichen Green Lantern, Hal Jordan (gespielt von Kyle Chandler). Im Finale mit dem Titel „Dirt and Stars“ löste sich das Rätsel auf und offenbarte eine unerwartete Täterin. Entgegen allen Vermutungen über intergalaktische Schurken war es nicht ein kosmischer Feind, der den Helden zur Strecke brachte. Wie Mashable berichtet, war es in einer herzzerreißenden Wendung Sheriff Kerry Kane (dargestellt von Kelly Macdonald), die Jordan tötete.”

Als Hal Jordan hinter das Geheimnis ihres Sohnes Noah kam und drohte, die Wahrheit aufzudecken, schritt Kerry ein. Sie beendete das Leben des erfahrenen Lantern, um ihren Jungen zu schützen.

Lanterns-Finale: Sheriff Kerry Kane tötete Hal Jordan
Foto: Yahoo

Dabei stand hinter dem Versteckspiel mehr als nur ein einfacher Mord aus Affekt, denn Noah stellte sich als weiterer verdeckter Manhunter heraus, dessen Enthüllung die Ermittler im Schock zurückließ, zumal Zoe eigentlich als die letzte ihrer Art gelten sollte. Selbst als Kerry alles versuchte, fand Noah die Wahrheit über seine eigene Identität heraus und suchte den ehemaligen Marine auf, um sein Schicksal zu besiegeln. Umgeben von den Überresten von Antaans zerstörter Welt auf der Suche nach Antworten, trafen die Beteiligten aufeinander, während James Gunn und Tom King von Anfang an auf eine Figur setzten, die den Verlauf von Schlachten sofort verändern könnte.

Neben den Hauptdarstellern und den Schöpfern wie Tom King und Damon Lindelof begleiteten Branchengrößen wie Sarah Aubrey als Head of Original Content bei Max sowie Casey Bloys als Chairman und CEO von HBO und Max Content die Entwicklung des Projekts, während Chris Mundy als Showrunner fungierte. Bei der Premiere im Los Angeles Paramount Theater versammelten sich die Kreativen gemeinsam mit dem Studio, um die geerdete Realität der Serie zu feiern. Mundy betonte im Gespräch mit Moderatorin Mallory Rubin von The Ringer, dass es niemals eine aktionsgelusiertere Version des Endes geben sollte, da die emotionale Landung zwischen Hal und John im Vordergrund stand.

Sinestro

Aaron Pierres John Stewart und das Vermächtnis der Angst

Im Zentrum der finalen Ereignisse steht jedoch John Stewart, der von Aaron Pierre verkörpert wird. Stewart wurde von seinen Eltern für den Job vorbereitet.

Anstatt dem konventionellen Kodex der Corps zu folgen, bricht Stewart im Finale mit den Regeln der Wächter des Universums. Mit Hilfe einer Laterne des inhaftierten Sinestro, die mit furchtbasierten Elementen angereichert ist, reaktiviert er den Ring von Hal Jordan und formuliert einen völlig neuen Schwur.

John Stewart sagte laut The Ringer: „Betrachtet mich als unabhängigen Auftragnehmer. Keine Wächter, kein Corps. Ihr nehmt euch die Sterne; viel Spaß. Ich nehme mir den Dreck. Ich bin mir absolut sicher, dass wir uns nicht in die Quere kommen werden.

Aaron Pierre in "Lanterns"
Foto: The Daily Beast

Die Serie zeigt dabei bewusst Charaktere, die mit ihren persönlichen Fehlern und gigantischen Problemen kämpfen, anstatt sich auf astronomische Effekte zu verlassen. In Rückblenden wie der von Vanessa Baden geschriebenen Episode „OutKastwird zudem die schwierige Jugend des Helden genauer durchleuchtet, während die Figuren im echten Leben und bei den Dreharbeiten immer wieder scherzten und sich gegenseitig aufzogen.

Reaktionen und Rekorde auf Rotten Tomatoes

Während die Kritiker das bodenständige Format lobten, stieß das Finale bei Teilen des Publikums auf heftige Gegenwehr. Wie Yahoo unter Berufung auf Rotten Tomatoes berichtet, sank der Popcornmeter-Wert der Serie nach der Ausstrahlung auf 70 Prozent. Damit hält Lanterns nun den niedrigsten Publikumswert aller bisherigen DCU-Projekte und liegt hinter Formaten wie Creature Commandos (79 Prozent) oder dem von Superman erreichten Wert von 90 Prozent, während selbst Titel wie Peacemaker Staffel 2 und Supergirl bessere Werte vorweisen.

Aaron Pierre in Lanterns
Foto: The Hollywood Reporter

Kritikpunkte der Fans betrafen vor allem die Tatsache, dass eine sterbliche, kräftemäßig unterlegene Figur wie Kerry Kane den legendären Hal Jordan besiegte, sowie die spärlich eingesetzte Action und visuelle Mängel bei den Flugsequenzen. Showrunner Chris Mundy verteidigte diese kreative Entscheidung im Podcast The Ringer-Verse mit den Worten, dass genau dieses Ende am poetischsten wirkte, auch wenn manche Fans stattdessen ein leuchtendes Auge und einen sich schließenden Anzug gefordert hätten.

Die Zukunft im erweiterten DCU

Unabhängig davon steht fest, dass die Figur von Aaron Pierre schnell auf die Kinoleinwand zurückkehren wird.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.